Fräulein Svenja und Miss Elaine

16 Kasım 2021 0 Yazar: admin

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Fräulein Svenja und Miss ElaineFräulein Svenja und Miss ElaineEin erotischer Roman Kapitel 1 Fräulein Svenja? Nie wieder! Ihr Chef nannte sie immer so. Fräulein Svenja. Sie hasste das. Es klang so altmodisch, und es klang, als wäre sie nicht ernst zu nehmen. Ein kleines Mädchen! Es war auch frauenfeindlich. Als ob man unterstreichen müsste, dass sie noch auf dem Heiratsmarkt verfügbar war! Aber damit war es jetzt vorbei.Der Beat wummerte in ihrem Bauch wie ein Herzschlag. Rhythmisch, groovend, einfach geil, und sie setzte ihren gesamten Körper ein, um der Musik Ausdruck zu verleihen.Die Tanzfläche war relativ leer. Es war mitten in der Woche. Ihre Arbeitskolleginnen waren längst gegangen. Aber das machte nichts. Svenja hatte was zu feiern, und das konnte sie auch allein. Also tanzte sie auf der fast leeren Tanzfläche. Sie war sich sicher, dass viele Augen auf ihr lagen. Es war ihr egal. Nein, sie genoss es sogar und ließ ihre Hüften schwingen und warf ihre Arme in die Luft und ließ ihren Körper auf der Tanzfläche all die Sachen machen, die sie normalerweise nie tat. Sie war eigentlich nicht so. Ging nicht so oft aus sich heraus. Sie war keine graue Maus, aber auch nicht der Partytiger. Eher zurückhaltend, nicht verklemmt, aber ein wenig introvertiert. Doch in dieser Nacht war es anders. Natürlich lag es am Alkohol. Sie war noch nicht betrunken, aber so beschwipst, dass sie etwas mutiger war als normalerweise. Und sie war etwas selbstbewusster als sonst, und sie fühlte sich etwas attraktiver als meist.Sie spürte die Blicke einiger Männer und auch Frauen. Eigentlich schauten sie bestimmt, weil es sonst nichts zu tun gab. Aber Svenja wollte glauben, dass die Blicke auf ihr ein Zeichen von Bewunderung war.Es war bislang ein ziemlich guter Tag gewesen, und das drückte Svenja nun durch ihre Bewegungen aus. Die Bässe pumpten, sie drehte Pirouetten, zeigte ihre Kurven. Es war einfach perfekt! Selbst in einem fast leeren Club mitten in der Woche.Schließlich änderte sich die Musik, und Svenja machte eine Pause. Sie ging an die Theke, um etwas zu trinken. Mit einer flüchtigen Bewegung wischte sie sich mit ihrem Seidenschal den Schweiß von der Stirn. Sie war außer Atem.Ihre Freundinnen hatten sich längst verabschiedet. Sie mussten am nächsten Tag arbeiten. Svenja selbst eigentlich auch. Aber ihr war es egal. Ihre Tage in der Firma waren gezählt. Sie musste sich nicht mehr einschleimen oder abrackern. Sie würde bald aus dem Laden verschwinden. Aufrecht, mit einem weiten Hüftschwung. Sie war eine Independent Woman! Wie der Song, zu dem sie eben noch getanzt hatte.Ein neuer Abschnitt ihres Lebens würde beginnen. Svenja hatte ihre Abschlussprüfung bestanden. Sie war nun Industriekauffrau. Die Ausbildung hatte sie mit recht guten Noten absolviert. Sie hatte sich bei einigen Firmen beworben und mindestens zwei wollten sie einstellen. In ihrer alten Firma würde sie nicht bleiben. Da wurde sie nicht ernst genommen, da wäre sie immer die kleine Auszubildende. Aber die Zeiten waren vorbei!Keine Berufsschule mehr! Keine doofen Lehrer. Ihrem schmierigen Chef würde sie in den nächsten Tagen ihre Kündigung auf den Tisch knallen. Svenja feilte seit einigen Tagen an den genauen Worten, die sie ihm mitgeben würde für all die blöden Sprüche, die sie sich in den drei Jahren ihrer Ausbildung hatte anhören müssen. Aber all das war vergessen. Sie hatte am Morgen ihr Zeugnis bekommen. Der Schulleiter hatte eine langweilige Rede gehalten darüber, dass das Erwachsenwerden sich verändert hatte. Früher wäre man erwachsen geworden, wenn man sein erstes Kind bekommen hatte oder irgendein Ritual bestanden hatte. Dann galt der Schulabschluss als Eintritt ins Erwachsenenalter. Aber heutzutage wäre man erst richtig erwachsen, wenn man ins Berufsleben eintrat. Es war eine langweilige Rede gewesen. Sie hatte mit ihrem schicken Seidenschal gespielt, den sie nur zu besonderen Anlässen trug. Aber mittlerweile gefiel ihr der Gedanke. Vielleicht war etwas dran. Man war erst erwachsen, wenn man ins Berufsleben eintrat. Das tat sie jetzt. Sie fühlte sich in diesem Moment zum ersten Mal erwachsen. Wie eine richtige Frau. „Was trinkst du?“Sie drehte sich zu der Stimme. Der Typ war ihr auf der Tanzfläche schon aufgefallen. Sie hatte ihn hier schon öfter gesehen.Braungebrannt, muskulös, groß, vielleicht zwei, drei Jahre älter als sie. Modisch gekleidet in einem eng geschnittenen weißen Hemd mit einer schmalen, schwarzen Krawatte. Ein bisschen Latin Lover. Ein bisschen übertrieben. Ein bisschen zu sehr in sich selbst verliebt. Aber auch irgendwie süß war er.Eigentlich nicht ihr Typ. Man sah ihm an, dass er nicht treu sein konnte, dass er viel zu sehr an sich dachte. Zu eitel. Das war bei Frauen schon nervig, bei Männern fand Svenja es ziemlich unerträglich.Aber sie warf ihm seine Selbstverliebtheit nicht vor. Sie liebte sich in dieser Nacht ja schließlich auch selbst. Aber nicht zu sehr. Zu sehr konnte sie sich oder das Leben gar nicht lieben.‚Was trinkst du?‘ Das war genau die Anmache, auf die sie sonst nicht stand. Sie konnte sich ihre Drinks selbst kaufen. Sie musste sich nicht einladen lassen. Wie eine Independent Woman. Sie wollte ihm schon nett, aber sehr bestimmt sagen, dass sie kein Interesse hatte. „Ich kann mir meine Drinks selbst kaufen!“, meinte sie kühl.Doch dann überlegte sie es sich anders. Er lächelte so charmant und war so vollkommen überzeugt von sich, dass er sie rumkriegen würde. Da konnte Svenja einfach nicht widerstehen. Sie wollte mit ihm spielen. Wie ein Kätzchen. Nein, wie eine Katze mit der Maus. Sie jedenfalls wäre nicht die süße Maus hier. Nicht das Opfer.„Aber ich gebe dir gerne einen Drink aus, wenn du willst.“Jetzt lächelte sie ihn an mit der gleichen Überzeugung, die er an den Tag gelegt hatte. Und er hatte damit scheinbar kein Problem.„Sehr gerne. Ich nehme, was du nimmst.“„Zwei Wodka-Red Bull“ rief sie der Frau hinter dem Tresen zu, und die nickte.„Hast du noch was vor?“, fragte er und lächelte, als sähe er sich schon als Teil ihres weiteren Abends. „Wieso?“„Wegen dem Energy Drink.“„Wer weiß?“ Svenja lächelte verschmitzt. „Vielleicht ist der eher für dich bestimmt. Vielleicht musst du Energie sammeln, um mit mir mitzuhalten!“Sie war über ihre eigenen Worte erstaunt, aber warum eigentlich nicht? „Mach dir mal keine Sorgen darüber. Ich hab genug Energie für uns beide!“Die Barkeeperin stellte zwei Red Bulls in Longdrinkgläsern vor sie und zwei Shotgläser mit Wodka.Svenja lächelte:„Wir werden sehen!“Sie schob ihm den Red Bull rüber, schaute ihm tief in die Augen und ließ das Shotglas hineinfallen, dass es überschwappte. „Prost!“Sie exte ihren Drink, während er nur an seinem nippte. „Da geht aber jemand zur Sache!“Svenja sah ihm an, dass er glaubte, leichtes Spiel mit ihr zu haben. Na warte, dachte sie.„Bin ich zu schnell für dich?“„Keine Sorge. Mit dir halte ich locker mit.“Er trank seinen Drink nun auch in einem Zug aus. „Siehst du?“„Na also! Geht doch! Aber nachmachen ist was für Verlierer! Mach’s jetzt richtig!“Svenja orderte eine zweite Runde.„Willst du mich abfüllen?“Er zwinkerte ihr zu und legte seine Hand ganz nebenbei auf ihren Arm. Sie ließ es geschehen. Svenja konnte erkennen, dass er sie nicht so richtig ernst nahm, aber es störte sie nicht. Der würde schon noch sehen. Sie musste innerlich grinsen. „Hast du Angst davor?“, fragte sie.„Überhaupt nicht. Ich vertraue dir total!“„Wirklich?“„Absolut!“„Absolut sogar! Gut zu wissen.“„Finde ich auch. Vertraust du mir auch?“ Er lächelte.Svenja schob ihm den zweiten Drink hin und sagte trocken:„Du redest zu viel.“ Sie mochte es, tough zu erscheinen.Dieses Mal schaute sie ihm tief in die Augen. „Trink!“Sie tranken dieses Mal beide auf ex. Die Entscheidung für den nächsten Satz kam irgendwie aus dem Nichts, und am nächsten Tag sollte sie sich noch darüber wundern. So selbstsicher kannte sie sich eigentlich nicht. Als sie später darüber nachdachte, wunderte sie sich über sich selbst. So eine war sie eigentlich nicht, dass sie einfach so einen Typen aufriss. Aber sie hatte es sich zweifellos verdient. Er war so von sich überzeugt und er unterschätzte sie so offensichtlich, dass sie es ihm einfach zeigen musste. Alle unterschätzten sie. Die ganze Welt! Sie musste ihm und der Welt zeigen, dass das ein Fehler war. Also riss sie ihn auf.Svenja zog aus ihrem Portemonnaie ein paar Geldscheine, warf sie auf den Tresen, wie lässige Leute das so tun, und sagte: „Hier ist es verdammt, stickig. Ich muss an die frische Luft. Kommst du mit?“„Klar. Natürlich, Baby!“Baby?, dachte sie. Baby? Ich bin doch nicht dein Baby! Er hatte ein nettes Lächeln, sah verdammt gut aus, und die ganzen Muskeln, die sich da unter seinem Hemd abzeichneten, die würde sie gerne streicheln. Aber er war eben auch ein bisschen… primitiv war nicht das richtige Wort. Er war einfach nichts Langfristiges. Nichts, was länger als eine Nacht dauern könnte.Sie ignorierte das ‚Baby‘, packte ihn an der Hand und zog ihn schnellen Schrittes aus dem Club. Es war immer noch warm draußen, doch im Vergleich zu der Schwüle in der Disko war die Luft draußen erfrischend. Sie atmete tief ein. Der Schweiß auf ihrer Haut kühlte ihren Körper. Und sie glaubte, zusehen zu können, wie die kleinen Schweißperlen, die sie von der Stirn gewischt hatte, von ihrem Handrücken verschwanden, sich auflösten. Er stand für einen Moment unschlüssig da und schaute sie an, als wäre er es nicht gewohnt, hinterhergezogen zu werden. Er war mehr der Macher, der Player, dachte Svenja. Nicht der, der hinterher trabte. „Und? Was machen wir jetzt? Sollen wir woanders hingehen?“„Du quatschst zu viel!“Sie packte seine Krawatte, wickelte sie sich um ihre kleine Faust, zog ihn zu sich herunter und küsste ihn lang und leidenschaftlich. Svenja war mehr als einen Kopf kleiner als er. Es gefiel ihr, dass sie diesen muskulösen Typen an der Leine hatte und er sich zu ihr hinunterbeugen musste.Er erwiderte ihren Kuss. Aber sie hatte nicht nur seine Krawatte, sie hatte auch die Zügel in der Hand, und so war das ihr Kuss, und er konnte lediglich reagieren, aber er hatte nichts zu bestellen. Es war ihre Zunge, es waren ihre Lippen, die den Ton angaben. Und daran gab es auch keinen Zweifel.Als er versuchte, sie zu umarmen, da stieß sie ihn fort: Seine Krawatte hielt sie aber weiterhin umklammert.„Nicht anfassen!“„Wow!“, meinte er sprachlos. „Genau. Wow!“ Sie atmete durch und spürte die Hormone in ihrem Blut. Sie wärmten jeden Teil ihres Körpers. Er ignorierte die Ermahnung:„Du bist echt heiß!“Sie ignorierte auch diesen Spruch. Wenn er redete, war er einfach nicht so attraktiv, wie er aussah.„Sag mal, wie heißt du eigentlich?“„Dustin.“„Dustin? Wie Dust im Staub?“„Was? Wie Dustin Hofmann. Der Schauspieler.“„Kenne ich.“„Und du?“„Und ich was?“„Wie heißt du?“Svenja dachte einen Moment nach und fühlte sich dann mutig. Warum sollte sie ihm ihren wahren Namen nennen? Sie fand sich mysteriös und verrucht, und Dustins Lebenserwartung betrug gerade mal diese eine Nacht. Da musste er ihren Namen nicht kennen. Also sagte sie: „Elaine.“„Elaine? Was ist das denn für ein Name?“„Gefällt er dir nicht?“, antwortete sie schnippisch. Den hatte sie sich extra für ihn ausgesucht. Da sollte der ihm gefälligst gefallen. „Ein genauso komischer wie Dustin. Habe ich nicht gesagt, dass du zu viel redest?“„Okay, dann bin ich eben still.“„Okay. Sei still! Ich will in den Park. Kommst du mit?“„Was ist im Park?“„Im Park ist es dunkel, und da sind wir ungestört. Ich möchte mit dir jetzt gerne ungestört sein. Du mit mir vielleicht auch?“„Klar, Baby!“Sie drückte sich an seinen Körper, ihren Bauch gegen seinen Schritt.„Da ist aber jemand froh, mich zu sehen! Ich glaube, wir haben uns ein bisschen Spaß verdient. Findest du nicht?“„Klar. Ich folge dir überall hin! Ich tue doch alles, was du willst!“Aber sie hatte sich schon umgedreht und zog ihn an seiner Krawatte hinter sich her, wie man einen Stier an einem Nasenring führt.Seine Worte klangen noch in ihrem Ohr: ‚Ich folge dir überallhin. Ich tue doch alles, was du willst!‘Wirklich? Würde er das? Das wollte sie herausfinden.Der Alkohol in ihren Adern war von der kühlen Luft etwas vertrieben worden, und für einen Moment bekam Svenja ein wenig Angst vor ihrer eigenen Courage. Aber dann küsste sie ihn noch einmal, zog an seiner Krawatte, als wolle sie ihm die Kehle ein wenig abschnüren. Und er ließ es geschehen, als machte es ihm nichts aus. Und so spendete nicht mehr der Alkohol, sondern ihre Erregung ihr nun den nötigen Mut. Sie wollte das!Der Park lag dunkel vor ihnen.Ihre Mutter hatte sie immer gewarnt, nicht nach Einbruch der Dunkelheit dorthin zu gehen. Aber da war sie noch ein Kind gewesen. Jetzt war sie eine Frau. Sie hatte ja einen starken Beschützer bei sich und drei Selbstverteidigungskurse absolviert. Auch wenn ihr starker Beschützer ziemlich passiv hinterhertrabte und versuchte irgendwie zu verstehen, was hier gerade passierte und warum er nicht die Kontrolle über die Situation hatte. Aber zumindest theoretisch war er groß und hatte Muskeln und könnte sie vor den bösen Wölfen beschützen. Sie gingen eine Weile, Svenja ein paar Schritte vor Dustin. Sie genoss den würzigen Duft des Parks und die Stille, die nur durch ihre Schritte gestört wurde. Schließlich fand Svenja, was sie gesucht hatte. Eine abgelegene Parkbank etwas ab vom Schuss, und die einzige Laterne in der Nähe war kaputt. Hier waren sie ungestört.„Ich glaube, wir sind da!“Wieder zog sie ihn an der Krawatte zu sich hinunter und küsste ihn leidenschaftlich. Dabei dirigierte sie ihn und zeigte ihm, wer die Herrin im Haus war. Oder vielleicht besser ausgedrückt die Industriekauffrau im Park. Als er wieder versuchte, sie anzufassen, stieß sie ihn sofort weg.Sie hatte nichts gegen seine Berührungen, sie hätte vielleicht sogar gerne seine Stärke gespürt und seine Muskeln erfühlt. Aber viel lieber noch wollte sie die Chefin sein. Er sah sie erstaunt an. „Was ist?“, fragte er.„Ich weiß nicht so recht“, spielte sie Zweifel und Unsicherheit vor.„Was ist los?“„Ich weiß nicht, ob ich dir vertrauen kann.“„Natürlich kannst du mir vertrauen. Wieso nicht?“„Wir sind hier ganz allein in einem dunklen Park. Was ist, wenn du auf dumme Gedanken kommst?“„Auf was für Gedanken? Du wolltest doch hierhin!“„Du bist so stark, hast so viele Muskeln, und ich bin so klein und zierlich. Was ist, wenn du dich nicht beherrschen kannst und über mich herfällst?“„Über dich herfallen? Das würde ich nie tun! Was hältst du von mir?“ Er versuchte empört zu klingen, aber es kam mehr wie Verzweiflung rüber. Ein bisschen tat er ihr leid. Dass sie so mit ihm spielte. Wie die Katze mit der Maus. Aber immerhin hatte er angefangen. Er hatte sie an der Theke angequatscht, und es waren seine Sprüche gewesen, die ein bisschen zu flach für Svenjas Geschmack waren. Da musste er jetzt durch, wenn er an den Honigtopf wollte. Und sie wollte ihm ja auch nichts Böses. Außer eben ihm zu zeigen, wie das so ist mit den Independent Women, und dass das keine Babys oder so sind.„Ich will dich ja auch. Aber ich muss auch an meine Sicherheit denken! Das verstehst du doch sicher. Hast du eine Idee?“„Eine Idee? Nein! Ich meine, du kannst mir vertrauen. Ich würde nie etwas tun, um dir wehzutun! Niemals! Das kannst du mir glauben! Komm schon, Süße!“Er verschränkte die Hände und flehte sie an, knickte sogar ein wenig vor ihr ein. Sie sah ihn an und blickte auf seine Knie, aber er verstand nicht. Schließlich trat sie einen Schritt näher und drückte sanft aber bestimmt seine Schulter hinunter, bis er wirklich vor ihr kniete. Er sah sie fragend an, gehorchte aber. „Was machst du mit mir?“ Svenja war sich nicht sicher, ob er wirklich so schwer von Begriff war oder ob er schon mitspielte und sich in seine Rolle eingelebt hatte.„Schon besser. Ich finde es schön, wenn du gehorchst. Das gibt mir Vertrauen! Ich fühle mich schon viel sicherer, wo du so vor mir kniest. Findest du nicht auch, dass diese Position dir besser steht?“, fragte sie gespielt naiv. „Für dich tue ich alles. Alles, was du willst!“Sie trat nun näher an Dustin heran. Kniend war er nur unwesentlich kleiner als sie, aber es reichte, dass sie sich mächtiger fühlte, überlegen. Sie musste den Kopf nun nicht in den Nacken legen, um ihn zu küssen, sondern konnte sogar ein wenig auf ihn hinunterschauen, als sie ihre Lippen auf seine legte und sie sich wieder leidenschaftlich küssten. Sie hielt seinen Kopf in ihren Händen. Es gab ihr noch etwas mehr Kontrolle. Sie drückte seinen Kopf in den Nacken, dass er sich noch mehr vor ihr beugen musste. Sie presste seinen Kopf hinunter und nun hatte sie wirklich die Kontrolle über ihn, und sie genoss das. Die paar Zentimeter, die sie an Größe gewonnen hatte, machten solch einen Unterschied aus. Sie gaben ihr das Gefühl von Macht und Überlegenheit, dass sie bestimmen konnte, über ihn bestimmen konnte, dass er tat, was sie verlangte. Es versetzte sie in einen Rausch, der stärker und spannender war als der dumpfe Rausch des Alkohols. Es war der Rausch ihrer Macht! Und er ließ es geschehen.Er spielte mit. Als hätte sie in ihm einen Nerv getroffen. Aber eigentlich war es ihr egal. Sie interessierte sich nicht wirklich für ihn. Sie interessierte sich in diesem Moment nur für sich. Die paar Zentimeter gaben ihr eine Autorität, die sie vorher noch nie verspürt hatte. Sie hatte es sich vielleicht einmal flüchtig gewünscht, sich manchmal Szenarien ausgedacht. Aber das war alles so fern und vage gewesen. Nie hätte sie gedacht, dass sie das einmal ausleben würde.Sie war immer die kleine Auszubildende gewesen. Die Azubiene, wie ihr Chef zu sagen pflegte, wenn er glaubte, witzig zu sein. Aber damit war es nun vorbei. Nie wieder Azubiene! Sie spürte, wie er seine Hände auf ihren Rücken legte, sie zu sich zog. Sie ließ es geschehen.Sie mochte seine großen Hände auf ihrem Rücken, die ihre Hüften umschlossen hielten. Sie spürte seine Kraft in den Händen. Sie könnten Svenja einfach so in die Luft heben. Dustin war stärker als sie, aber sie hatte etwas, mit dem sie ihn in Schach halten konnte. Ihre Weiblichkeit. Und die war stärker als seine Muskeln.Erst als seine Hände tiefer fuhren und hinunter zu ihrem Po griffen, ihn kneteten wie einen Teig, wie ein Stück Fleisch, als wäre sie ein Lustobjekt, da schritt sie ein.Sie schubste ihn weg und verpasste ihm eine Ohrfeige. Sie sollte spielerisch sein, aber das Geräusch ihrer offenen Hand, die auf seine Wange klatschte, klang laut durch den dunklen Park.„Was ist los?“ rief er überrascht. „Ich hab doch gewusst, dass ich dir nicht trauen kann!“, spielte sie ihre Wut.„Warum? Was habe ich getan?“„Du weißt es noch nicht mal!“„Nein, bitte! Erklär‘s mir! Was habe ich getan?“„Du hast mich begrabscht!“Er war irritiert, verstand nicht, was sie ihm vorwarf, was er verbrochen hatte. „Ich habe doch…“, aber er wusste, dass er nicht diskutieren sollte. „Es tut mir leid! Es tut mir leid! Es kommt nicht wieder vor. Ich verspreche es!“ Svenja hatte sich mit breiten Beinen vor ihm aufgebaut und ihre Hände in die Hüften gestemmt. „So wird das nichts mit uns. Ich glaube, wir sollten das hier abbrechen. Ich kann dir einfach nicht vertrauen!“Sie machte Anstalten sich umzudrehen.„Nein, bitte nicht! Bitte nicht. Bitte geh nicht!“, flehte er wieder mit verschränkten Händen.Svenja mochte es, wie er sich bemühte, wie er darum kämpfte, mit ihr zusammen zu sein. Es gab ihr so eine Aura, so ein Gefühl, etwas Besonderes zu sein, begehrt zu sein. Natürlich kannte sie das, aber in diesem Augenblick erschien es ihr stärker. Dustin wollte nicht mir zusammen sein. Er musste es. Er hatte keine Wahl und würde einiges tun, um es zu dürfen.Sie genoss, wie scharf sie ihn machen konnte, wie sehr er sie begehrte. Die meisten Männer spielten immer so cool und überlegen. Dustin am Anfang ja auch. Aber das Blatt hatte sich ganz schnell gewendet. Offensichtlich war sie cooler und ihm überlegen. Sie diktierte nun die Regeln. Sie wartete nur noch auf den einen Satz, den sie an diesem Abend aus seinem Mund schon gehört hatte. Also kitzelte sie ihn noch etwas: „Ich weiß nicht so recht. Ich fühle mich einfach nicht sicher!“„Ich bitte dich! Ich tue alles, willst! Wirklich alles!“Da war er! „Wirklich?“„Was wirklich?“„Wirklich alles? Du tust wirklich alles, was ich will?“„Ja… klar!“Sie hörte ein kleines Zögern in seiner Stimme. Offensichtlich war er sich nicht so sicher, was ‚alles‘ sein könnte, und konnte sich wohl vorstellen, dass ‚alles‘ mehr war, als er bereit zu geben war. Aber die Worte hatte er definitiv gesagt. Sie standen zwischen ihnen und konnten nicht mehr rückgängig gemacht werden.„Ich hätte da eine Idee. Wenn ich mir sicher sein könnte, dass du nicht über mich herfällst, dann könnten wir vielleicht doch zusammenkommen.“„Elaine, wie gesagt. Ich würde dir nie etwas antun!“Im ersten Impuls wollte sie ihm wieder eine knallen. Elaine? Wer zum Teufel war denn Elaine? Wagte er es etwa, Svenja mit irgendeinem anderen Flittchen zu verwechseln? Aber dann erinnerte sie sich. Sie war Elaine. Er bemühte sich, das fand sie nett. Er wollte sie wissen lassen, dass sie etwas Besonderes war. Überhaupt war er süß, nicht so eingebildet, wie sie ursprünglich gedacht hatte. Er hatte etwas.„Na schön. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen komisch, aber wenn ich dich hier an die Parkbank fesseln könnte, dann wäre ich sicher, dass du mir nichts antun wirst.“ Sie machte eine Pause. „Klingt das vielleicht zu komisch? Aber ich glaube, das ist die einzige Möglichkeit.“„Du willst mich an die Parkbank fesseln?“ Er schaute skeptisch. Svenja konnte es ihm nicht verdenken.„Du hast gesagt, dass du mir vertraust. Stimmt das vielleicht nicht?“„Nein, nein. Das stimmt schon. Es ist nur, dass du da verdammt viel verlangst.“„Ist Vertrauen zu viel verlangt?“Sie machte einen Schritt nach hinten. „Nein, nein. Natürlich nicht! Ich würde es auch machen. Aber ich habe jetzt gerade kein Seil hier. Ich meine, damit kann ja keiner rechnen, dass du so bist?“„Dass ich wie bin?“„Naja, so… ängstlich.“„Ängstlich?“„Vorsichtig.“„Als Frau muss man immer vorsichtig sein.“„Ich weiß, ich weiß. Also gut!“„Du machst es also? Super!“ Svenja klatschte entzückt in die Hände, merkte aber sofort, dass sie aus ihrer Rolle gefallen war. „Wie gesagt, wir haben kein Seil. Tja, da haben wir wohl Pech gehabt!“ Dustin sah darin scheinbar seine Rettung.„Das ist kein Problem!“Svenja nahm das Seidentuch von ihrem Hals, rollte es zusammen und bedeutete Dustin, dass er sich in die Mitte der Bank setzen sollte. Er zögerte einen Augenblick, aber gehorchte dann. Svenja nahm seinen linken Arm, wickelte das seidene Tuch um sein Handgelenk und knotete es schnell und effektiv am linken oberen Ende der Parkbank fest. Dustin prüfte die Fesselung, spannte seinen Arm an und drückte gegen den Knoten. Aber er musste zu seiner Überraschung feststellen, dass er sich nicht befreien konnte.„Machst du sowas öfter?“„Nein, noch nie. Wieso?“„Weil du scheinbar weißt, was du tust.“„Ich hoffe auch, dass ich weiß, was ich tue.“„Ich meine wegen der Fesseln.“„Pfadfinderlager in der achten Klasse. Habe ich damals gehasst. Nur das mit den Knoten hat mir Spaß gemacht. Habe ich in jeder freien Minute gemacht. Ich kann dir versprechen, dass selbst du starker Mann den nicht sprengen kannst. Aber es ist nicht so schwer, den Knoten wieder zu lösen. Einen Typen habe ich aber vorher noch nie gefesselt, wenn du das meinst.“ „Dann bin ich ja beruhigt!“Dir fehlt aber noch ein Seil für mein anderes Handgelenk! Meinst du nicht, dass eine Hand reicht. Ich bin doch schon gefesselt.“„Du könntest mich mit deinem freien Arm packen. Ich sehe doch, dass du ziemlich stark bist. Du trainierst!“Das schmeichelte ihm sichtlich.„Das stimmt allerdings.“„Mir wird schon was einfallen. Ich weiß schon was!“Sie setzte sich rittlings auf seinen Schoß, dass ihr Rock hochrutschte, umarmte ihn, streichelte seine Wangen und küsste ihn.Und nebenbei nahm sie ihm den Schlips ab und verknotete sein rechtes Handgelenk am anderen Ende der Parkbank, sodass seine Arme fest verschnürt auf der Rückenlehne lagen.„Puh, jetzt fühle ich mich schon viel sicherer.“„Du übertreibst echt!“„Finde ich nicht!“Er war nun in ihrer Gewalt, konnte nicht aufstehen, sich nicht regen.„So, du starker Mann! Jetzt habe ich dich! Jetzt bist du in meiner Hand!“„Muss ich mir jetzt Sorgen machen?“ Seine Stimme klang nicht mehr ganz so selbstsicher. Sie fühlte seinen Bizeps. „Spann mal an!“Er gehorchte, und Svenja fühlte, wie seine Muskeln sich härteten. „Du bist stark!“Er nickte zufrieden.Mit ihrem Zeigefinger fuhr sie seinen Arm entlang bis zum Ellbogen und dann den Unterarm entlang bis zu seiner Fessel. Und Dustin spannte die jeweilige Muskelpartie an. Svenja war beeindruckt. Ihre Hand wanderte zu seinem Hals, und einen nach dem anderen öffnete sie sein Hemd und legte seine Brust frei. Wie man ein Geschenk auspackt.Schließlich hatte sie seinen Oberkörper entblößt. „Sogar ein Sixpack hast du!“ Ohne eine Aufforderung zu benötigen, spannte er seine Bauchmuskeln an. „Beeindruckend!“Sie schlug ihre kleine Faust auf seine Brust, aber er verzog keine Miene. „Du kannst ruhig fester zuschlagen. Du tust mir nicht weh.“„Ich habe gar nicht vor, dir wehzutun!“Sie senkte ihren Kopf über seine linke Brustwarze, berührte sie kurz mit der Zunge und küsste sie dann mit ihren weichen Lippen, bis sie sich erigiert nach oben reckte. Sie grinste ihn an:„Ich würde dir nie wehtun!“Dann senkte sie ihren Kopf wieder über seine Brustwarze, nahm sie vorsichtig zwischen ihre Zähne und zog nun weniger vorsichtig daran.Dustin zog zischend den Atem ein, und Svenja spürte, wie seine Muskeln sich anspannten unter dem Schmerz und er sich gegen seine Fesselung stemmte.Schließlich ließ sie seine Brustwarze los und lächelte ihn an.„Aber vielleicht solltest du auch nicht alles glauben, was ich sage. Ich muss nicht die Wahrheit sagen, denn du bist mir ja ziemlich hilflos ausgeliefert.“„Ich würde dir aber gerne glauben.“„Ist mir eigentlich egal, was du glaubst. Sagen wir es so: Du bist der starke Typ mit den Muskeln, und ich habe das Sagen. Was meinst du?“„Was immer du sagst. Du bist die Chefin, Elaine.“„Ich bin die Chefin.“ Sie ließ die Worte auf ihrer Zunge zergehen. „Ich mag das. Das sollte unser Motto sein für diesen Abend.“„Kann ich gut mit leben, Chefin.“„Sehr schön. Wir beide werden uns gut verstehen!“„Finde ich auch.“Svenja griff in seine Haare, zog ihren Kopf an ihr heran und küsste ihn erneut. Diese neu gewonnene Macht! Das war etwas vollkommen Wahnsinniges! Sie spielten zwar nur, aber wenn Svenja wollte, dann könnte sie auch anders. Sie hatte Optionen. Sie konnte entscheiden. Sie fühlte sich in diesem Moment erwachsener, mächtiger. Wie eine richtige Frau. Das hier war nicht dieser normale Blümchensex. Das hier war etwas anderes, etwas Erwachsenes. Sowas machten keine kleinen Mädchen. So was machten nur richtige Frauen. Und so ignorierte sie für einige Zeit, dass Dustin unter ihrem Kuss unruhig wurde und keuchte. „Was ist?“, fragte sie, als sie sich schließlich doch von ihm gelöst hatte.„Hörst du das nicht?“„Was denn?“Er versuchte seinen Kopf nach hinten zu drehen, aber durch seine Fesseln gelang ihm das nicht so richtig. „Schritte. Stimmen. Da ist irgendwer!“„Wo?“„Keine Ahnung! Hinter uns! Ich kann nichts sehen. Ich bin schließlich an die verfluchte Parkbank gefesselt!“, flüsterte er gepresst.Svenja schaute in die Dunkelheit und versuchte etwas zu erkennen. Da waren wirklich zwei Leute! Sie konnte zunächst nur die Schemen erkennen.Die Personen gingen langsam durch den Park. Aber sie kamen definitiv auf sie zu. Die eine Person hatte eine Wampe, die andere war etwas kleiner und hatte einen Pferdeschwanz. Beide trugen Hüte.Als in der Ferne ein Auto die beiden Gestalten mit seinen Scheinwerfern beleuchtete, konnte sie mehr erkennen. „Zwei Polizisten.“„Die Bullen?“, zischte Dustin.„Hast du was verbrochen? Suchen die dich etwa?“„Mich? Nein! Wie kommst du darauf? Wenn überhaupt, dann bestimmt dich! Schließlich hast du mich hier festgekettet! Du machst hier die komischen Sachen!“„Mich suchen die bestimmt nicht! Die sind bestimmt nur zufällig hier. Park-Patrouille oder so.“„Ist doch egal, warum die hier sind. Die sollen mich hier nicht so sehen. Mach mich los! Schnell! Scheiße ist das peinlich!“Auch wenn die beiden leise sprachen, waren die Polizisten nun auf sie aufmerksam geworden. Das Licht einer Taschenlampe erfasste sie. Svenja war für einen Moment geblendet, als sie in den Strahl blickte. Dann gewöhnten sich ihre Augen daran. Die Beamten sprachen kurz miteinander. Svenja konnte nicht verstehen, was sie sagten, aber sie hörte die Stimmen.Die Polizistin, die nach ihnen mit der Taschenlampe geleuchtet hatte, nickte ihrem Partner schließlich zu, und dann kam sie langsam in ihre Richtung, während der andere Polizist stehenblieb und sich eine Zigarette anzündete. Sein Gesicht wurde für einen Augenblick erleuchtet von der Flamme des Feuerzeugs. „Scheiße, mach mich los!“, zischte Dustin wieder. „Zu spät! Die kommt doch schon!“„Gerade warst du noch die Superpfadfinderin. Was ist jetzt damit? Mach mich los!“„Jetzt bleib mal ganz ruhig!“Svenja dachte nach. Wenn sie wirklich die Chefin war, dann brauchte sie einen Plan. Die Polizistin kam immer näher, es war keine Zeit, an den Knoten herumzufummeln, das wäre zu auffällig. „Ich hab eine Idee!“Sie stieg von ihm hinunter, setzte sich neben ihn, zog sein Hemd zurück auf seine Brust, sodass es aussah, als wäre es geschlossen. Keine Zeit, alle Knöpfe zuzumachen. Sie schaffte gerade mal einen. „Wir tun so, als wären wir ein ganz normales Pärchen, das ein bisschen rumknutscht. Stimmt ja auch!“„Das wird nie funktionieren!“, flüsterte Dustin. „Ich bin hier an die scheiß Parkbank gefesselt!“„Du tust einfach so, als hättest du einen Arm locker um meine Schultern gelegt und der andere ist lässig auf der Lehne der Parkbank. Du bist doch sonst so ein cooler Player. Spiel das einfach!“Es war ein bisschen weit hergeholt, aber etwas Besseres fiel Svenja nicht ein. Sie glaubte auch nicht dran, dass das klappte, aber einen anderen Plan gab es nicht. Dustin schlug die Beine übereinander und versuchte, so gut es ging, den Anschein zu erwecken, als säße er lässig mit seiner Freundin auf der Parkbank. Svenja fand es alles ein wenig zu verkrampft, aber es war zu spät, etwas zu sagen. Die Polizistin stellte sich vor sie und leuchtete ihnen mit der Taschenlampe ins Gesicht. Das grelle Licht stach Svenja wieder in die Augen. Wie unhöflich, dachte sie.„Guten Abend“, sagte sie dennoch freundlich. Die Beamtin erwiderte den Gruß nicht. Svenja schätzte sie auf Anfang dreißig. Sie hatte einen blonden Pferdeschwanz, der nicht so ganz zu ihren harten Gesichtszügen passte. Ihre Uniform saß nicht richtig. Svenja fragte sich, ob es eine Dienstvorschrift gab, dass Polizistinnen so unvorteilhaft auszusehen hatten. Vielleicht war es einfach nur der Job, der sie so machte.„Ist alles in Ordnung?“, fragte die Beamtin kühl.Sie sah Dustin aufmerksam, aber nicht argwöhnisch an, richtete ihre Frage aber an Svenja. Svenja verstand, dass die Frage an sie gerichtet war. Die Polizistin vermutete, dass sie das Opfer wäre, wenn es hier eines gäbe. Das war natürlich ganz, ganz weit von der Wahrheit entfernt. Svenja war hier die Chefin und Dustin ihr kleines Opfer, das auf ihre Gnade angewiesen war. Wenn hier jemand gefährlich war, dann Svenja, die voll ausgebildete, professionelle Industriekauffrau!„Alles in bester Ordnung. Wir wollten ein wenig ungestört sein. Im Club war es uns zu laut.“, sagte sie lächelnd.Svenjas Hand, die locker auf Dustins Brust lag, als würde sie ihn streicheln, spürte seinen Herzschlag, der schnell und hart seine Nervosität zeigte. Die Polizistin nickte, sagte aber nichts, sodass eine unangenehme Stille entstand. „Wir sind noch nicht so lange zusammen, Elaine und ich.“, mischte Dustin sich nun ein, und Svenja sah ihn mit einem gespielt verliebten Blick an. Wenn die jetzt ihre Ausweise sehen wollte, dann hatte Svenja etwas zu erklären. Nämlich wer Elaine war oder wer sie war. Aber wenn die Polizistin ihre Ausweise sehen wollte, dann hatten sie noch ein viel größeres Problem: Die Parkbank. Die Polizistin ließ keine Sympathie erkennen und reagierte auf Svenjas Lächeln nicht. Wahrscheinlich waren Polizisten so. Die verstanden keinen Spaß und sahen überall nur Probleme und Gefahren. Wahrscheinlich macht der Beruf einen so. Für einen winzigen Moment schossen diese vielen Phantasien in ihren Kopf. Wie Svenja nicht Dustin, sondern diese Polizistin mit ihren harten Gesichtszügen und den unnatürlich blondierten Haaren mit ihren Handschellen an die Parkbank fesselte und sie aus der Uniform pellte. Aber der Augenblick war in einem Bruchteil einer Sekunde schon wieder verschwunden. Dennoch irritierte er Svenja noch eine Weile, und am nächsten Tag sollte sie über dieses Bild noch einmal nachdenken.„Also gut. Aber passen Sie auf. In den letzten Monaten ist es hier in dem Park vermehrt zu Überfällen gekommen.“„Wir passen schon auf.“, meinte Svenja und fügte noch hinzu: „Aber danke für die Warnung.“Die Polizistin nickte wieder und leuchtete sie noch einmal mit der Taschenlampe an. Ihr Blick fiel auf Dustins Arme. Sie sah ihn und Svenja noch einmal an und machte eine Pause, die Svenja wie eine Ewigkeit vorkam.Schließlich meinte sie mit der gleichen kalten Stimme: „Wie gesagt, Sie sollten aufmerksam bleiben.“„Das werden wir. Vielen Dank“, sagte Svenja und Dustin fügte hinzu: „Wir passen auf. Vielen Dank. Und schönen Abend noch.“Die Polizistin reagierte auf den Gruß nicht. Es war wohl ihre Art, ihren Missmut auszudrücken. Schließlich nickte sie noch einmal fast unmerklich, drehte sich um und ging zurück zu ihrem Kollegen. Dustins Brust hob und senkte sich schwer, als er seufzte:„Puh, das war knapp. Meine Fresse! Aber der haben wir’s gezeigt. Die haben wir reingelegt.“„Die haben wir nicht reingelegt. Die weiß genau, was hier abgeht.“ „Meinst du echt?“ Dustin drehte seinen Kopf und versuchte ihr hinterherzusehen. „Die ist bei der Polizei. Das ist ihr Job, misstrauisch zu sein. Die traut niemandem! Die ist nicht auf den Kopf gefallen.“„Und warum hat sie nichts unternommen?“„Ist doch nicht verboten, was wir hier machen. Außerdem hat sie verstanden, dass du einfach scharf darauf bist, dich von kleinen Frauen an Parkbänke fesseln zu lassen!“„Scheiße, meinst du wirklich?“„Definitiv! Soll ich sie rufen? Sie wird dir das bestimmt bestätigen, wenn ich sie frage.“ Svenja genoss seine Unsicherheit, auch wenn es etwas unfair war. „Vielleicht macht sie ja sogar mit. Stell dir vor, ein Dreier. Zwei Frauen, die dich rannehmen. Vielleicht packt sie sogar ihren Schlagstock aus. Was sagst du?“„Scheiße, nein! Du allein bist schon mehr, als ich ertragen kann!“„Schön, dass du das so siehst! Und jetzt bleib mal locker! Deiner Männlichkeit bricht kein Zacken aus der Krone.“Svenja küsste ihn aufmunternd auf die Wange und ließ ihre Hand von seiner Brust tiefer rutschen. „Vielleicht bist du ja nochmal dankbar, dass die Staatsgewalt in der Nähe ist. Du bist mir schließlich immer noch ausgeliefert. Wenn du also um Hilfe rufen willst!“, flüsterte sie ihm ins Ohr und biss spielerisch in sein Ohrläppchen.Diese kleine Unterbrechung hatte Svenja nicht aus dem Konzept gebracht. Sie fand, dass sie das gut geregelt hatte. Sie war immer noch die Chefin.Svenjas Hand schlüpfte in Dustins Jeans. Sie spürte, wie seine Erektion in ihrer Hand schnell wieder wuchs.„Brav bist du! Ich mag es, wenn du mir so gehorchst. Gehorchst du mir gerne?“Er antwortete nicht, und so umspielte Svenja erst sein Ohrläppchen mit ihrer Zunge, um dann wieder kräftig hineinzubeißen und daran zu ziehen. „Gehorchst du mir gerne, habe ich dich gefragt?“„Ja, Chefin!“, ächzte er.„Sehr gut!“Ihre Hand glitt tiefer, am Schaft seiner Erektion vorbei. „Du solltest dir immer bewusst sein, wer die Chefin ist. Aber solange du schön brav bist und mir gehorchst, ist alles gut.“„Das werde ich.“„Schön!“Sie zog ihre Hand aus seiner Hose, öffnete seinen Gürtel, den Knopf seiner Jeans und zog den Reißverschluss herunter. Sie bedeutete ihm, die Hüften zu heben und zog dann ruppig seine Jeans und die Shorts hinunter bis zu den Knöcheln.„Du bist ja so hilflos, und ich will nicht so sein.“„Danke!“„Danke, das ist ja lieb, dass du das sagst. Könntest du fast noch häufiger tun. Gefällt’s dir eigentlich?“„Sehr. So was habe ich noch nie erlebt!“„Wirklich nicht?“ Svenja auch nicht. Aber sie wollte ihm das nicht sagen. So eine Chefin sollte ja erfahren und kompetent sein. „Dann lass uns das mal zu Ende bringen. Wir wollen ja auch nicht die ganze Nacht hierbleiben!“„An mir liegt es nicht. Ich könnte das die ganze Nacht machen. Ich könnte das wochenlang machen!“„Dich von einer Frau kontrollieren lassen?“Er nickte.„Bitte hör nicht auf, hör niemals auf!Die Worte gingen ihr runter wie Öl. An diesem Abend war sie zu einer Femme fatale geworden, und sie würde gerne so bleiben. Aber natürlich war das Leben komplizierter, und es konnte ebenso gut sein, dass sie bald in einem grauen Kostüm in einem grauen Büro mit einer gräulichen Topfpflanze für eine Firma graue Farbe verkaufen würde. Aber nicht in dieser Nacht!In dieser Nacht hatte sie sich einen tollen Typen geangelt, der ihr ewige Treue schwor. Zumindest für diese Nacht.Aber Svenja wusste auch, dass Männer viel sagten, so lange sie noch scharf waren, die Dinge sich aber schnell ändern konnten, wenn sie ihre Befriedigung bekommen hatten. Sie sah sich um, aber der Park lag wieder still in Dunkelheit. In der Ferne quietschten durchdrehende Reifen und ein Motor heulte auf. Sie stieg von ihm herunter, griff sich unter den engen Bleistiftrock, den sie praktisch nur zu besonderen Anlässen trug. An diesem Tag war es die Verabschiedung von der Berufsschule gewesen. Sie zog den Slip aus, überlegte für einen Moment, was sie damit anstellen sollte. Aber ihr einfacher, weißer Baumwollslip war ihr zu peinlich, um den irgendwie einzusetzen. Sie hatte am Morgen ja nicht damit rechnen können, dass sie sich zur Feier des Tages einen One-Night-Stand leisten würde. Und ihm den Slip in den Mund zu stopfen, wie sie das im Film schon mal gesehen hatte, erschien ihr zu gewagt. So weit war sie noch nicht. Fesseln müssten für diesen Abend reichen. Daher ließ sie ihren Slip erst in der Faust und dann in ihrer Tasche verschwinden. „Hast du einen Gummi dabei?“„In meiner Geldbörse!“Sie zog sie aus der am Boden liegenden Jeans heraus, kramte ein wenig, fand ein Kondom, nahm es und warf die Geldbörse achtlos vor ihn auf den Boden. Eine passsende Geste, wie sie fand. Sie gefiel sich in der Rolle des verruchten Luders. Sie baute sich vor ihm auf. „Ich erkläre dir jetzt, wie es läuft. Das hier ist für mich. Ich will meinen Spaß! Du darfst deinen auch haben, aber ich komme zuerst. Verstanden?“ „Okay.“„Nee, nicht okay. Ich will wissen, ob du das verstanden hast.“„Ich hab’s verstanden.“„Denn wenn du hier so einen Schnellschuss hinlegst und ich frustriert von dir runterklettern muss, dann verschwinde ich und lasse dich hier sitzen. Und dann kannst du nur hoffen, dass die Polizistin noch mal vorbeikommt und nicht ihr dicker Kollege oder die bösen Jungs, die hier ständig Überfälle begehen? Verstanden?“Am liebsten hätte sie sich ihre Worte gemerkt, um sie auf ein Kopfkissen zu sticken. Die waren nämlich verdammt cool. Jetzt war sie die richtige Chefin, die die Bedingungen ihres Orgasmus diktierte. „Okay. Ich hab’s verstanden!“, kam kleinlaut die Antwort.„Schön, dann verstehen wir uns ja.“„Aber ich muss dir sagen, ich bin so scharf auf dich, dass du dich besser beeilen solltest.“„Siehst du, genau das will ich nicht hören!“„Baby, ich glaube, du weißt nicht, was du für eine Wirkung auf mich hast. Und deine Worte machen mich nur noch heißer!“„Ich warne dich! Echt. Ohne Scheiß!“„All deine Worte helfen nicht gerade.“ „Okay. Ich sehe schon, du kannst dich nicht beherrschen. Ich muss wohl andere Saiten aufziehen!“„Was meinst du damit?“Svenja kramte in ihrer Handtasche, fand einen Haargummi, legte den zusammen und zwang ihn über Dustins Erektion. „Uff! Das ist aber verdammt eng!“, seufzte Dustin.„Damit du mir kein Schlappschwanz wirst! Und jetzt hab dich mal nicht so!“„Bist du sicher, dass der mir nicht abstirbt?“„Keine Ahnung! Ne Freundin hat gesagt, dass sie das so macht, weil ihr Freund sich auch nicht unter Kontrolle hat. Glaub mir, das hier wird nicht stundenlang dauern!“„Hört sich trotzdem nicht sehr vertrauenserweckend an!“„Du redest wieder zu viel!“Svenja setzte sich wieder auf Dustins Schoß, nahm seine Erektion in sich auf und bewegte ihre Hüften langsam vor und zurück.Sie nahm seinen Kopf in ihre Hände und legte ihren Mund auf seinen. Dann küsste sie ihn im Rhythmus ihrer Hüften. Es dauerte nicht lange, bis Dustin darauf reagierte. Er keuchte lustvoll. Svenja unterbrach den Kuss, drehte seinen Kopf in ihren Händen ruppig und zischte ihm ins Ohr.„Wehe! Wehe! Wenn du jetzt schon kommst. Das hier ist mein Ding, mein Abend, mein Spaß! Ich wette, du hast ständig deinen Spaß, aber heute reißt du dich am Riemen! Verstanden? Er nickte: „Verstanden.“„Ich warne dich! Ich lass dich hier echt festgebunden und mit heruntergelassenen Hosen sitzen, bis dich morgen früh irgendeine Oma findet, die ihren Hund Gassi führt und die Polizei ruft. Dann hast du was zu erklären.“„Ich versuche es ja! Gott, ich versuche es ja!“, zischte er aus zusammengepressten Zähnen hervor.„Und ich werde mich köstlich auf der Arbeit amüsieren, wenn ich in der Regionalzeitung von dir lese, und all meine Arbeitskolleginnen werden über dich lachen, was du für ein kranker Typ bist.“Svenja beschleunigte ihre Hüftbewegungen. Ihre eignen Worte heizten sie an.„Gott!“, reagierte Dustin darauf. „Bitte nicht so schnell!“„Ich weiß, wie ich dich bremsen kann!“Svenja entblößte seine Brust wieder, fand eine Brustwarze und zwirbelte diese roh und gewaltsam, bis Dustin aufheulte:„Au! Du tust mir weh!“„Das ist auch der Sinn der Sache! Du wirst nicht kommen, bevor ich gekommen bin! Und wenn ich dir die Augen auskratzen muss! Ich bin heute die Herrin über deinen steifen Freund da unten!“ Nun war es an Svenja, ihre Worte hervor zu keuchen. Dustin biss wieder die Zähne zusammen. „Sag doch nicht sowas, du machst es nur noch schlimmer!“Aber ihre ganzen Worte machten eben nicht nur auf Dustin einen Eindruck, sondern auch auf Svenja.Sie genoss das, wie sie selten etwas am Sex genossen hatte, und ihre Worte machten sie schärfer, als ihre Bewegungen oder sein harter Penis in ihr. Und so sprach sie schließlich mehr zu sich selbst als zu ihm:„Ich bin heute deine Herrin! Ich beherrsche dich. Ich regiere über dich und deine Geilheit und alles, was du bist! Ich bin deine Herrin, und du gehörst mir!“Und mit diesen Worten, ihren Händen in seine Haare gekrallt, ritt sie sich zu einem enormen Höhepunkt.Später war sie sich nicht mehr sicher, ob sie nicht vielleicht etwas zu laut gewesen war. Es konnte durchaus sein, dass sie den ganzen Park zusammengeschrien hatte.Und sie war sich auch nicht sicher, ob sie nicht so etwas wie „Ich bin deine Industriekauffrau!“ gebrüllt hatte. Sie konnte es nicht ausschließen. Es hätte ihr peinlich sein können, war es aber nicht. Die Welt konnte ruhig wissen, dass sie ihren Spaß gehabt hatte.Svenja erinnerte sich noch daran, dass Dustin kurz nach ihr gekommen war, aber viel hatte sie von seinem Höhepunkt nicht mitbekommen. Musste sie ja auch nicht. Eine Weile lag sie noch auf ihm, ihre Brust hob und senkte sich schwer, als sie wieder zu Atem kam. Sie roch seinen frischen Schweiß, und für eine Weile streichelte sie über seine Muskeln. Auch sie war verschwitzt, doch es störte sie nicht. Wow, das hat sich gelohnt, dachte sie.Schließlich löste sie sich von ihm, stand auf, richtete ihren Rock und ihre restlichen Klamotten. Dustin war klug genug, zumindest für den Augenblick die Stimmung nicht durch Worte zu versauen.Sie löste den Knoten an seinem Handgelenk, den sie mit seiner Krawatte gebunden hatte. Sie sah ihn ein letztes Mal an, dann drehte sie sich um und ging souveränen Schrittes in die Dunkelheit.„Hey, du kannst doch nicht einfach so abhauen!“, rief er nun.Sie hörte, wie er an seiner verbliebenen Fessel zerrte.„Warte doch!“Aber Svenja wusste, dass er so schnell den verbliebenen Knoten nicht würde lösen können. Ein Knoten in einem Seidentuch ließ sich nicht so einfach lösen. Pfadfinderwissen. „Hey! Komm zurück! Kann ich deine Telefonnummer haben? Dein Tuch ist immer noch um meine Hand gebunden!“, rief er ihr hinterher. „Das willst du doch bestimmt zurück haben!“Kannst du als Andenken behalten, dachte sie. Stattdessen ging sie mit stolzen Schritten durch die Dunkelheit davon und genoss die Luft, die Dunkelheit und den Cocktail aus Hormonen und Endorphinen in ihrem Körper. „Elaine!“, rief er noch.Aber sie war nicht Elaine, sie war Svenja. Sie verschwand in der Nacht, und sie sah sich nicht mehr nach ihm um. Independent Women und richtige Industriekauffrauen taten das nicht. Kapitel 2 Svenjas Leben war gut. Es hätte nicht viel besser laufen können. Sie hatte ihre Stelle gewechselt, weg von ihrem langweiligen Job bei dem doofen Chef hin zu einem neuen Unternehmen. Man respektierte sie, sie galt als kompetent und hatte bereits ein paar Ideen in das neue Unternehmen eingebracht, die sogar übernommen worden waren. Die Firma produzierte Spezialkunststoff und vertrieb den weltweit. Svenja hatte die Stelle angenommen (Angebote hatte sie mehrere gehabt), weil sie die besten Aufstiegschancen gesehen hatte. Und die hatten sich schneller gezeigt, als sie es hoffen konnte. Svenjas Vorgesetzte war in der letzten Zeit häufiger krank gewesen, und man vermutete eine späte Schwangerschaft. Der Flurfunk hatte das Wort „Risikoschwangerschaft“ verbreitet. Svenja freute sich für Frau Wissing und wünschte ihr nur das Beste. Aber die Frage der Vertretung stand nun zwangsläufig im Raum, und eigentlich kam nur Svenja in Frage.Sie konnte sich gut vorstellen, eine Abteilung zu leiten. Um fair zu sein, im Moment gab es nur noch Lisa, die ziemlich stille Auszubildende in der Abteilung. Es wäre also keine so schrecklich große Verantwortung für Svenja, zumal der Geschäftsführer, Herr Petri, ein Auge auf alles hatte. Svenja könnte damit leben, sie kam mit dem Geschäftsführer gut aus. Wie gesagt, es konnte nicht viel besser laufen. Aber etwas besser hätte es dann doch laufen können. Sie hätte nämlich eine entspannte Woche haben können. Der Chef war für eine Woche auf Geschäftsreise in Asien. Seine Assistentin hatte er mitgenommen. Der stellvertretende Geschäftsführer hielt sich lieber in der Produktion auf und war praktisch nie in seinem Büro. Frau Wissing war wieder krankgeschrieben. Nur noch Lisa war da, aber die hatte eine ziemlich aufwendige und langweilige Strafarbeit bekommen, nämlich einen Haufen unsinnige Dokumente der letzten Jahre zu archivieren. Es war eine Strafarbeit, weil Herr Petri fand, dass sie sich nicht genug für das Unternehmen einsetzte. Auch Svenja konnte nicht leugnen, dass Lisa sich ihren kleinen Hintern nicht gerade aufriss, sondern alle mehr oder weniger wissen ließ, wie sehr sie ihre Arbeitsstelle verachtete. Svenja glaubte, dass Lisa sie nicht mochte, weil sie eine vollkommen andere Einstellung hatte und sehr ehrgeizig war. Svenja fand das schade, denn sie hatte nichts gegen Lisa, konnte sogar nachvollziehen, dass sie vom Leben mehr erwartete als einen Bürojob.Lisa war offensichtlich noch auf der Suche. Sie hatte nach dem Abitur zwei Lehren abgebrochen und war jetzt in ihrer dritten Ausbildung, an die sie wohl über Beziehungen gekommen war. Damit war sie so ziemlich im gleichen Alter wie Svenja, obwohl die viel weiter war auf der Karriereleiter und auch reifer wirkte. Da Frau Wissing krank war, war Svenja nun quasi sogar Lisas Vorgesetzte und verantwortlich. Svenja hatte mit der Strafarbeit allerdings nichts zu tun, und sie glaubte auch nicht, dass es gelänge, Lisa damit mehr Enthusiasmus einzuhämmern. Svenja hatte Lisa einige Tipps gegeben, wie sie die Arbeit effizienter und schneller erledigen könnte, aber die hatte nur gelangweilt genickt. Es war nicht Svenjas Aufgabe, sich provozieren zu lassen, und so hatte sie Lisa allein gelassen. Die hatte sich ihren Kopfhörer übergestülpt und sich mit Gothic-Musik zugedröhnt. Svenja war es recht. Sie hatte vorgehabt, sich eine entspannte Woche zu machen. Der Geschäftsbetrieb in der Verwaltung war ziemlich eingeschränkt, da der Geschäftsführer außer Haus war. Es gab keine Termine, es gab keine besonderen Aufgaben. Die Verwaltung lief auf Sparflamme.Svenja hatte natürlich einen Haufen zu erledigen, aber niemand würde sie dabei stören. Sie hatte auf eine entspannte Woche gehofft.Aber es war anders gekommen. In letzter Minute hatte sie nämlich einen Praktikanten vorgesetzt bekommen. Robert studierte BWL im zweiten Semester. Er war der Sohn eines Freunds und Geschäftspartners von Herrn Petri und sollte mal irgendwann das Unternehmen seines Vaters übernehmen. Und er brauchte noch dringend ein Praktikum, also war er hier untergekommen, und Svenja sollte sich nun um ihn kümmern.Svenja kannte ihn nicht, nur seinen Namen. Robert Gerstenheimer. Genau: Einer von den Gerstenheimers! Der Name war in der Stadt bekannt.Wie sollte der Sohn von so einer Millionärsfamilie schon sein? Sie konnte es sich denken. Svenja hatte hart gearbeitet, hatte sich hochgearbeitet. Ihre Eltern waren nicht reich gewesen, hatten sie nicht gefördert, ihr abends nicht vorgelesen und keine Nachhilfelehrer bezahlt. Trotzdem hatte sie es geschafft, und sie hatte sich den Erfolg selbst erarbeitet. Sie hielt also nichts von dem Millionär aufgrund von nichts als Vorurteilen.Als ihre Kollegin am Empfang Svenja anrief, um ihr mitzuteilen, dass dieser Robert Gerstenheimer da sei, war Svenjas Stimmung im Keller. Sie hatte sich diese Woche mehr oder weniger allein in der Verwaltung so schön vorgestellt. Dass sie ihre Arbeit machen könnte, vielleicht ein wenig an ihrem Konzept arbeiten könnte, das sie der Geschäftsleitung vorstellen wollte, um Arbeitsabläufe zu optimieren und profitabler zu machen. Es hätte eine schöne Woche werden können… Doch nun musste sie sich um dieses Millionärssöhnchen kümmern. Sie würde ihm alles erklären müssen, dumme Fragen beantworten müssen.Svenja war einfach nicht danach, und so empfing sie den jungen Mann mit einer fest zementierten Ablehnung. Er hatte schon alle Sympathien verspielt, bevor sie ihn auch nur kennengelernt hatte.Umso überraschter war sie, als Robert Gerstenheimer sich ihr in der Lobby vorstellte, ihr höflich die Hand gab und ein wenig zurückhaltend lächelte:„Robert, schön Sie kennenzulernen.“, stellte er sich vor, obwohl sie ihm ihren Nachnamen genannt hatte. Eine etwas komische Situation, dass er sie siezte und sie ihn duzte. Er war ungefähr im gleichen Alter wie sie. Er war blond, ein wenig größer als sie, aber nicht viel, schlank. Sie konnte nicht sagen, ob er sportlich war. Er trug eine normale Jeans, Turnschuhe, ein Hemd und ein einfaches Sakko. Leger, aber mit einem Hauch von Seriosität, ohne die Förmlichkeit zu übertreiben. Ein kurzer Blick auf den Parkplatz verriet ihr, dass das einzige Auto, das Svenja nicht kannte, ein einfacher Opel war. Kein Porsche eines verzogenen Millionärssöhnchens. Er stellte sich ihr vor und bedankte sich bei Svenja dafür, dass man seine Bewerbung um einen Praktikumsplatz berücksichtigt hatte. „Ich bin erst gerade von einem anderen Praktikum nach Deutschland zurückgekehrt und habe jetzt erfahren, dass meine Uni das nicht anerkennt.“Erst später erfuhr sie, dass er dieses andere Praktikum in China absolviert hatte. Aber da hatte sie ihre Meinung über ihn schon geändert. „Kein Problem, das machen wir doch gerne!“, log Svenja. „Wir nehmen immer gerne Praktikanten und geben ihnen einen Einblick in unser Unternehmen! Wir sehen das als unsere Verantwortung, den Nachwuchs zu fördern. Vor dem Hintergrund des Facharbeitermangels ist es wichtig, sich um neue Talente zu kümmern. Vielleicht haben wir mit Ihnen ja einen neuen Mitarbeiter in ein paar Jahren!“Sie klang kühl und professionell. „Wer weiß?“, antwortete er ähnlich unverbindlich. „Man erwartet von mir wohl, dass ich die Familienehre weiterführen soll. Die Firma übernehmen und so. Gerstenheimer eben. Haben Sie vielleicht schon mal gehört.“ Er zuckte entschuldigend mit den Schultern, als wäre es ihm peinlich, und Svenja fand das sympathisch. „Aber ich bin mir noch nicht so sicher, ob das das Richtige für mich ist.“„Warum nicht?“ Es war eine Frage aus echtem Interesse.„Naja, es ist relativ einfach, sich in ein gemachtes Nest zu setzen. Ich will ja nicht nur der Sohn sein, der alles erbt. Wäre ja irgendwie interessant zu wissen, ob ich das auch selbst hinbekommen könnte. Erfolgreich zu sein, meine ich.“„Das sollte man zumindest mal versuchen. Aber so ein gemachtes Nest kann ja auch ganz kuschelig warm sein.“, meinte Svenja und beide lachten. „Wenn ich das richtig sehe, dauert dein Praktikum eine Woche.“„Eine Woche. So sieht es aus. Da kann man wahrscheinlich nicht viel lernen, aber die Uni will zumindest eine Woche.“„Gibt es irgendwas, das sich besonders interessiert, an unserem Unternehmen meine ich?“Er dachte nach. „Eigentlich alles. Mich interessiert eigentlich alles.“„Alles? Das klingt aber sehr vage.“Er verstand wohl, was Svenja andeutete und reagierte entsprechend:„Sorry, das sollte nicht uninteressiert rüberkommen. Mich interessieren alle Abläufe. So genau kenne ich kein produzierendes Unternehmen. Mich würde einfach alles interessieren. Ich will Ihnen aber auch nicht zur Last fallen und Sie von der Arbeit abhalten. Zur Not tackere ich auch Aufträge zusammen. Wenn ich irgendwie produktiv sein kann.“Dafür haben wir schon jemanden, dachte Svenja.„Wie wäre es mit einer Betriebsbesichtigung, und dann sehen wir weiter?“„Das fände ich gut.“„Na dann!“Die Betriebsbesichtigung dauerte ungefähr doppelt so lang wie die mit Schülern, die Svenja auch schon das ein oder andere Mal durch das Unternehmen geführt hatte, und die sich nur dem Ende der Führung entgegen sehnten. Aber Robert hatte einen Haufen Fragen. Einige gute, einige kamen Svenja etwas naiv vor. Aber sie beantwortete alle geduldig und akzeptierte, dass Robert noch nicht so wahnsinnig viel Erfahrung hatte.Manchmal äußerte er Haltungen, die ein wenig verstaubt und altmodisch herüberkamen. Svenja dachte sich zunächst aber nichts dabei. Es war ein nettes Gespräch. Robert war überaus höflich, er hielt ihr die Tür auf, was Svenja als seltsam empfand, denn in der Produktion ging es sehr viel rustikaler zu. Da flogen schon mal die Beleidigungen, und auch Svenja hatte sich schon ein paar derbe Sprüche anhören müssen. Svenja hatte eigentlich ihre Vorurteile über Robert längst abgelegt. Es tat ihr ein wenig Leid, dass sie ihm so negativ begegnet war, bevor sie ihn kennengelernt hatte. Er war ihr nun durchaus sympathisch.Aber dann sagte er etwas, das sie nicht gut hören konnte und alles zurückwarf. Sie waren in Svenjas Büro zurückgekehrt.„Warum haben Sie so viele Frauen hier?“Svenja verstand die Frage nicht.„Mir ist aufgefallen, dass in der Verwaltung fast nur Frauen sind.“„Drei sind es. Ja und?“„Naja, das ist nicht sonderlich klug, wie mir scheint.“„Wieso ist das nicht klug?“„In der Verwaltung hat man doch viel mit Verhandlungen zu tun, und Frauen sind nachgewiesenermaßen nicht sehr gut in Verhandlungen.“„Ist das so?“Svenjas Stimme klang nun kalt. Da hatte er aber einen wunden Punkt getroffen. Robert erkannte sofort, dass er auf dünnem Eis stand, aber statt zurück zu rudern, einen flotten Spruch zu machen und das alles wegzulachen, wollte er das Thema noch nicht gleich fallen lassen.„Das sind leider Fakten. Ich habe letztens noch eine Studie gelesen, die besagt, dass Frauen im Schnitt dreizehn Prozent schlechter in Preisverhandlungen sind. Frauen sind einfach nicht so aggressiv und mutig wie Männer. Stellen Sie sich vor, wie viel das ein Unternehmen kosten kann, wenn Geschäftsabschlüsse jedes Mal dreizehn Prozent schlechter ausfallen.“ Er zuckte mit den Schultern. „So ist das einfach. Fakten. Man sollte in den wichtigen Prozessen einfach besser Männer einsetzen. Ich meine, Frauen haben viele andere Vorzüge, aber eben nicht gerade Verhandlungen.“ Svenja wusste gar nicht, wo sie anfangen sollte. Woher kam eine solch altmodische Haltung? Jede Faser ihres Körpers störte sich an dieser Einstellung. Wie konnte jemand einerseits so nett sein, dann aber im nächsten Moment so einen Bullshit erzählen?Svenja fiel dazu nichts ein. Aber da war ja noch jemand anderes. Svenja dachte an Elaine. Nach dieser Nacht mit Dustin hatte sich Svenja manches Mal zurück erinnert. Es war ihr in den nächsten Tagen unglaublich erschienen, wie mutig sie gewesen war. Svenja hatte sich gar nicht vorstellen können, wie verwegen sie sich gegeben hatte. In manch einsamer Stunde hatte sie den Abend noch einmal an sich vorbeiziehen lassen, während ihre Hände langsam unter der Bettdecke verschwunden waren. Sie hatte nicht versucht, noch einmal so etwas zu erleben. Sie hätte einfach zurückkehren können in den Club und Dustin noch einmal in den Park mitnehmen können. Aber sie wollte sich ihn nicht ans Bein binden. Vor allem aber hatte sie Angst vor ihrer eigenen Courage. Sie war sich nicht sicher, ob sie sich nicht schrecklich blamieren würde, wenn sie noch einmal als Elaine auftreten würde. Das war nicht sie. Das war jemand anders. So war das alles bei einer netten Erinnerung geblieben, obwohl es ihr Spaß bereitet hatte.Aber in diesem Moment war Elaine plötzlich wieder da. Und es ging nicht um irgendwas Sexuelles. Sie war auf der Arbeit, und Svenja ging es darum, Robert eine Lektion zu erteilen. „Du glaubst, dass Frauen Männern unterlegen sind?“„Bei Verhandlungen. In erster Linie bei Verhandlungen. Frauen verdienen immer noch im Schnitt weniger als Männer für die gleiche Arbeit. Sie sind einfach nicht so gut darin, ihr Gehalt auszuverhandeln. Das ist statistisch erwiesen. Ich habe mir das nicht ausgedacht. Ich finde das auch nicht gut, aber… so ist es eben…“ Er war sichtlich in der Defensive, hatte mittlerweile selbst erkannt, dass er vermintes Gelände betreten hatte. Svenja sah ihn eisig an. Aber sie war nicht mehr Svenja. Sie fühlte sich wie Elaine. Sie stand langsam auf, ließ aber ihren Blick nicht von Robert. Sie schritt um ihren Schreibtisch und baute sich vor ihm auf. Robert saß zurückgelehnt in seinem Stuhl, aber war längst nicht mehr entspannt. Seine Hände klammerten sich um die Lehne, und er schien den Atem anzuhalten. Sein Blick war nun unsicher auf sie gerichtet. „Ich… ich meine ja nur.“, stammelte er. All das saugte Svenja in sich auf, und es machte sie stärker. Sie spürte, wie die Kälte ihres Blickes sich in Roberts Körper breit machte und ihn einfror. „Das sind ja interessante Ansichten!“, sagte sie, machte aber direkt eine dramatische Pause, in der sie zusah, wie sein Adamsapfel sich langsam hob und wieder senkte, als er schluckte.„Jetzt erkläre ich dir mal meine Ansichten, was Männer und Frauen auf der Arbeit betrifft.“Wieder eine Pause, diesmal eine lange. Robert konnte seinen Blick nicht von ihr nehmen und nickte schließlich.„Frauen sind Männern nicht unterlegen! In keiner Weise. Klar? Männer mögen ja aggressiv sein und mutig und Risiken eingehen und tolle Geschäftsabschlüsse machen. Aber oft genug denken sie nicht nach. Sie lassen sich von allem möglichen Quatsch beeinflussen. Sie sind Machos und eitel und oft genug Idioten. Man kann sie ganz einfach manipulieren, und sie sind Frauen definitiv unterlegen, weil das Ding zwischen ihren Beinen ihnen ständig im Weg ist! Männer sind nicht besser als Frauen.“Das war nun definitiv Elaine, die das sagte. Svenja sah ihn mit funkelnden Augen an und setzte dann mit kühler, aber etwas weniger aggressiver Stimme fort:„Ich werde es dir beweisen! Ich habe bemerkt, wie du mich die ganze Zeit angeschaut hast, wenn du glaubst, dass ich es nicht sehe.“Das war nicht richtig. Pure Spekulation. Sie hatte vielleicht einmal gesehen, wie er sie betrachtete, aber das bedeutete ja nichts. Aber Svenja pokerte ein wenig und unterstellte es Robert einfach.„Das habe ich ganz bestimmt nicht!“, verteidigte er sich ungelenk. „Wenn das so rübergekommen ist, dann tut es mir leid! Ich wollte Sie nicht angaffen!“„Na also, da hast du es ja schon zugegeben!“„Was? Nein! Habe ich nicht.“„Du hast doch gerade wortwörtlich gesagt, dass du mich nicht angaffen wolltest.“„Ja, aber das war anders gemeint!“„Sicher war es das! Ich zeige dir jetzt, wie irrational Männer handeln. Wie viel irrationaler Männer handeln als Frauen.“„O-okay.“ Er nickte vorsichtig. „Offensichtlich willst du was von mir. Ich gefalle dir! Also machen wir einen Deal. Wenn du hier vor mir auf die Knie fällst, dann kriegst du eine Belohnung. Ich sag dir nicht, was es ist. Aber ich verspreche dir, dass es etwas ist, was du dir wünschst.“ „Was?“„Du hast mich verstanden. Du musst nur vor mir auf die Knie gehen, und dann sehen wir weiter.“Stille senkte sich über den Raum. Sie sah ihn erwartungsvoll an. Er sah sie entsetzt an. Svenja atmete ruhig in die Stille hinein. Die Spannung war zum Zerreißen. Sie hatte es definitiv zu weit getrieben.Er würde sich aufrichten, die Spannung wie ein Stück dünnen Papiers zerreißen und sie auslachen. Er würde aufstehen und mit einem lässigen Satz ihr Experiment zum Explodieren bringen. ‚Sie sind ja wahnsinnig. Ich glaube, Sie überschätzen Ihre Attraktivität gerade. Ihr peinliches Verhalten ist eine Schande für alle Geschäftsfrauen.‘ Das würde er sagen. Je länger sie nachdachte, desto dümmer erschien ihr Elaines Idee. Sie sollte grinsen, auf ihn zugehen, ihre Hand auf seine Schulter legen und es weglachen mit einem lässigen Kommentar wie: „War nur ein Scherz, nimm‘s mir nicht übel!“Aber sie tat es nicht. Elaine war immer noch da. Die spannte ihre Muskeln an und stellte sich breitbeinig vor Robert. Sie schaute auf ihn herab, während er in seinem Stuhl herumrutschte. Bevor Robert handelte, vielleicht sogar, bevor er sich überhaupt selbst entschieden hatte, sah sie es an seiner Körpersprache. Er sackte unbewusst immer mehr in seinen Stuhl, machte sich kleiner, kramte seinen Mut zusammen. Es wurde immer deutlicher, dass sie einen Nerv getroffen hatte. Er wollte es. Er rang mit sich, kämpfte um den Mut, ihr zu gehorchen. Und dann tat er es! Er rutschte aus seinem Stuhl und ging vor ihr auf die Knie.Sie hatte es geschafft! Sie hatte ihn bezwungen. Svenja hatte zwar keine Ahnung, wohin das führen sollte und was sie ihm versprechen konnte, aber sie hatte ihn schon einmal auf den Knien. Sie hielt seinen Blick die ganze Zeit über gefangen. Es war eine unglaubliche Erleichterung, dass er ihr gehorchte, dass er sie nicht wie eine Idiotin dastehen ließ, dass er ihr wirklich gehorchte. Sie blieb in ihrer Pose mit ihren breit gestellten Beinen und der vorgeschobenen Hüfte, die ihre ganze Stärke demonstrieren sollte. Sie machte ihm keinen Platz, und so kam er ihr ziemlich nah und war nun nur wenige Zentimeter von ihr entfernt.Seinen Kopf musste er weit in den Nacken legen, um sie weiterhin ansehen zu können. Nach kurzer Zeit würde diese Pose ihm Schmerzen bereiten. Aber das war nicht Svenjas Problem. Es war seines.Dies musste der erotischste Moment sein, der sich jemals in diesem Büro, in diesem Unternehmen, in irgendeinem Büro dieser Welt abgespielt hatte! Er kniete so nah vor ihr, dass sie glaubte, seinen Herzschlag zu hören. Aber vielleicht war es nur ihr eigener Puls in ihrem Körper. Sie hatte da etwas Sinnliches gestartet.Sie roch sein Deo, und sie glaubte sein Adrenalin, seine Erwartungen riechen zu können. Svenja genoss den Augenblick. Ihr Brustkorb hob und henkte sich. Wie er dort vor ihr kniete und zu ihr aufsah, sah Robert es sicherlich auch. Was für ein Moment!Er hatte den ersten Schritt gemacht, nun musste sie handeln. Sie brauchte nicht mehr viel Mut. Ihre rechte Hand bewegte sich nach vorne, griff sein Kinn. Sie drückte seinen Kopf noch etwas weiter in den Nacken. Er ließ es geschehen. Sie musste nur wenig Druck ausüben und spürte, wie sein Körper versuchte, ihrer Handbewegung nachzugeben.Mit ihrem Zeigefinger fuhr sie die Linien seines Kinns nach, dann seinen Hals hinunter. Als sie an seinem Adamsapfel ankam, spürte sie sein Schlucken. Mit der Spitze ihres Zeigefingers drückte sie gegen seinen Adamsapfel. Sein Körper versteifte sich, aber er ließ es geschehen. Ihr Finger fuhr weiter seinen Hals hinunter, und mit ihrem Fingernagel drückte sie in die kleine Mulde zwischen seinen Schlüsselbeinen. Sie beließ ihn da, kreiste ein wenig, dann ließ sie ihre Hand fallen, als hätte sie das Interesse an ihm verloren.Natürlich hatte sie das nicht. Sie hatte gerade erst begonnen. Sie wusste nur nicht, wie es weitergehen sollte.„Siehst du?“ Svenja musste sich räuspern, ihre Stimme war belegt. „Das ist doch nicht so schwer. Fühlt sich das nicht ganz natürlich an? So vor mir zu knien?“Er nickte. Robert hatte seinen Teil des Deals eingehalten. Nun musste Svenja ihren Teil der Vereinbarung einlösen. Sie wusste nur immer noch nicht wie. Svenja fiel nichts Besseres ein, als das Spiel noch weiter zu treiben. „Du bist brav. Du magst es, zu gehorchen.“Er nickte. „Ich mag das. Wir beide könnten noch viel Spaß haben. Hier kommt mein Angebot:“Sie machte eine weitere dramatische Pause.„Ich habe dir eine Belohnung versprochen. Du warst gehorsam, also sollst du sie auch bekommen. Ich mache dir aber ein besseres Angebot. Du kannst jetzt deine Belohnung bekommen, wie ich es dir versprochen habe, und danach ist unser Spiel vorbei. Wir werden uns danach für den Rest der Woche professionell verhalten und das hier alles vergessen.“ Er nickte. „Oder?“ Er wollte ihr Angebot hören. „Oder wir spielen das Spielchen weiter. Nicht ständig, aber immer mal wieder. Du wirst mir gehorchen, was immer ich von dir verlange, und am Ende der Woche…“Svenja war vorsichtig, wie sie das Ende der Woche formulieren sollte.„…am Ende der Woche wirst du wissen, wo dein Platz ist und eine richtig dicke Belohnung bekommen.“Auch wenn dieses Angebot sehr vage war, so wusste Svenja schon vorher, dass er darauf eingehen würde. Seine Antwort kam also nicht unerwartet:„Ich möchte gerne das zweite Angebot annehmen.“„Sehr gut!“ Svenja war erleichtert. Aber ihre Freude wurde durch etwas gestört. Ein leises Geräusch. Sie drehte ihren Kopf zur Tür, die nur angelehnt gewesen war. Gerade noch sah sie, einen ausgelatschten Sportschuh verschwinden. Es war Lisas. Na toll! Genau das hatte sie vermeiden wollen. Dass jemand von ihren Spielchen etwas mitbekam. Schon in dem Park war sie fast erwischt worden. Sogar von der Polizei. Jetzt hatte ihre gelangweilte Kollegin sie erwischt. Das war vermutlich harmlos. Ärgerlich war es trotzdem.Svenja ärgerte sich, dass sie die Tür nicht geschlossen hatte. Aber all das war nicht geplant gewesen. Es war einfach so geschehen.Sie wandte sich Robert wieder zu. „Wir werden morgen mit dem Spielchen beginnen.“Ein letztes Mal berührte sie ihn mit ihrer rechten Hand, aber dieses Mal ließ sie ihren Zeigefinger sanft, fast zärtlich als eine Art Belohnung über seine Wange streichen, und ihre Stimme war immer noch kalt, aber ein wenig weicher wie frisch gefallener Schnee.„Das hast du gut gemacht. Du darfst jetzt aufstehen. Ich muss noch arbeiten und würde es begrüßen, dabei ungestört zu sein.“Svenja glaubte, so etwas wie Enttäuschung in seinen Augen zu sehen.„Wir haben eine kleine Küche, da kannst du dich hinsetzen, und ich gebe dir gerne noch ein paar Informationsmaterialien über unser Unternehmen. Die solltest du studieren. Morgen werden wir eine Aufgabe für dich finden.“Er nickte. „Vielleicht schreiben wir einen Test darüber.“Es war als kleiner Scherz gemeint, aber er schien das als ernste Warnung zu verstehen und nickte.„Okay, damit wäre das geklärt. Du kannst aufstehen!“Damit ließ sie ihn allein, um sich um ihr nächstes Problem zu kümmern: Lisa.Ein Blick verriet Svenja, dass sie nicht an ihrem Arbeitsplatz war. Sie fand sie in der Kaffeeküche, wo sie sich einen Tee machte. Sie hatte die Kopfhörer auf, Svenja konnte das leise Scheppern der Musik hören. Sie bewegte sich in Lisas Blickfeld. Diese sah sie an und zog die Kopfhörer von ihren Ohren.„Ist irgendwas?“, fragte sie mit gelangweilter Stimme.„Nein, alles in Ordnung.“, meinte Svenja. „Ich wollte nur wissen, wie es mit der Archivierung läuft.“„Gut. Ich meine, scheißlangweilig und sinnlos… aber gut. Es geht voran.“„Schön.“Svenja kam sich albern vor, dass sie beide so um das eigentliche Thema herumtanzten. Aber sie konnte ja Lisa schlecht darauf ansprechen, dass sie den Praktikanten in die Knie gezwungen hatte und mit ihm während der Arbeit Sachen machte, die sicherlich nicht dem Erfolg des Unternehmens dienten. Doch dann half Lisa ihr. Sie sah Svenja an, ohne eine Miene zu verziehen, während sie den Teebeutel aus der Tasse fischte, und sagte:„Alles ist in Ordnung, …Chefin.“ Sie sah Svenja an. „Du bist in dieser Woche die Chefin, du entscheidest, was hier läuft. Also machen alle, was du sagst. Ich meine mit der Archivierung… und so.“Dann setzte sie ihren Kopfhörer auf, nahm ihre Tasse und ließ Svenja in der Kaffeeküche stehen. Das war wohl ein deutliches Signal gewesen. Svenja interpretierte es als Zeichen dafür, dass Lisa sie nicht verraten würde. Vielleicht dachte Lisa, dass Svenja nun kein Recht mehr hätte, Lisa Vorwürfe zu machen wegen ihrer geringen Arbeitsmoral. Aber Svenja sah es ohnehin nicht als ihre vordringlichste Aufgabe, Lisa zur Arbeit zu animieren.Svenja strich Lisa aus ihren Gedanken und von der Problemliste.+ + + Es gab so viel zu bedenken. Klamotten natürlich. Sie konnte nicht in Jeans und Turnschuhen auf der Arbeit auftauchen. Es war bequem und eigentlich die Woche, in der es niemanden kümmerte, wie man sich benahm oder anzog. Selbst Lisa, der es vollkommen egal zu sein schien, was man von ihr hielt, ließ sich noch mehr gehen als sonst schon, wenn das überhaupt möglich war.Aber Svenja war doch ein wenig eitler und machte sich Gedanken, wie sie so ankam. Sie nahm das graue Business-Kostüm aus ihrem Kleiderschrank, das sie nur zu wichtigen Anlässen trug. Das letzte Mal hatte sie es bei einem wichtigen Geschäftstreffen getragen. Und davor bei ihrem Vorstellungsgespräch. Sie ging ihre Lippenstifte durch und versuchte sich für einen zu enterscheiden. Svenja wollte ein wenig sexy wirken, aber es auch nicht übertreiben. Es sollte nicht so aussehen, als wollte sie sich an Robert ranmachen. Sie wollte ihm schon etwas bakırköy escort bieten, aber auch nicht übertrieben wirken.Sie hatte eigentlich vor gehabt, sich so viele Spielchen für Robert zu überlegen. Stattdessen wurde sie von ihrer Eitelkeit ausgetrickst und verbrachte mehr Zeit als geplant vor dem Spiegel, stolzierte in ihren höchsten Pumps herum und probierte das provokanteste Makeup mit den rotesten Lippen und dem dunkelsten Cajal. All die Sachen, die sie sich mal gekauft hatte, wenn sie sexy sein wollte, sich dann aber nie traute zu tragen.Dabei wollte sie eigentlich gar nichts von Robert. Sie wollte ihn nicht rumkriegen. Es ging ihr nur um sie selbst. Sie fühlte sich gut, sie fühlte sich weiblich und irgendwie natürlich.Am nächsten Morgen warf sie dann trotzdem alles über den Haufen, entschied sich für etwas Dezentes. Es blieb nur der Rock und eine Bluse.Es war wirklich dezent, und niemandem fiel etwas auf, niemand kommentierte ihre Kleidung. Bis auf Lisa, die sie einen winzigen Moment länger als sonst ansah. Aber Svenja hatte sich damit abgefunden, dass Lisa ihr Geheimnis kannte, und es störte sie nicht. Als Robert in ihr Büro kam, konnte Svenja seine Erwartung spüren, und auch sie fühlte ein Kribbeln im Bauch. „Guten Morgen“, begrüßte er sie, spielte aber die gleiche entspannte Haltung wie am Tag zuvor. Er klang nicht sehr unterwürfig, sondern benahm sich fast, als hätte ihr kleiner Machtkampf am Tag zuvor nie stattgefunden. Vielleicht hatte er nachgedacht, Mut gesammelt und war zu dem Ergebnis gekommen, dass er sich doch nicht vor einer Frau erniedrigen wollte. Aber Svenja merkte an winzigen Merkmalen seiner Körpersprache, dass er seine Selbstsicherheit nur vorspielte, und vermutlich auch gar nicht so selbstsicher sein wollte. Noch ein kleiner Machtkampf. Wie niedlich, dachte Svenja. Dabei wäre es doch viel einfacher, wenn er es einfach akzeptieren würde, dass sie die Hosen anhatte. Dabei mochte sie seine Haltung eigentlich. Seine entspannte Selbstsicherheit. Auch wenn sie nur gespielt war. Aber es war Svenjas Mission, ihm das auszutreiben. Er hatte es so gewollt, und sie brachte ihn mit einer ziemlich einfachen Reaktion aus dem Konzept:Svenja ignorierte ihn einfach, ließ ihn mitten in dem kleinen Raum stehen, während sie an ihrem Rechner arbeitete oder zumindest so tat als ob. Denn sie konnte sich nur schwer auf ihre Mails konzentrieren, sondern zählte die Sekunden, in denen er zunehmend unsicherer dort im Raum stand. Sie konnte spüren, wie sein Selbstbewusstsein ihn verließ. Mit jeder Sekunde, die sie ihn da stehen ließ. Wie ein Ballon, der langsam seine Luft verliert.Svenja musste sich zwingen, auf den Bildschirm zu schauen. Nur aus den Augenwinkeln, denn offiziell ignorierte sie ihn ja, konnte sie beobachten, wie er sein Gewicht von einem Bein auf das andere verlagerte und darüber nachdachte, was er tun sollte, und sich fragte, ob er vielleicht etwas falsch machte oder gehen sollte. Aber er war nun in dem Spiel, und da konnte er nicht einfach gehen.Sekunde um Sekunde wurde es unangenehmer für Robert, seine Körpersprache sagte alles. Svenja hatte sich vorgenommen, erst all ihre E-Mails zu lesen und ihn so lange mitten im Raum stehenzulassen. Aber Robert begann nun selbst zu handeln. Seine Phantasie ging wohl mit ihm durch. Svenja hatte noch drei Mails zu lesen, als Robert es wohl nicht mehr ertragen konnte. Wortlos kniete er sich auf den Boden und verharrte dort regungslos.Svenja hatte gewonnen. Sie hatte ihn niedergerungen. In die Knie gezwungen. Ohne etwas sagen oder tun zu müssen. Sie hob einmal ihren Blick, sah ihn an, ließ sich aber nicht anmerken, ob sie sein Verhalten guthieß oder nicht. Stattdessen widmete sie sich wieder ihren Mails und ignorierte ihn noch eine weitere Minute. Aber auch für Svenja wurde es komplizierter. Da war diese Euphorie in ihr, dass Robert sich vor ihr erniedrigte, nur weil sie ihn ein wenig warten ließ.Solch ein Rausch schon am frühen Morgen in ihrem langweiligen Büro! Von der Produktion draußen dröhnte ein Scheppern zu ihnen herauf. Sie kannte das Geräusch. Ein Stapler, der zu stürmisch eine Palette aufnehmen wollte. Einer der Arbeiter machte das ständig. Und wie auf Kommando folgte das Fluchen seines Vorarbeiters.„Pass doch auf, du blinder Schwachkopf! Mach das noch einmal! Noch einmal!“Sie hatte es schon dutzende Mal gehört. Eine leere Drohung. Noch nie war etwas passiert, und der Mitarbeiter war schon hundertmal in die Paletten gerauscht. Es ging rau zu in der Produktion. In Svenjas Büro liefen die Dinge subtiler ab. Da reichte es, den Gegner zu ignorieren. Wenn die da unten wüssten, was hier gerade passierte! Svenja stand schließlich auf, schritt langsam um ihren Schreibtisch und baute sich vor Robert auf. Sie stellte sich sehr nah vor ihn, dass er wieder seinen Kopf in den Nacken strecken musste, um ihr ins Gesicht zu sehen. Sie schob ihre Hüfte etwas nach vorne, strich einmal über ihren Rock und stemmte dann ihre Hände in die Hüften. Ihre Beine waren schulterbreit auseinander gestellt. Es war eine Position der Macht.So stand sie vor ihm, einen weiteren langen Augenblick, in dem sie sich ihrer Weiblichkeit bewusst wurde. Sie war nun froh, den Rock zu tragen, der ihre Hüften betonte und sie fraulicher machte. Svenja stand Robert so nahe, dass sie sich sicher war, dass er ihr Parfum riechen konnte. Sie wollte ihm dieses winzige Geschenk der Nähe und Intimität gönnen. Svenja hoffte, dass er zu schätzen wusste, was sie für ihn tat. Aber sie tat es eigentlich nicht für Robert, sie tat es für sich selbst. Es war ihr Ding. Sie hatte die Kontrolle und bestimmte, wie weit es ging.Sie saugte den Augenblick in sich auf und musste sich ein wenig zusammenreißen, ihren Enthusiasmus nicht zu zeigen. Also schaute sie weiter ausdruckslos auf Robert herab. Schließlich sagte sie mit kühler Stimme:„Das hier ist nur zwischen uns. Was immer hier passiert, passiert nur zwischen uns beiden: Niemand erfährt davon. Du erzählst es niemandem, du machst nicht einmal eine Andeutung. Nicht mal deinem bestem Freund, und das hier wird auch keine Anekdote nach ein paar Bier zu viel. Verstanden?“Er nickte: „Ja, habe ich verstanden.“„Und noch eins. Wenn wir hier allein sind, dann bin ich für dich Elaine.“Sie sah, dass er nachdachte. „Habe ich auch verstanden, Miss Elaine.“Miss Elaine? Das klang irgendwie komisch. War sie jetzt Engländerin geworden? Aber nun war es so. Jetzt war sie Miss Elaine. Svenja überlegte, ob sie noch eine Drohung aussprechen sollte. Aber wie der Vorarbeiter über seinen Untergebenen hatte sie nichts in der Hand gegen Robert. Sie hatte kein Interesse an Erpressungen, aber etwas gegen ihn in der Hand zu haben, könnte ihr Spielchen interessanter machen.„Gut“, sagte sie. „Du wirst heute arbeiten. Du wirst heute lernen, wie es ist, in der Verwaltung zu arbeiten. Ich habe ein paar Aufgaben für dich. Die wirst du gewissenhaft erledigen. Wie ein Auszubildender. Komm mit.“Sie ging so nah an ihm vorbei, dass sie ihn mit ihrer Hüfte kurz an seiner Schulter berührte. Es war ein Zeichen dafür, wie wenig sie auf ihn achtete, aber auch noch ein winziges Zeichen der Nähe. Svenja wartete an der Tür, bis Robert aufgestanden war, dann ging sie voran in die kleine Kaffeeküche.„Das erste, was man als Auszubildender lernt, ist Kaffee zu kochen. Man fängt ganz unten an und arbeitet sich dann langsam hoch. Also kochst du mir jetzt einen schönen Kaffee. Nicht zu stark, nicht zu wässrig. Genau richtig. Okay?“Er nickte. Svenja hatte das Gefühl, dass Robert ein wenig enttäuscht war, und in der Tat war das nicht die spannendste Aufgabe der Welt. Aber sie war ja nun auch nicht die Domina, die er dafür bezahlte, dass sie sich was für ihn einfallen ließ. Sie wollte ihn schon in der Kaffeeküche stehen lassen und wieder in ihr Büro gehen, als Lisa hereinkam. Svenja nahm zwar zur Kenntnis, dass sie zwanzig Minuten zu spät war, aber sie war gewillt, das zu ignorieren. Schließlich hielt sich Svenja in diesem Moment auch nicht gerade an alle Regeln. Leben und leben lassen. „Ach, Lisa! Guten Morgen.“ Einen kleinen Seitenhieb konnte Svenja sich dennoch nicht verkneifen: „Schön dich zu sehen.“ Lisa ließ sich nichts anmerken. Sie nahm die Kopfhörer aus den Ohren und nickte nur.„Das hier ist Robert Gerstenheimer. Er absolviert bei uns ein Praktikum und wird uns in dieser Woche behilflich sein.“ „Uns?“Robert fiel nichts auf, aber Svenja hatte die kleine Spitze in Lisas Stimme mitbekommen. Svenja reagierte mit einer ebenso subtilen Spitze, die in die Richtung Lisas mangelndem Enthusiasmus für ihren Arbeitgeber ging.„Ja, uns. Dem Unternehmen. Uns.“„Ah okay. Sorry. Ich hätte da eine Aufgabe für ihn.“ Sie spielte auf ihre Strafarbeit an, aber Svenja hatte kein Interesse, Robert mit ihr zu teilen. Sie würde Robert sicherlich nicht neben Lisa setzen. Sollte die sich doch ihr eigenes Spielzeug suchen!„Vielleicht komme ich darauf zurück“, antwortete Svenja knapp.„Klar. Kein Thema.“ Jetzt klang Lisas Stimme wieder ausdruckslos und desinteressiert wie immer. Sie sah Svenja noch einen Augenblick an, als erwarte sie noch etwas, dann setzte sie sich die Stöpsel wieder in die Ohren und meinte: „Ich geh dann mal an meine spannende Arbeit.“ Und nach einer kurzen Pause: „Viel Spaß noch ihr beiden!“ Sie war verschwunden, bevor Svenja reagieren konnte. Lisa ging ihr ein wenig auf die Nerven. Aber so war sie nun mal. Man konnte sie für ihre Art lieben oder es eben lassen. Robert stand derweil da und wusste nicht, was gerade vor sich gegangen war. Es machte nichts. Svenja ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Sie sah ihn an und hatte immer noch dieses Gefühl der Macht, dass sie mit ihm machen konnte, was sie wollte. Sie konnte ihn ignorieren und einfach stehen lassen, und er würde geduldig warten, weil er von dieser ganzen Sache etwas erwartete. Sie spürte auch, dass ihm das Ganze unheimlich war. Er wusste nicht, was ihn erwartete oder wie viel er riskierte. Es war so eine Mischung aus Sehnsucht und Angst. Wie man sich Horrorfilme ansieht, eigentlich Angst hat, aber doch mehr will.Svenja wusste nicht, ob sie seinen Erwartungen gerecht werden konnte. Sie wollte es, war sogar ein wenig neidisch auf diese seltsame Mixtur an Gefühlen, die da in ihm brodeln musste. Svenja wollte auch so etwas haben. Stattdessen spürte sie die Last seiner Erwartungen. Sie wollte ihn ja nicht enttäuschen. Svenja wies Robert an, dass sie ihren Kaffee in genau einer Stunde haben wollte. Damit ließ sie ihn allein und ging in ihr Büro, wo sie sich erst widerwillig, dann aber doch ernsthaft ihrer Arbeit widmete. Schließlich kam Robert mit dem Kaffee. Er hatte ein Tablet aufgetrieben, auf dem ein Kaffeebecher stand, eine Schüssel mit Zuckerwürfeln, die er zu einer kleinen Pyramide aufgetürmt hatte und eine Dose mit Kondensmilch. Er hatte sich Mühe gegeben. Er konnte ja nicht wissen, wie sie ihren Kaffee mochte. Svenja ignorierte ihn jedoch wieder, ließ ihn in der Mitte des Raums stehen. Schließlich winkte sie ihn mit einem winzigen Zucken ihres Zeigefingers zu sich, und mit dem gleichen Finger bedeutete sie ihm, das Tablett auf ihrem Schreibtisch abzustellen. „Milch“.Sie hatte ihn immer noch keines Blickes gewürdigt, beobachtete aber aus ihren Augenwinkeln, wie er ihr die Kondensmilch eingoss und dann mit einem Löffel umrührte.Sie ließ ihn noch eine Weile hängen, dann nahm sie schließlich einen Schluck. Der Kaffee war okay. Sie stand nicht auf Filterkaffee, aber dieser war in Ordnung. Aber das war nicht in ihrem Sinne, und deshalb verzog sie angewidert ihre Miene.„Was ist das denn für eine Plörre?“Das Entsetzen stand in seinen Augen, und er machte einen Schritt zurück.„Das ist Abwaschwasser!“ Sie stand auf und machte ihm eine Szene. „Ich dachte, du wolltest dich anstrengen. Zumindest ein bisschen bemühen! Stattdessen rührst du hier so eine Jauche zusammen! Du tickst wohl nicht richtig!“Immer noch mit der Tasse in der Hand ging sie auf ihn zu. Er wich zurück vor ihr wie vor einem anrückenden Tsunami.„Auf die Knie!“, bellte sie ihn an, und Robert schien durch die Kraft ihrer Stimme auf den Boden zu sinken. Er war so überrascht, dass er nicht einordnen konnte, ob sie noch ihr Spielchen spielten oder ob das jetzt ernst war. Sie sah es ihm an.„Das Zeug trinke ich nicht. Das gehört in den Ausguss. Das kannst du trinken!“Sie packte sein Kinn, beugte seinen Kopf in den Nacken, presste mit ihrem Daumen und Zeigefinger seine Kiefer auseinander und kippte ihm den Kaffee langsam in den Mund. Er verschluckte sich, hustete, aber ließ es geschehen.„Sieh mich an!“, herrschte sie ihn an. Sie sah die Angst in seinen Augen, aber auch die Erregung. Er mochte es. Er wollte so behandelt werden. Er wollte sich von ihr erniedrigen lassen! Es war unglaublich.Svenja fühlte sich begehrenswert. Es war so neu für sie, dass jemand für sie so empfand, weil sie sich wie ein Miststück verhielt. Nicht, dass sie das häufiger tat. Es war eine neue Erfahrung für sie.Trotzdem hatte sie ein schlechtes Gewissen, denn sie hatte ihn verunsichert. Svenja beschloss, ihn ein wenig zu belohnen für seine Duldsamkeit. Unter dem Vorwand, ihre Macht über ihn noch zu verstärken, kam sie näher, stellte ein Bein zwischen seine Schenkel und presste ihren Schenkel an seinen Oberkörper. Noch eine Berührung. Nicht von Haut zu Haut, aber immerhin. Sie presste seinen Kopf an ihre Hüfte und drückte seinen Oberkörper nach hinten. Die ganze Zeit über hielt sie seinen Blick gefangen. Sie schaute auf ihn hinab. Er starrte zu ihr hinauf. Sie waren sich so nah, dass sich ihre Blicke zwischen ihren Brüsten trafen. Sie waren sich so nah, dass sie jeder seine Bewegungen spürte, jedes Zucken seiner Muskeln. Sie spürte seine Angst, aber auch seine Erregung, und sie malte sich aus, dass auch er ihre Bewegungen spürte und verstand, was da gerade zwischen ihnen passierte.Sie hatte die Tasse abgesetzt, ein Viertel Kaffee war noch drin. Svenja hatte zu viel Spaß an diesem Spiel. Sie schüttete den letzten Rest in seinen Mund, aber das Meiste lief vorbei, dass die braune Flüssigkeit ihm das Kinn hinunter rann und von seinem Hemd aufgesogen wurde. „Pass doch auf!“, blaffte sie. „Jetzt hast du dich bekleckert! Wie so ein kleines Kind! Meine Güte! Wie kann man nur so ungeschickt sein!“ Sie trat einen Schritt zurück. „Was für eine Sauerei!“„Es ist nicht so schlimm“, antwortete Robert vorsichtig und versuchte den Kaffee mit der Hand wegzuwischen.„Nicht so schlimm? Das Hemd ist total versaut! Jetzt spiel hier bloß nicht das reiche Söhnchen, für das Geld keine Rolle spielt! So läuft es in Unternehmen nicht. Da kann man das Geld nicht einfach so zum Fenster rauswerfen! Das gute Hemd!“ Sie hatte sich wieder vor ihm aufgebaut und die Hände in die Hüften gestemmt.„Zieh das Hemd aus. Und zwar schnell! Wenn der Fleck getrocknet ist, dann kriegst du den nicht mehr raus!“„Okay.“Robert nestelte nervös an den Knöpfen. „Jetzt mach schon!“Svenja wartete ungeduldig und beobachtete ihn, was sein Unbehagen noch steigerte. Schließlich hatte er das Hemd ausgezogen und kauerte in seinem weißen T-Shirt vor ihr. „Das Shirt auch! Da sind auch Flecken drauf. Siehst du das nicht?“Er gehorchte. Es war unglaublich. Er kniete mit entblößtem Oberkörper vor ihr! Es musste so etwas wie eine geheime Kraft geben, die sie ausstrahlte, die sie über ihn hatte. Sie hatte keine Ahnung, was das war, aber sie stellte es auch nicht in Frage. Wenn er vor ihr knien wollte, sollte er das tun. Svenja musterte ihn. Robert war nicht so muskulös wie Dustin, seine Brust war blass, kein Sexsymbol. Ihr lag ein abfälliger Kommentar auf der Zunge, aber sie schluckte den hinunter. Er hatte es auch nicht verdient, dass sie so richtig persönlich wurde. Sie spielten. Das sollte ihm bewusst sein.„Du gehst jetzt in die Küche und holst Salz. Das reibst du dann unter laufendem Wasser in den Fleck und schrubbst ihn raus. Klar?“Er nickte.„Ist das klar, habe ich gefragt!“Er besann sich: „Ja, Miss Elaine.“„Dann geh! Worauf wartest du?“Er stand auf und verschwand. Svenja hatte keine Ahnung, wie man Kaffeeflecken aus Stoff bekam. Sie wusste, dass Salz bei Rotweinflecken half. Half es auch bei Kaffeeflecken? Wahrscheinlich nicht. Es war ihr egal.Svenja stand in ihrem Büro. Die Situation war vorüber, aber sie war immer noch aufgeputscht. Dieses Gefühl schwamm durch ihren Körper wie ein Rausch, und da war jetzt auch diese Wärme in ihrem Schoß. Dieses Kribbeln.Sie setzte sich an ihren Schreibtisch und presste die Hand zwischen ihre Schenkel, ließ sie dort für einige Augenblicke, genoss das Gefühl und was immer da gerade in ihrem Körper vorging. Aber dann zog sie ihre Hand doch weg. Sie konnte nicht weitergehen. Nicht in ihrem Büro. Nicht zu diesem Zeitpunkt.Jede Sekunde könnte Robert zurückkommen. Sie musste sich beherrschen. Was sie gerade erlebt hatte, beschäftigte sie. Neue Ufer waren das. Neue Erfahrungen. Sie hatte so etwas noch nie erlebt. Diesen Rausch, jemand anderes zu beherrschen. Die Möglichkeiten schienen grenzenlos.Leider war da noch ein anderes Gefühl. Nicht in ihrem Schoß, nicht in ihrem Kopf. Vielleicht in ihrem Herzen? Es war ein schlechtes Gewissen. Was sie da tat, stand im Gegensatz zu allem, was sie gelernt hatte. Wie sie es getan hatte, behandelte man Menschen nicht. Sie hatte ein mulmiges Gefühl, ob sie das Ganze vielleicht zu weit getrieben hatte. Das war ein Spiel, zumindest sollte es das sein. Aber sah er das auch noch so? Svenja war sich unsicher. Wahrscheinlich würde sie mit ihm über die Regeln sprechen müssen. Es dauerte eine Weile, bis Robert an ihre Tür klopfte. Er hatte das T-Shirt wieder angezogen, hielt aber das Hemd in der Hand.Svenja bat ihn herein ohne einen besonderen Ausdruck im Gesicht und fragte ihn ohne Schärfe:„Ist der Kaffeefleck rausgegangen?“„Einigermaßen. Ich weiß nicht, ob das mit dem Salz so viel gebracht hat. Aus dem Shirt ist er raus. Ich habe es mit dem Handtrockner wieder trocken bekommen. Bei dem Hemd ist es mir nicht gelungen, ich denke, das werde ich in die Waschmaschine geben… Miss Elaine.“„Schön“, meinte Svenja und hatte fast das Gefühl, dass sie sich entschuldigen sollte. Immerhin hatte sie die Sauerei verursacht. Aber sie ging nicht weiter darauf ein. „Lassen wir das mit der Miss Elaine mal gerade. Wir sollten uns mal unterhalten. Setz dich doch bitte.“Sie lächelte und bot ihm einen Stuhl an. Robert erschien unsicher, aber er setzte sich. „Wir sollten uns mal über das hier unterhalten. Das hier zwischen uns, verstehst du?“Sie bemühte sich um eine warme und empathische Stimme, aber so richtig gelang es ihr nicht. Ihre Stimme klang ungelenk, irgendwie falsch. Sie wollte dieses Gespräch nicht, aber es war wohl notwendig. Robert nickte, sagte aber nichts.„Ich möchte nur sichergehen, dass du das richtig verstehst. Wir beide spielen hier. Wenn ich dich runtermache oder so, dann gehört das zum Spiel. Das ist nicht ernst gemeint. Ich hoffe, du verstehst das. Nur, damit wir auf einer Ebene sind. Hier so gerade… bei dem, was wir hier so tun… also spielen meine ich.“Er nickte, als wisse er noch nicht so genau, wo das Gespräch hingehen würde. Das machte es Svenja nicht einfacher. „Das hier ist eine Sache, die auf Gegenseitigkeit beruht, verstehst du? Wenn dir etwas nicht gefällt, dann musst du es sagen. Wir wollen beide was davon.“Er nickte, aber Svenja wollte eine ernsthafte Antwort.„Also?“„Was soll ich sagen? Ich finde das alles…“ Er suchte nach Worten „…großartig. Ich habe nichts auszusetzen… so etwas… Cooles… Geiles wie eben habe ich noch nie erlebt. Was soll ich sagen, das ist besser als Sex. Ich möchte mehr. Sie können mir befehlen, dass ich Ihre Schuhe lecke, und ich werde Ihnen sofort zu Füßen liegen. Befehlen Sie mir. Befehlen Sie mir noch viel mehr als jetzt! Ich tue wirklich alles, was Sie wollen!“Er schwieg und sah sie an, dann fügte er etwas hinzu:„Klang das jetzt krank oder verzweifelt? Ich wollte nicht verzweifelt klingen. Ich will auch keine Forderungen stellen. Aber ich bin wirklich verdammt dankbar für alles, was ich für Sie tun kann.“Jetzt war Svenja etwas sprachlos. Jetzt hatte sie das Gefühl, dass sie hinterher lief, dass sie mit der Situation ein wenig überfordert war. Für sie war das alles neu, aber sie hatte gedacht, dass ihre kleine Episode im Park sie zu einer Expertin gemacht hatte. Und nun hatte sie es mit einem übermotivierten Studenten zu tun, der scheinbar mehr wollte als sie. Sie versuchte sich ihre Unsicherheit nicht anmerken zu lassen und verwies auf eine der wenigen Tipps, die sie aus diesem ganzen Bereich kannte, der ihr ziemlich fremd war. „Das ist schön, dass es dir gefällt, aber wir sollten trotzdem ein Safewort ausmachen. Wenn dir irgendwas unangenehm ist, wenn du aufhören willst, dann sagst du einfach ‚rot‘. Oder besser ‚rote Ampel‘. Dann höre ich sofort auf. Denn wenn du ‚nein‘ oder ‚aufhören‘ oder so sagst, dann könnte ich das missverstehen, weil ich vielleicht glaube, dass es zu unseren Spielchen gehört, du das aber ernst meinst. Verstehst du, was ein Safewort ist?“„Natürlich.“„Das ist gut. Und wenn dich sonst etwas stört, dann sagst du es einfach und wir sprechen darüber! Klar?“ „Klar… Miss Elaine.“Klar. Warum sollte Svenja die Einzige sein, die schon von Safewörtern gehört hatte? Sie kam sich ein wenig blöd vor, dass sie ihm etwas als großartige Weisheit verkauft hatte, was scheinbar zum Allgemeinwissen gehörte. Sie überlegte, ob sie noch etwas sagen sollte, aber ihr fiel nichts ein.„Okay. Dann schauen wir mal, was wir so anstellen können mit dir!“Er sah sie an und nickte. „Gut, dann sind wir uns ja einig. Nur eins noch. Ich arbeite hier und du machst hier dein Praktikum. Dein Praktikum ist mir egal, aber ich muss arbeiten. Also erwarte nicht, dass ich dir ständig die Domina mache.“„Verstehe ich natürlich.“„Gut. Dann mache ich mich wieder an die Arbeit. Ich habe einen Job für dich, der so richtig schön unten in der Hierarchie angesiedelt ist. Da bist du ja quasi auch. Praktikanten sind perfekt dafür geeignet. Das magische Wort ist Aktenablage.“„Okay.“„Ich zeige dir, was zu tun ist. Aber bevor du damit beginnst, möchte ich, dass du auf die Toilette gehst, deine Jeans ausziehst, deine Unterhose ausziehst, deine Jeans wieder anziehst und mir deine Unterhose bringst. Dein kleiner Freund soll so richtig frei sein in der Jeans. Ich bin sicher, das wird sich anders anfühlen als sonst. Ungewohnt halt. Und genau dieses Gefühl soll ich daran erinnern, wer hier die Miss Elaine ist und wer der kleine Praktikant. Verstanden?“„Verstanden.“„Okay, dann husch, husch, mach dich mal auf den Weg!“„Okay… Miss Elaine.“Sie sah ihm an, dass er sich am liebsten vor ihr entblößt hätte. Er hätte sich gerne vor ihr erniedrigt, hätte den Unterschied ausgekostet zwischen ihrer Bekleidung und seiner Nacktheit. Er hätte gerne diesen Unterschied in der Macht zwischen ihnen gespürt, sich verletzlich gefühlt.Das hätte ihn mehr angemacht. Aber Svenja wollte morgens um 11 Uhr in ihrem Büro noch keine männlichen Geschlechtsteile sehen. Sie bestimmte das Tempo.Er brachte ihr folgsam einige Minuten später seine Shorts, die er, so gut es ging, in seiner Faust versteckt hielt, und legte ihr das Teil auf den Schreibtisch. Svenja nahm die Shorts und steckte sie in ihre Schreibtischschublade. Und nur, um den Effekt noch zu verstärken, schloss sie die Schublade ab und steckte den Schlüssel ein.„Wie fühlt es sich an?“„Ungewohnt.“Svenja starrte auf seinen Schritt, und sie glaubte zu bemerken, dass sich da etwas bewegte.„Schön. Denk dran, wem du das zu verdanken hast!“„Das werde ich. Definitiv.“Sie ließ ihn noch einen Augenblick da stehen, durchbohrte ihn mit seinen Blicken und ließ sein Ego schrumpfen, auch wenn es in seiner Hose gewaltig wuchs. Svenja erklärte ihm seine Aufgabe, und entließ ihn in einen anderen Raum, um ihre Ruhe zu haben.Der Rest des Tages verlief ganz normal. Svenja arbeitete, und Robert ging seiner sinnlosen Aufgabe nach. Sie wollte es so.Erst zum Feierabend kam das Thema noch einmal auf. „Könnte ich eventuell meine Shorts zurück haben… Miss Elaine?“„Ich finde, du solltest ohne nachhause gehen. Was hältst du davon?“„Wenn Sie meinen.“„Wenn Sie meinen?“ Sie äffte ihn ein bisschen nach. „Komische Antwort. Aber wenn du es wissen willst: Meine ich.“Er nickte. „Ich will, dass du so schön ohne Unterhose nachhause gehst. Machst du Sport? Fahrradfahren? Joggen oder so?“„Ja, ich laufe, warum?“„Warum? Wie warum? Ich habe dich was gefragt, und du antwortest. Warum gibt es für dich nicht, wenn du mit mir sprichst. Du antwortest einfach. Klar?“„Natürlich, Miss Elaine.“„Wenn du nachhause kommst, dann ziehst du deine Sportsachen an und gehst joggen. Natürlich ohne Unterhose. Und während du läufst, denkst du an mich. Und ich will, dass du dabei immer an mich denkst. Du läufst so lange, wie dein kleiner Freund aufrecht steht. Wenn du einen Kilometer schaffst, dann darfst du heute Abend an dir herumspielen. Wenn nicht, bedeutet das eine schöne kalte Dusche und kein Happy End.“Svenja hatte keine Ahnung, ob das realistisch war. Einen Kilometer mit Erektion zu joggen. Sie hatte nicht den geringsten Plan. Aber darum ging es ja auch nicht. Sie musste nur kompetent klingen, sie musste es nicht sein. Und ob er sein Happy End haben würde oder nicht, das war ihr eigentlich egal. Aber er sollte eben noch etwas zu tun haben. Robert nickte, und so entließ Svenja ihn. Am nächsten Tag berichtete er ihr von seinen Bemühungen. Er meinte, er wäre erfolgreich gewesen. Er erzählte, wie peinlich ihm das war, als er an ein paar Leuten vorbeilief und er glaubte, dass sie seinen Steifen bemerkt hatten. Svenja glaubte ihm, und sie verstand ein wenig, wie er tickte. In dieser Weise verlief der Rest der Woche. Svenja gab sich Mühe, peinliche Aufgaben für ihn zu finden, und er gehorchte ganz selbstverständlich. Es wurde ein ganz natürliches Spiel zwischen den beiden, und Svenja fand mehr Spaß daran, ihn über den Tisch zu legen und ihm spielerisch den Hintern zu versohlen, als sie geglaubt hatte.Die Woche ging vorbei und der letzte Tag rückte näher mit der versprochenen Belohnung. Sie hatte sich überlegt, wie diese versprochene Belohnung aussehen könnte. Eigentlich war jeder Tag eine Belohnung, aber es ging immer nur um ihn. Fairerweise musste sie sagen, dass nicht nur er jeden Abend sein Happy End bekam. Auch ihre Hände verschwanden abends zwischen ihren Schenkeln. Der Unterschied war, dass sie ihn das in aller Genauigkeit beschreiben ließ, während sie selbst ihre Happy Ends für sich behielt. Sie fand, ihn ging das nichts an. Aber sein letzter Tag stand nun bevor. Und der letzte Tag sollte es definitiv sein. Svenja wollte keine weiteren Verpflichtungen. Das waren Spielereien. Nicht mehr. Am Freitag hatte sie sich endlich entschieden. Robert zeigte sich enttäuscht, dass es schon vorbei sein sollte. Er hatte einige Male angedeutet, dass er das gerne weiterführen wollte, aber Svenja hatte darauf kühl reagiert. Sein Studium würde ihn ohnehin ans andere Ende des Landes führen, was Svenja ganz recht war. Der letzte Tag verlief zunächst wie die vorherigen. Svenja forderte Roberts Unterwäsche wieder ein, der gehorchte, bekam dann seine Aufgabe für den Tag. Einmal versohlte sie ihm spielerisch den Hintern, einmal ließ sie sich von ihm die Füße unter dem Schreibtisch massieren, was allerdings wenig erotisch war. Er konnte es nicht, stellte sich ungeschickt an. Es war nicht, was sie erwartet hatte, mehr ein Kneten als ein Massieren. Aber Svenja war auch nicht so an ihren Füßen interessiert, so dass sie das Ganze schnell wieder einstellte. Der letzte Tag verging schnell, und schließlich rückte der Feierabend näher. Sie würde Überstunden machen, um sicherzustellen, dass sonst niemand mehr im Unternehmen wäre. Es war 19 Uhr, als sie Robert in ihr Büro rief.„Zeit für deine Belohnung. Meinst du, dass du die verdient hast?“Er überlegte. „Ich glaube, ich habe alles getan, was ich sollte. Aber die Entscheidung liegt natürlich bei Ihnen. Ich habe nichts zu fordern.“„Nette Antwort. Dann komm mal mit.“Sie ging vor, und er folgte. Svenja war sich bewusst, wie seine Blicke auf ihr lagen, und ihre Hüften schwang sie noch ein wenig ausladender. Es war ein relativ weiter Weg, die Treppe hinunter in den Keller. Sie hatten diese Abstellkammer, in der nur ein paar alte Stühle und Schreibtische standen. Es war muffig und die Neonröhre summte so kalt, wie das Licht den fensterlosen Raum erleuchtete.Kein romantischer Ort, kein Raum für Intimität. Aber das spielte jetzt keine Rolle mehr. „Hier rein!“Sie dirigierte Robert in die Mitte des Raums. Sie war selbst gespannt, wie es ausgehen würde, als sie ihm scharf befahl:„Ausziehen!“Robert stand für einen Augenblick stumm da. Svenja konnte seinen Ausdruck nicht lesen. Sie hoffte, dass er sich nicht einfach seinen Hormonen hingab, sondern es genoss. Ein wenig Kopfkino wünschte sie ihm und nicht nur die Hoffnung auf ein bisschen Sex. Er sollte schaudern vor den Möglichkeiten, die Svenja hatte, wenn er ihr gehorchte. Er sollte sich fragen, wie entschlossen sie wäre, was sie im Sc***de führte. Er sollte das hier genießen, denn es würde eine einmalige Sache bleiben.Die wenigen Augenblicke, in denen sie sich beide reglos gegenüberstanden, waren also gefüllt mit Gedanken. Svenja hatte keinen Zweifel, dass er gehorchen würde, und in der Tat hob er schließlich seine Arme und nestelte an dem obersten Knopf seines Hemdes. Sie schauten sich dabei tief in die Augen. Er legte keinen Striptease hin, seine Bewegungen waren im Gegenteil hölzern, als würde er mit sich kämpfen, als würde eine fremde Macht seine Hand gegen seinen Willen bewegen. Oder vielleicht war es anders herum.Aber trotzdem hatte das etwas unglaublich Erotisches in Svenjas Augen. So sexy war es noch nie gewesen, einem Mann dabei zuzusehen, wie er sich auszog.Er ließ sein Hemd von den Schultern rutschen, zog dann sein T-Shirt über den Kopf und ließ auch dieses etwas linkisch auf den Boden fallen. Für einen Moment stand er da, als fragte er, ob er wirklich weitermachen sollte, aber Svenja tat nichts, um ihn aufzuhalten.Also öffnete er seinen Gürtel, seine Jeans, dann hüpfte er auf einem Bein, um Schuhe und Socken auszuziehen: Schließlich stieg er etwas ungelenk aus der Jeans und war nun nackt. Svenja nahm sich Zeit, ihn zu mustern. Sein Körper war blass und das künstliche Neonlicht ließ ihn gar bläulich erscheinen. Robert war sicherlich keine Augenweide. Aber das für Svenja auch nicht das Wichtigste. Svenja starrte etwas länger als nötig auf seine Erregung und lächelte süffisant. Robert schmolz unter ihrem Blick. Er trat verlegen auf der Stelle, versuchte seine Ehre zu bewahren, aber es sah nicht gut aus für ihn. Sie genoss seine Unsicherheit, seine Nervosität, die Ungewissheit, in der er sich befand. Sie hatte einfach dieses Gefühl der Macht, der Überlegenheit. Sie konnte mit ihm machen, was sie wollte, und er würde gehorchen. Ein neues Gefühl auch für sie, aber eines, das sie unglaublich genoss. Er war schutzlos und ihr ausgeliefert. Sie spürte die Kleider auf ihrer Haut. Sie machten seine Nacktheit noch viel beeindruckender und den Unterschied zwischen ihnen beiden noch viel offensichtlicher.Sie ließ ihn vor sich stehen, starrte auf seine Blöße und lächelte.Und Robert schmolz dahin vor ihrem Blick. Er bewegte sich unsicher auf den Beinen hin und her. Es musste seltsam für ihn sein, dass er sich so klein fühlte und das gleichzeitig so genoss. Svenja wollte den Moment noch etwas auskosten. Mit langsamen Schritten ging sie auf ihn zu. Roberts Spannung steigerte sich noch. Doch anstatt ihn anzufassen, ging sie einfach um ihn herum. Svenja stellte sich hinter ihn, so dass er nicht sehen konnte, was sie tat, ohne den Kopf zu drehen. Sie stand dort, ohne sich zu bewegen, und seine Erwartung stieg immer weiter. Aber sie tat nichts, wartete einfach. Sie musste nichts tun, seine Phantasie würde alles machen.Schließlich beugte sie sich zu seiner Schulter.Er musste ihr Parfum riechen, so nah war sie ihm. Und dann blies sie ihm sanft über die Schulter, und er war so überrascht von ihrem Atem auf seiner Haut, dass er zusammenzuckte und sich eine Gänsehaut auf seinem Rücken ausbreitete.Sie lächelte: „Schreckhaft?“Er antwortete nicht. Er sollte auch nichts sagen.All seine Angst und seine Schreckhaftigkeit bestärkte Svenja in ihrem Plan. Sie hatte sich entschieden. Sie würde es tun. Für ihn, weil er ein so süßer, unterwürfiger Praktikant war, und natürlich in erster Linie für sich.Sie hatte es sich verdient!Aber sie wollte sich nicht vor ihm entblößen. Nicht so wie er sich vor ihr. Sie wollte nicht auf einem Bein herumhopsen, um sich die Schuhe auszuziehen. Das musste er nicht sehen.„Leg dich auf den Boden!“Er sah sie an, als verstünde er nicht sofort, aber dann gehorchte er und legte sich auf den staubigen Boden. Sie stellte sich vor, dass er kalt sein musste, aber das war ihr egal.Svenja ging zur Tür, sah ihn an und schaltete das Licht aus. Sofort wurde es stockduster. Als ihre Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, nahm sie einen kleinen Lichtstreifen wahr, der durch die geschlossene Tür fiel. Das Licht gab ihr ein wenig Orientierung, aber es war nicht hell genug, irgendetwas zu beleuchten. Svenja wollte es schnell. Sie zog lediglich ihren Slip aus und raffte ihren Rock. Das musste reichen. Kein langes Liebespiel, kein Vorspiel. Schnell und simpel.Sie tastete sich vorsichtig zurück in die Mitte des Raumes, bis sie Roberts Körper berührte. Mit ihrem Fuß stupste sie ihn so lange an, bis sie seine Hüfte gefunden hatte.Sie stieg über seinen Körper und presste ihre Knöchel an seine Hüften. Sein Körper strahlte Wärme aus, und sie schmiegte ihre Beine noch etwas stärker an seinen Körper. Gerne hätte sie ihn angeschaut. Wie sie über seinem Körper stand. Sie hätte gerne auf ihn herabgesehen. Was müsste es in ihm bewirken, wenn er hoch über sich in ihre Augen schauen würde. Wenn sein Blick vorbei an ihrem Schritt und ihren Brüsten weit oben in ihre kühlen Augen blickte?Sie fühlte wieder diesen Rausch der Macht. Es machte ihr ein wenig Angst, weil es so fremd war, aber mehr noch genoss sie es, und sie spielte mit ihren Möglichkeiten. Svenja hob ihren rechten Fuß und presste ihn auf seinen Bauch. Wie man die Dicke von Eis testet, so verlagerte sie ihr Gewicht auf ihren rechten Fuß. Sie spürte seine Bauchmuskeln sich anspannen, und je mehr sie Druck ausübte, desto mehr spannte sich sein ganzer Körper an. Schließlich lag ihr gesamtes Gewicht auf dem rechten Fuß, und ihr linker Fuß schwebte in der Luft für einige Sekunden. Wieder hätte sie gerne in sein Gesicht gesehen. Sie wollte, dass er sie ansah.Sie trieb das Spiel noch etwas weiter, machte einen Schritt und drückte nun spielerisch mit ihren Zehen in die kleine Mulde an seinem Hals. Ihr großer Zeh spürte seinen Adamsapfel, und sie übte leichten Druck auf ihn aus, drückte ihn in die Luftröhre und nahm ihm die Luft. Svenja spürte, wie er schluckte, sein Adamsapfel in seinem Hals hinauf und hinab sprang. Sie fühlte seine Angst und wie sehr ihn genau diese antörnte.Es war alles spielerisch, sie brachte ihn nicht in Gefahr, er könnte es einfach beenden. Aber es war eben sein Wille, sich ihr zu ergeben, ihr diese Macht zu geben und über ihn bestimmen zu lassen. Er gab ihr die Macht, dass sie ihm den Atem rauben durfte. Was für ein Geschenk!Sie strich mit ihrem Fuß über seine Brust. Sie fand seine Hüfte wieder, positionierte sich mit beiden Beinen über ihm und sank dann auf die Knie. Ihre Hände legten sich auf seine Brust, und es war ein seltsames Gefühl, ihn anzufassen. Sie hatte die Distanz zwischen ihnen gemocht, es war fast eine Anonymität. Sie wusste wenig über ihn, und genau das hatte einen Reiz. Nun berührten ihre Hände seinen Oberkörper, und sie fühlte, dass dies Informationen waren, die sie zu verarbeiten hatte, die Robert zu etwas Bekanntem machten. Sie wollte aber gar nicht mehr über ihn wissen. Sie wollte nur dieses Gefühl der Macht, das er ihr gab. Sie wollte nur dieses Geschenk.Mit ihren Fingernägeln kratzte sie über seine Brust, und sein Körper bäumte sich auf, er stöhnte. Sie wollte es nicht hören. Er sollte machen, was er wollte. Es ging um sie. Sie fummelte aus ihrer Tasche ein Kondom. Aber bevor sie es aufreißen konnte, hatte sie es schon fallen gelassen vor lauter Aufregung. Sie fluchte lautlos, tastete auf dem staubigen Boden nach dem Präservativ. Schließlich fand sie es, riss es auf und stülpte es Robert über. Es interessierte sie nicht, wie er bestückt war. Sie wollte ihn nur benutzen. Er stöhnte unter ihrer Berührung. Svenja beugte sich zu ihm hinunter, griff an seine Kehle und zischte:„Du reißt dich jetzt am Riemen! Du reißt dich zusammen! Du kommst nicht vor mir, ist das klar?“ Er nickte. Es war ihr bewusst, dass ihre Worte wahrscheinlich den gegenteiligen Effekt hatten. Sie war sich sicher, dass sie nicht lange brauchen würde. Svenja richtete ihren Oberkörper auf. Sie führte Robert in sich ein und bewegte ihre Hüften langsam. Aber sie brauchte nicht warm zu werden. Sie war bereit. So ritt sie ihn, und er war für sie nichts anderes als ein lebender Dildo. Sie hätte ihn nicht gebraucht. Er war für sie zu einem Nichts reduziert. Und dann doch wieder nicht. Er hatte sich ihr hingegeben. Er machte das freiwillig. Er ließ sich aus freiem Willen benutzen. Niemand zwang ihn. Außer ihrer Anziehungskraft. Außer ihrer Attraktivität.Sie musste etwas haben, das Männer dazu brachte, sich zu Dildos zu reduzieren. Sie war etwas Besonderes. Diese Gedanken trieben in ihrem Kopf, bis ihre Hüften, ihre Hormone sie überwältigten und sie zu einem enormen Höhepunkt trieben. Sie keuchte, schlug mit ihrer Faust auf seine Brust und musste sich zurückhalten, dass sie nicht laut stöhnte oder gar schrie.Es war die Situation, diese ganze Situation, die sie so scharf machte.Als sie sich wieder unter Kontrolle hatte, hatte sie das Gefühl, dass ihre Sinne geschärft waren. Es war immer noch dunkel, aber sie roch die abgestandene Luft des Kellers, Staub kratzte in ihrer Nase, und sie wischte sich den abkühlenden Schweiß von der Stirn. Es war kein romantischer Ort, keine romantische Situation. Aber genau das machte den Reiz aus. Sie hatte sich genommen, was sie wollte, und es hatte sie nicht gestört, wo sie war.Sie konnte einfach tun, was sie wollte. Als sie nach und nach wieder zu sich kam und die Realität Einzug hielt, wurde sie sich bewusst, dass Robert auch noch da war. Sie wischte ihren Schweiß an seiner Brust ab. Sie wusste nicht, ob er gekommen war. Aber als sie sich aufsetzte und sein Glied aus ihrem Körper entließ, spürte sie, dass er immer noch hart war. Er musste eine ziemliche Selbstbeherrschung haben. Respekt!Aber es war nicht ihre Aufgabe, sich um ihn zu kümmern.Mühsam stand sie auf, strich sich über den Rock, zupfte ihre Kleidung zurecht und tapste in der Dunkelheit langsam zur Tür.Sie hatte die Hand schon auf der Klinke und war bereit zu gehen. Aber dann bekam sie ein schlechtes Gewissen, dass sie Robert einfach so unbefriedigt zurücklassen sollte. Er war immerhin immer folgsam gewesen, hatte ertragen und all ihre Spielchen anstandslos ertragen. Sie hatte ihm eine Belohnung versprochen. Sie sah in die Dunkelheit, senkte ihre Stimme und sagte:„Ich finde, du hast es nicht verdient, in mir zu kommen. Ich will mit deiner Geilheit nichts zu tun haben.“Sie machte eine Pause, um ihren Worten mehr Wirkung zu verleihen.„Aber du sollst auch nicht leben wie ein Hund. Du darfst es dir selber machen!“Gerne hätte sie seine Reaktion gesehen. Sie befahl ihm weiter:„Nimm dein Ding in die Hand. Lass den Gummi drauf. Der war gerade noch in mir! Den kannst du anpacken, denn deine Haut wird meinem Körper nie mehr näher kommen als das. Und jetzt mach’s dir selbst. Mehr kriegst du nicht.“ Ihre Worte schnitten kalt in den muffigen Keller. Sie klangen leblos und verachtend, aber sie war sich sicher, dass er wusste, wie es gemeint war. Er würde das alles richtig deuten. Sie lauschte in die Dunkelheit. Sein Atem war zu hören, er folgte einem Rhythmus, und sie vermutete, dass dies der Rhythmus seiner Hand war. „Schön langsam! Genieß es!“Er grunzte ein wenig. „Gehorche mir, und tue, was ich will. Ich befehle über dich. Ich bin deine Herrin!“Svenja sprach kühl und rauchig. Ihre Stimme klang passend und ihre Worte fand sie selbst so erotisch, dass diese sie selbst erregten. Sie spürte immer noch den Sex in ihrem Körper.Sie fühlte sich mächtig, begehrt und großartig, und das, obwohl sie einfach nur in die Dunkelheit sprach und einen ihr fast vollkommen Fremden dazu brachte, sich selbst zu befriedigen.„Tu es für mich. Stell dir vor, was ich mit dir machen würde. Stell dir alles ganz genau vor.“Sie wusste nicht, was in seinem Kopf vorging, aber sein Stöhnen wurde lauter, und sie glaubte nun auch die Bewegungen seiner Hand zu hören.Offensichtlich hatte sie etwas in ihm ausgelöst. Sie hätte ihn fragen können, hätte ihn auffordern können, seine Gefühle zu beichten, zu berichten, woran er dachte. Aber sie wollte keine Unterhaltung. Sie hätte es gerne gewusst, aber sie wollte nicht mit ihm reden. Sein Keuchen näherte sich dem Höhepunkt. „Denk an mich. Denk immer an mich. Ich will, dass jeder Gedanke bei mir ist, wenn du kommst!“Robert grunzte, es konnte ein „Ja, Miss Elaine“ sein. Sie war sich aber nicht sicher. Es war so weit. Lange würde er sich nicht mehr unter Kontrolle haben. „Komm für mich! Zeig mir deine Untergebenheit!“Svenja drückte langsam die Klinke hinunter und schlüpfte aus dem Raum in dem Moment, als Robert seinen Höhepunkt erlebte. Sie schaute nicht zurück, als das kalte Licht des Ganges seinen schwitzenden Körper in blaues Licht tauchte.Es ging sie nichts an. Es war seine Sache und fast fühlte sie sich ein wenig peinlich berührt, dass sie Zeuge dieses privaten Moments wurde.Sie richtete noch einmal ihre Kleidung, strich sich eine Strähne aus dem Gesicht und ging die Treppe hoch. Es war schon spät, alle hatten längst Feierabend.Umso mehr erschrak sie, als auf der Treppe Lisa saß.„Hallo!“, meinte sie nur, ohne von ihrem Handy aufzusehen. Ihr Gesichtsausdruck drückte Langeweile aus, aber Svenja ließ sich nicht täuschen. Das war kein Zufall, dass sie dort saß. „Hallo“, antwortete Svenja nur knapp. Ihr fiel nichts Besseres ein. „Immer noch da?“Lisa sah kurz auf und nickte ausdruckslos. „Wartest du auf etwas?“Svenja ärgerte sich über die Frage, denn sie klang ganz offensichtlich nach einem schlechten Gewissen, als wäre sie ertappt worden. War sie natürlich auch, aber es ging Lisa gar nichts an, was sie tat.Sie riss sich zusammen, um die Kontrolle über das Gespräch zu erlangen. „Kannst du Robert noch seine Jacke holen? Wir haben im Archiv im Keller gearbeitet, und dabei ist uns die Zeit davongelaufen. Er kommt gleich hoch. Du kannst dann gehen.“Svenja wusste, dass dies alles nicht sehr glaubwürdig klang. Es war eine offensichtliche Ausrede. Niemandem lief die Zeit im Keller davon. Und im Kellerarchiv lagerten nur Unterlagen, die schon ein paar Jahrzehnte alt waren. Es gab keinen Grund, dort irgendwas zu suchen. Svenja konnte nur hoffen, dass Lisa nicht zu neugierig war, denn sie hätte Schwierigkeiten, sich noch eine weitere Lüge auszudenken.Aber Lisa nickte nur brav und war offensichtlich nicht neugierig.„Gut“, meinte Svenja einigermaßen zufrieden, dieser Situation entronnen zu sein, und war schon auf dem Weg die Treppe hoch zu ihrem Büro, als Lisa noch etwas nachfügte:„Sehr wohl…“ und dann machte sie eine kleine Pause und setzte hinzu: „Miss Elaine“.Kapitel 3 Svenja saß vor ihrem Laptop.Auf dem Bildschirm flimmerte ein lesbischer Porno. Zwei Frauen küssten sich leidenschaftlich. Doch Svenjas Gedanken waren nicht bei dem Video. Sie war hin und her gerissen. Sie war nicht lesbisch. Sie wurde von Frauen eigentlich nicht angezogen. Sie sah sie sich aber gerne an. Sie fand sie schön. Sie waren definitiv schöner als Männer. Aber sexuell hatte sie sich noch keine großen Gedanken gemacht. Svenja zogen Männer einfach mehr an. Damit war eigentlich alles gesagt und Svenja hätte diese Andeutung Lisas einfach vergessen können.Aber so einfach war es nicht. Da war etwas, was sie nicht so einfach von sich weisen konnte. Sie war plötzlich gewollt und begehrt. In der Vergangenheit hatten die Leute nicht Schlange gestanden, um mit ihr zusammen zu sein. Nicht, dass sie unattraktiv war oder ein Problem damit hatte. Aber sie war plötzlich so begehrt! Das war nett, und man warf das nicht so einfach weg.Es war außerdem keine gute Idee, etwas mit einer Kollegin anzufangen. Damit wäre das Thema eigentlich durch gewesen. Aber scheinbar eben doch nicht.Auf ihrem Bildschirm kniete eine Frau zwischen den Schenkeln der anderen und leckte sie. Es sah scharf aus, es machte Svenja sogar an, aber sie konnte sich weder vorstellen, zwischen den Schenkeln einer Frau zu liegen, noch dass eine zwischen ihren lag. Aber das Thema war für sie eben immer noch nicht durch. Svenja hatte nicht auf Lisas Anspielung geantwortet. Sie hatte das „Miss Elaine“ so stehen gelassen, hatte es überhört. So schnell hatte sie nicht reagieren können. Der Ball lag aber nun bei ihr. Sie musste etwas tun, wenn sie wollte, dass es weiterging. Aber bevor Svenja sich mit der Frage beschäftigen konnte, wie sie Lisa auf Elaine ansprach, musste sie sich entscheiden, ob sie das überhaupt wollte. Einige Tage vergingen, bevor Svenja kurz vor Feierabend zu Lisa ging. Diese saß an ihrem Schreibtisch und machte irgendeine stumpfe Arbeit. Ihr Smartphone lag neben ihr, was der Chef total verboten hatte. Aber der war in einem schrecklich wichtigen Meeting. Lisa sah gelangweilt von ihrer Arbeit hoch, als sie Svenja wahrnahm. Svenja fühlte gleichzeitig Mitleid dafür, dass Lisa sich so an ihrer Arbeit quälte, und zugleich Verärgerung, dass sie daran nichts änderte, sich keinen anderen, spannenderen Job suchte. Aber das war nicht der Grund für das Gespräch. „Du hast Elaine erwähnt“, begann Svenja.Sie glaubte plötzlich Leben und einen Glanz in Lisas Augen zu erkennen. Aber vielleicht bildete sie sich das auch nur ein und Lisa war vorsichtig und nickte nur. „Vielleicht möchte sie dich kennenlernen.“Der Satz war blöd, aber es war das Beste, was ihr eingefallen war. Svenja hatte sich nicht so viele Gedanken gemacht. Eigentlich hatte sie nur die Lage testen wollen.„Das fände ich gut.“ Lisa klang vorsichtig. „Und wie könnte das laufen?“„Eins ist ziemlich ausgeschlossen. Elaine will keinen Schweinkram veranstalten. Nichts Hartes. Keine Fummeleien“Es klang böser, als es gemeint war. Svenja fand, dass sie sich im Ton vergriffen hatte. Die Situation war ihr schon nach dem dritten Satz entglitten. Sie wollte Lisa nicht vor den Kopf stoßen, allenfalls die Situation klären. Aber es kam so raus, als wäre Svenja in Geschäftsverhandlungen und hätte Lisa ein Angebot gemacht, das man eigentlich nur ablehnen konnte. Überhaupt, was sollte das, dass sie von sich in der dritten Person sprach? Elaine will dies und das? Lisa musste sie für bekloppt halten. Sie bereute, das Gespräch überhaupt begonnen zu haben. „Ist kein Problem. Wirklich nicht. Ich will das auch nicht. Hartes oder Fummeleien oder so. Wirklich nicht… Aber was will sie dann?“Gute Frage.„Spielen? Sie will nur spielen.“„Wie ein Hund?“„Ein Hund?“„Die wollen doch auch nur spielen.“„Oh. Verstanden.“Lisa hatte sie zurecht darauf hingewiesen, dass das alles nicht so ganz durchdacht war. Svenja spielte den Ball zurück. Immerhin hatte Lisa das Thema angesprochen:„Was möchtest du denn?“Aber auch sie schon keinen Plan zu haben.„Ich möchte nur… ich möchte sie vielleicht kennenlernen. Vielleicht zu mir einladen. Ganz ohne Hintergedanken. Nur mit ihr reden? Es wird nichts passieren. Nichts, was sie nicht will. Einfach nur so. Dass wir uns treffen? … Kennenlernen? … Elaine und ich, meine ich. Ich möchte nur wissen, wie sie ist… wie das so ist… das ist alles…“Sie schwieg, und Svenja formulierte schon eine Antwort, aber Lisa sprach noch weiter:„Ich möchte es mal probieren. Ganz langsam. Es ist nicht einfach. Jemanden zu finden, der auch auf so was steht… deswegen halt. Ich bin neu darin und habe nicht viel Ahnung.“Wieder senkte sich Stille über die Beiden. Svenja wusste, dass sie schnell reagieren musste, damit die Stille diesen Moment der Beichte nicht vergiftete. Svenja hatte das Gefühl, dass Lisa sie falsch einschätzte. Als wäre sie der Profi im sexuellen Rumschikanieren von Menschen. Dabei hatte sie gerade mal zwei Begegnungen gehabt. Überhaupt nahm sie das alles nicht so ernst. Sie fand es spannend, interessant, aber vielleicht war das alles auch nur eine Phase, die bald wieder verging. Sie war sich sogar sicher. Lisa aber sah sie scheinbar als total erfahren. Aber das war nicht Svenjas Problem. „Ich denke, das lässt sich einrichten. Elaine würde das gefallen. Schlag was vor.“Svenja spürte die Erleichterung Lisas. „Wie wäre es mit Donnerstag? So um acht bei mir?“„Okay, Donnerstag um acht. Geht klar. Ich denke, das schaffe ich.“„Wir können auch später sagen.“„Nein, nein. Acht ist gut.“Lisa lächelte etwas unsicher, und Svenja nickte. Die Situation war schon komisch. Es war ein seltsames Date, das sie da gerade vereinbart hatte. Svenja hatte keine Ahnung, was passieren würde, was sie tun sollte und ob es eine gute Idee war, zu Lisas Wohnung zu gehen. Sie wusste nicht, was dort passieren würde, und ihr war noch weniger klar, was sie eigentlich dort wollte. Als sie am Donnerstag ziemlich genau um acht bei Lisa klingelte, hatte sie einen vagen Plan, was an diesem Abend alles passieren könnte. Svenja war sich ziemlich sicher, was nicht passieren würde. Trotzdem hatte sie die schicke, sexy Unterwäsche angezogen. Das gehörte sich einfach. Ansonsten hatte sie sich keine Gedanken zu ihrer Kleidung gemacht. Nur eine Sache. Sie hatte sich wieder ein Tuch um den Hals gebunden. Wie bei ihrem ersten Mal mit Dustin. Lisa war nervös. Als sie die Tür zu ihrer Wohnung öffnete, lächelte sie steif und bat Svenja herein. Lisa trug eine schwarze Bluse, die ein klein wenig durchsichtig war. Darunter konnte Svenja einen schwarzen BH erahnen. Dazu hatte sie einen ebenso schwarzen Rock an, die ihr knapp bis zu den Knien ging. Schließlich eine schwarze Strumpfhose oder vielleicht auch Strümpfe, aber keine Schuhe. Hatte sie die vergessen oder war das eine bewusste Entscheidung gewesen? Lisa hatte sich sichtlich mehr herausgemacht als Svenja. Sie sagte nicht viel, und da auch Svenja sich vorgenommen hatte, nicht viel zu reden, führte Lisa sie still durch einen engen und kleinen Flur in ihr Wohnzimmer. Svenja roch das süße Parfum Lisas, als sie ihr folgte. Lisa hatte sich Mühe gegeben. Das Licht in der kleinen Wohnung war gedimmt, eine Flasche Rotwein stand auf dem kleinen Tisch und zwei Rotweingläser. Eines war leer, das andere halbvoll und hatte Lippenstift am Rand. Daneben stand eine Schüssel mit M&Ms. Lisa hatte sich geschminkt. Ihr Lippenstift war für Svenjas Geschmack etwas zu rot, dafür unterstrich der Cajal ihre Augen. Man konnte sehen, dass sie nicht richtig viel Erfahrung im Schminken hatte. Svenja fand das sympathisch.Die Wohnung war komplett in Ikea eingerichtet. Durchschnittlich geschmackvoll. Ihre eigene Einrichtung unterschied sich nicht sehr. Sie hatten sogar den gleichen Ohrensessel. Svenja erinnerte sich an den Preis, auch wenn ihr der Name nicht einfiel. Nur der Bezug hatte eine andere Farbe. An den Wänden hingen Fotos, wie sie in vielen Wohnungen hingen. Säuberlich aufgehängt war auch ein Wacken-Shirt mit Unterschriften. „Möchtest du etwas trinken? Einen Rotwein vielleicht?“„Gerne.“Lisas Blick fiel auf ihr Glas, und sie lächelte entschuldigend dafür, dass sie schon einmal mit dem Wein angefangen hatte.Svenja setzte sich in den Ikea-Sessel. Sie war zwar nicht sonderlich nervös, aber begrüßte, dass sie den Sessel kannte und es sich darin sofort bequem machen konnte, ohne erst die richtige Position finden zu müssen.Svenja musterte die Wohnung, während Lisa den Rotwein etwas ungeschickt einschenkte und ihr das Glas reichte.In einer Ecke bemerkte Svenja eine kleine Kiste. Groß wie ein Schuhcarton, aber aus Holz. Der Deckel war halb geöffnet und eine Schelle einer Handschelle lugte hervor.Svenja glaubte nicht so recht, dass das ein Zufall war. Lisa hatte sich zu viel Mühe gegeben, die Wohnung für diesen Abend herzurichten, all die Kerzen aufzustellen und alles schön sauber zu halten. Da wäre ihr bestimmt nicht die Kiste mit dem Spielzeug entgangen.„Auf einen gelungenen Abend!“ Sie stießen an, und Svenja genoss den herben Geschmack des Weins. „Was ist das da für eine Kiste?“ Lisa folgte Svenjas Blick, aber ihre Antwort kam etwas zu schnell:„Wo? Ach, das ist nichts! Tut mir leid für die Unordnung.“„Bring mir doch die Kiste bitte.“ „Sicher.“Lisa brachte ihr die Kiste.„Stell sie einfach ab! Und wenn du schon dabei bist, dann mach es dir doch einfach auf dem Boden zu meinen Füßen bequem. Ich denke, das ist eine angemessene Position für dich.“Lisa nickte und lächelte etwas schüchtern. „Also, was hast du da Schönes?“Lisa errötete, als sie den Deckel hob, was Svenja niedlich fand. „Es sind nur so ein paar Sachen.“„Nicht so schüchtern! Du solltest keine Angst vor mir haben oder davor, was du mir zeigen wirst.“Lisa zog als erstes die Handschellen heraus und legte sie fein säuberlich vor sich hin. „Bist du gerne gefesselt?“Lisa senkte den Blick und nickte. Wieder diese betonte Schüchternheit. Vielleicht ein wenig zu dick aufgetragen. „Mach weiter!“Als nächstes zog sie eine schwarze Augenmaske heraus. Auch diese legte sie fein säuberlich vor sich.Danach nahm sie eine schwarze Feder heraus, dann eine kleine Peitsche mit vielen Lederstriemen. Schließlich zog sie noch ein paar Liebeskugeln heraus.„Nette Sammlung, die du da hast. Hast du die schon lange?“Lisa nickte. „Und du hast niemand, mit dem du die Sachen benutzt?“Sie schüttelte den Kopf. „Also fesselst du dich selbst? Und du streichelst dich selbst mit der Feder? Und du schlägst dich selbst mit der Peitsche?Wieder nickte Lisa. „Du bist nicht sehr gesprächig.“Lisa schüttelte den Kopf.„Ich würde gerne mehr über dich erfahren. Ich meine, ich kenne dich kaum.“Lisa sah sie an, aber sie suchte nach Worten:„Was soll ich sagen?“ Was willst du wissen?“„Ich würde gerne wissen, was du magst. Was dich anmacht.“Lisa sah sie wieder an und schaute dann auf die Kiste.„Ich mag das hier.“„Okay. Danke. Räum die Sachen bitte wieder in die Kiste.“Svenja konnte die Enttäuschung Lisas geradezu spüren. Aber sie gehorchte. Svenja sah ihr dabei zu und gewann ein wenig Zeit, sich einen Plan zu überlegen. Sie empfand die ganze Situation als fremd.Natürlich war es spannend, wie ihre jüngere Kollegin da vor ihr kniete und ihr gehorchte. Aber Lisas Schweigsamkeit war nicht das, was sie sich vorgestellt hatte. Svenja hatte sich vorgestellt, dass es anders laufen würde, dass sie schwieg und Lisa sprechen würde. Lisa sollte ihr etwas bieten. Und nun musste Svenja Lisa alles aus der Nase ziehen. Das sollte sich definitiv ändern! Svenja hatte eine Idee. Als Lisa wieder alles in ihre Kiste eingeräumt hatte, meinte Svenja: „Kannst du mir bitte zwölf M&Ms geben?“Lisa sah sie erstaunt an, gehorchte aber und nahm die Schüssel vom Tisch und hielt sie Svenja hin.„Zähl sie bitte ab.“„Zwölf?“„Ein Dutzend, ja.“„Möchtest du eine besondere Farbe?“„Überrasch mich.“Lisa gab sich Mühe bei der Auswahl, obwohl Svenja kein System dahinter erkennen konnte, aber sie sah gespannt zu, wie Lisa mit spitzen Fingern sehr bewusst eine nach der anderen aus der Schüssel pickte. Schließlich hatte sie zwölf in der Handfläche und ließ sie in Svenjas Hände fallen. Dann setzte sie sich wieder zurück auf ihre Knie zu Svenjas Füßen und sah sie gespannt an wie ein artiges Hündchen seine Herrin.„Vielen Dank. Okay, so wird es laufen: Ich habe hier zwölf M&Ms.“Svenja nahm eins zwischen ihre Finger und ließ es achtlos auf den Boden fallen.Es kullerte genau vor Lisa. Mit einem Nicken gab Svenja ihr zu verstehen, dass Lisa die Süßigkeit aufheben und essen sollte.Sie gehorchte. „Jetzt sind es noch elf. Immer, wenn ich was sage, dann lass ich eins fallen.“Svenja warf ein weiteres. Dieses Mal so, dass Lisa es mit dem Mund fangen konnte. Aber die war darauf nicht vorbereitet, und so prallte es von ihrem Kinn ab und Lisa musste hinterherkriechen, um es aufzusammeln und so essen. „Wenn ich keins mehr habe, dann ist unsere gemeinsame Zeit zu Ende, und ich gehe. Du hast es also in der Hand, wie lange dieser Abend dauert.“Sie warf ein weiteres, und dieses Mal fing Lisa es mit ihrem Mund. „Gut hast du das gemacht!“ Svenja lächelte ihr aufmunternd zu. „Uups, da habe ich wohl wieder was gesagt. Schon wieder eins weniger!“ Sie warf noch eins. „Wenn du willst, dass ich möglichst lange bleibe, dann solltest du vielleicht etwas gesprächiger werden. Sonst bin ich ganz schnell wieder weg.“Ein weiteres fiel auf den Boden. Svenja musste schmunzeln, denn in Lisas Augen war Angst zu erkennen. Zu schnell flogen die M&Ms durch die Luft, und wenn es so weiter ginge, dann wäre Svenja keine drei Minuten mehr in ihrer Wohnung. „Bitte nicht! Bitte geh noch nicht! Was soll ich dir erzählen? Ich werde dir alles sagen, was du wissen willst! Aber bitte sag nichts mehr. Du bist doch gerade erst gekommen! Ich werde sprechen. Ich werde sprechen!“„Schon besser. Geht doch. Aber wir sollten dich erst einmal in eine angemessenere Position bringen.“Svenja stand auf, stellte sich vor Lisa, hob die Hand mit den M&Ms über ihren Kopf, bedeutete ihr, den Mund aufzumachen und ließ eins in ihren Mund fallen. Dann nahm sie Handschellen aus der Kiste. „Mit denen fesselst du dich immer?“Lisa nickte. „Und du kannst dich daraus auch selbst befreien? Mund auf!“ Es waren mittlerweile so wenige M&Ms, dass Svenja jedes einzelne in ihrer Hand fühlen konnte. Sechs waren noch übrig.„Du kannst mich damit fesseln. Du kannst alles mit mir machen. Aber bitte rede nicht mehr! Ich werde ja reden. Du musst mich nur lassen!“Svenja trat hinter Lisa. Sie hatte noch nie Handschellen benutzt. Sie drehte an dem Schlüssel, und das Schloss sprang auf. Im Gegensatz zu den anderen Spielzeugen sahen diese ziemlich professionell aus. Schließlich kniete sie sich hinter Lisa, nahm sanft ihre Arme, legte die Schellen um ihre Handgelenke und rastete sie ein. Das ist unsere erste Berührung, dachte Svenja. Sie achtete darauf, dass die Fesseln nicht zu eng saßen. Den Schlüssel legte sie gut sichtbar auf den Ikea-Tisch. Jetzt fiel ihr auch der Name ein. Lack hieß er. Sie hatte auch so einen, allerdings nicht wie Lisa in schwarz, sondern in Weiß.Sie trat wieder vor ihre Kollegin. Die zerrte ein wenig an ihren Fesseln, ohne natürlich etwas ausrichten zu können. Aber Svenja bemerkte, wie Lisas Brüste nun betont wurden. Unter dem Stoff und dem dünnen BH zeichneten sich ihre Brustwarzen ab. Es war schon sexy, das musste Svenja zugeben. Sie sah Lisa tief in die Augen und sah ihre Ergebenheit und ihre Dankbarkeit. Svenja hätte die Augenbinde Lisas benutzen können, aber sie war nicht ganz unvorbereitet gekommen. Sie nahm langsam das geblümte Seidentuch von ihrem Hals und strich es einmal an Lisas Nase vorbei. Sie sollte den Duft ihres Parfums genießen.Dann drehte sie es zu einer Augenbinde zusammen, führte es langsam zu Lisas Kopf und legte es dann über ihre Augen.Als sie das Tuch hinter Lisas Kopf verknotete, strich sie über die Haare ihrer Kollegin. Sie fühlten sich weich an und dufteten. Sie ließ die Haare durch ihre Finger gleiten und berührte wie zufällig ihren Nacken.Lisa zuckte zusammen, als hätte sie einen elektrischen Schlag bekommen. Fast erschrocken nahm Svenja ihre Hand fort und sah, wie sich die feinen Härchen an Lisas Nacken in einer Gänsehaut aufstellten. Es tat ihr leid, dass sie die schönen Augen dieses Mädchens nicht mehr würde sehen können, aber sie wollte, dass Lisa sich noch etwas schutzloser und ausgelieferter fühlte. Sie sollte sich ganz auf Svenja konzentrieren. Svenja nahm sich einen Augenblick, um den gefesselten Körper vor ihr zu betrachten. Es gab ihr ein neues Gefühl, nun da die Verhältnisse zwischen ihnen so ungleich waren, und sie konnte Lisas Körper nun ganz ungeniert betrachten. Schuldete sie Lisa ein weiteres M&M? Sie hatte nicht aufgepasst. Im nächsten Augenblick würde sie es aber. „Ich denke, so ist es besser. Findest du nicht auch? Ich werde mich jetzt setzen und dann liegt es an dir, wie lange ich bleibe. Ich möchte, dass du mir etwas erzählst. Sei so ausführlich, wie es sein muss, damit ich keine Fragen stellen muss. Jede Frage kostet ein M&M. Aber langweile mich auch nicht! Jede Aufforderung, zur Sache zu kommen, kostet auch ein M&M. Überleg dir also gut, was du sagen willst. Es kann losgehen, wenn du bereit bist. Du hast noch sechs Stück… Nein, sorry, fünf!“ Svenja rollte ein weiteres M&M zwischen ihren Fingerspitzen und führte es nah an Lisas Mund. Dann schob sie die Süßigkeit zwischen ihre Lippe. Sofort umfingen sie sie. Svenja ließ ihre Finger einen Augenblick länger als notwendig zwischen den weichen, feuchten Lippen liegen. Doch als Lisa ihre Finger küssen und in ihren Mund aufnehmen wollte, zog Svenja sie schnell zurück und schnalzte tadelnd.Dann setzte sie sich zurück in den Armsessel, nahm einen weiteren Schluck aus ihrem Rotweinglas und wartete.Lisa saß nun da und dachte nach. Ihrer Sinne beraubt saß sie still da, ihr Oberkörper nach vorne gebogen, weil sie sich mit ihrer Fesselung immer noch nicht angefunden hatte. Sie zerrte immer noch sanft an ihren Fesseln. Aber dann sprach sie:„Es tut mir leid… dass ich so still bin. Ich bin nicht gewohnt viel zu reden. Ich finde die Worte oft nicht. Die richtigen Worte, die finde ich nicht. Aber ich will dir gefallen, und ich will dir gehorchen. Ich will, dass du mich magst. Ich glaube, du magst mich nicht sonderlich, weil ich so faul bin auf der Arbeit. Aber die Arbeit interessiert mich eben nicht. Ich brauche das Geld. Deswegen mache ich das. Die bezahlen mich, dass ich meine Arbeit mache. Nicht dafür, dass ich motiviert bin oder so. Ich bin nicht uninteressiert. Echt nicht. Ich bin auch nicht faul. Aber Arbeit interessiert mich nicht. Das ist nicht meine Firma, warum soll ich mir für andere den Arsch aufreißen? Aber ich will, dass du mich magst. Jetzt mehr als je zuvor. Nachdem ich gesehen habe, was du mit dem Praktikanten gemacht hast. So jemanden wie dich habe ich immer gesucht. Es gibt nicht viele wie dich. Du bist was Besonderes. Du bist… Ich weiß auch nicht. Aber ich will mich auch nicht einschleimen oder so. Oder dich langweilen. Was du mit dem Praktikanten gemacht hast, das möchte ich auch. Ich möchte dir auch gerne gehorchen. Ich möchte, dass du mir sagst, was ich tun soll, auch wenn es mir widerstrebt. Es gibt nicht so viele Menschen wie dich. Machst du das schon lange? Nein, antworte nicht! Ich will nicht noch ein M&M! Ich weiß auch nicht, wo das herkommt. Wird man so, oder ist man schon immer so? Als kleines Mädchen, als wir mit den Jungs Cowboy und Indianer gespielt haben, wollte ich schon immer die gefangene und gefesselte Geisel sein. Komisch nicht? Wer will schon das Opfer sein? Ob das was mit Erziehung zu tun hat? Schon damals fand ich es toll, gefesselt zu sein und jemandem ausgeliefert zu sein. So wie dir jetzt. Ich meine, du kannst mit mir machen, was du willst. Du kannst mich anfassen, du kannst mich begrapschen, und ich kann nichts dagegen tun. Ich kann mich nicht wehren. Ich gehöre dir. Ich glaube, das möchte ich. Jemandem gehören. Möchtest du mich haben? Du könntest mich haben. Ich würde mich dir schenken. Und du könntest mit mir machen, was du willst. Ich würde vor dir auf die Knie fallen. Ich würde dir die Schuhe küssen. Ich würde für dich kochen und putzen und waschen. Du könntest deine Launen an mir auslassen und mich anschreien und misshandeln. Ich würde es ertragen. Ich würde dir beweisen, dass ich dich trotzdem liebe.“Sie machte eine kurze Pause. „Klingt das irgendwie verzweifelt? Ich will nicht verzweifelt klingen. Ich will dich auch nicht langweilen. Und das mit der Liebe nehme ich wieder zurück. Das war nicht so gemeint. Du hast recht, wir kennen uns ja kaum. Bitte sag nichts! Ich komme zum Thema! Es ist nur schwer für mich. Du könntest jetzt aufstehen und mit mir machen, was du willst. Du könntest langsam die Knöpfe meiner Bluse öffnen. Oder du könntest mit einer einzigen Bewegung mir die Bluse aufreißen, dass die Knöpfe überall durch die Gegend fliegen. So dass ich in ein paar Wochen vielleicht erst den letzten finde, der unter das Sofa gerollt ist. Und ich würde mich wieder an diesen Abend zurück erinnern. Du könntest mir den BH herunterreißen, oder du würdest in die Küche gehen, dir da eine Schere holen, dich vor mich knien. Weil ich nichts sehen kann, würdest du die Schere nah an mein Ohr bringen und sie ganz langsam öffnen und schließen. Dieses Geräusch würde mich erschaudern lassen. Dann würdest du mich mit dem kalten Metall berühren. An der Schulter. Die überraschende Kälte würde mich zusammenzucken lassen und ich würde mich fragen, was du anstellen wirst mit mir. Ich wäre dir hilflos ausgeliefert, ich würde mich nicht wehren können. Du würdest einen Träger durchschneiden, dann den anderen und der BH würde langsam von meiner Brust rutschen. Ich könnte nichts sehen, aber du alles. Ich wäre wie ein Geschenk, das man auspackt. Ich würde diese Kühle nun auf meiner Haut spüren und erwarten, dass du meine Brüste berührst. Dass du sie vielleicht streichelst oder meine Nippel zwickst. Ich würde den Atem anhalten und auf etwas warten. Aber du würdest noch ein bisschen mit der Schere herumspielen, du würdest mit der Spitze über meine Haut fahren. Vorsichtig, denn du willst mich ja nicht verletzen, aber ich würde vor dir erschaudern. Dann aber würdest du etwas ganz anderes machen. Du würdest nämlich mit der Schere eine kleine Locke meiner Haare abschneiden. ‚Als Andenken‘, würdest du sagen. ‚Ich hoffe, du hast nichts dagegen!‘ Obwohl ich blind wäre, könnte ich dein spöttisches Lächeln spüren. Denn natürlich musst du mich nicht um Erlaubnis fragen, und natürlich habe ich nichts dagegen. Ich würde auf deine nächste Berührung warten. Sie nicht erwarten können. Und wenn sie dann käme, wäre ich vollkommen überrascht, und ich würde zusammenzucken. Denn du würdest mich mit meiner Locke, meinen eigenen Haaren streicheln. Es wäre so weich und zart, unglaublich, wie du mit mir spielst. Mal die kalte, gefährliche Schere, dann unverhofft meine weiche Locke! Würdest du es so machen?“Erst als sie die Frage ausgesprochen hatte, wurde ihr bewusst, dass sie Svenja zum Reden aufgefordert hatte. „Oh nein, warte! Antworte nicht!“ Aber Svenja musste darauf reagieren.„Das ist eine sehr anregende Vorstellung. Vielleicht sollte ich das wirklich tun.“„Bitte, bitte tu es!“Lisa hörte, wie Svenja sich in ihrem Sessel bewegte, und sie begann zu hoffen. Aber dann spürte sie zwischen ihren Lippen nur ein weiteres enttäuschendes M&M. „Es tut mir leid. Ich wollte das nicht. Ich wollte nicht, dass du redest. Bitte sprich nie wieder! Antworte nie wieder auf eine meiner Fragen. Sei einfach still. Ich muss deine Stimme nicht hören. Es reicht mir, dass du da bist! Das ist so schön. Ich wünschte, du würdest nie gehen.“Sie dachte einen Moment nach.„Dass ich mich so vor dir entblößen muss. Das ist…“Lisa räusperte sich. „Das ist für mich total neu. Das ist…“Sie räusperte sich wieder.„Sorry, ich habe einen trockenen Hals.“Svenja stand auf, nahm Lisas Weinglas und stellte sich hinter sie. Dann drückte sie Lisas Kopf zurück, bis er ihre Oberschenkel berührte. Svenja konnte nun in Lisas Bluse sehen. Für ihren kleinen Körper hatte sie recht große Brüste. Svenja hatte das Gefühl, einen verbotenen Blick zu erhaschen, aber dann fiel ihr ein, dass Lisa mit ihren verbundenen Augen ohnehin nicht sehen konnte, wohin Svenja schaute. Sie konnte also vollkommen frei ihren Blick überall hin schweifen lassen und musste sich nicht voyeuristisch vorkommen. Aber nachdem, was Lisa da gerade vor ihr ausgebreitet hatte, war ihre Zurückhaltung ohnehin fehl am Platz.Dann setzte Svenja das Glas an Lisas Lippen und ließ den Rotwein in ihren Mund laufen. Ihre linke Hand lag auf Lisas Hals, und sie fühlte, wie ihr Adamsapfel bei jedem Schluck auf und ab hüpfte. Svenja war ein wenig erstaunt darüber, wie selbstverständlich sie Lisa berührte. Sie schob es auf die Intimität der Worte, die noch im Raum schwebte und die Stimmung bestimmte.Mit Daumen und Zeigefinger umfasste sie Lisas schlanken Hals. Dann kam ihr der Gedanke, dass sie mit Leichtigkeit zudrücken könnte, wenn sie das wollte. Sie schob den Gedanken beiseite. Dafür hob sie das Glas noch etwas mehr an und sah zu, wie ein kleines Rinnsal des roten Weins aus Lisas Mundwinkel rann. Ihr Blick folgte den Tropfen ihr Kinn, den Hals hinab über das Schlüsselbein hinunter in die Bluse zwischen ihre Brüste. „Du bist so ungeschickt!“, tadelte Svenja und spielte das gleiche Spielchen, das sie schon mit Robert veranstaltet hatte. Sie setzte das nunmehr leere Glas ab und wischte mit ihren Fingern den Rotwein weg oder vielmehr verteilte sie ihn auf Lisa Haut. Wieder strichen ihre Finger über die weiche Haut, ihren Hals und kurz sogar einmal kurz in Lisas BH und über ihre Brüste.Svenja wunderte sich über ihre eigene Forschheit. Schließlich drückte sie ein weiteres M&M zwischen Lisas Lippe, strich ihr noch einmal über den Kopf und setzte sich dann wieder in den Sessel. Nach einem Moment sprach Lisa wieder. „Vielen Dank. Darum bist du so großartig. Du kümmerst dich um mich, gibst mir etwas zu trinken, weil mein Hals trocken ist. Du streichelst mich, aber am Ende lässt du mich mit M&M bezahlen für diesen einen Satz. Das ist hart, aber gerecht. Weißt du, wie hart es ist, deine Stimme zu hören und jedes Mal zu wissen, dass sie dich von mir wegbringen wird?“Svenja hatte nicht viel darüber nachgedacht, aber ihr gefiel diese Interpretation. In ihrer Hand befanden sich noch drei M&Ms. Svenja erinnerte sich an den Slogan, dass die im Mund und nicht in der Hand schmelzen würden. Das war gelogen. Ihre Hand klebte bereits von dem Zuckerguss. Sie hatte das Gefühl, dass ihr das Ganze entglitt, dass die gefesselte Lisa sie gerade verführte und dass Svenja Schwierigkeiten hatte zu widerstehen. Immerhin könnte sie wirklich über Lisa herfallen, wenn sie wollte, und die würde sich sogar danach sehnen. Wenn Svenja das Ganze hier nicht bald beendete, würde sie vielleicht Dinge tun, die sie später bereuen würde. Es wurde ihr ein wenig unheimlich, was hier gerade passierte. „Du würdest mir ins Ohr flüstern: beşiktaş escort ‚Was würdest du tun für einen Kuss?‘ ‚Alles‘, würde ich antworten, und mir wäre klar, dass die Antwort lahm wäre. Ich müsste mehr liefern. Ich wäre dir mehr schuldig. Du würdest nachhaken: ‚Was heißt alles? Würdest du mir die Füße küssen?‘ ‚Jeden einzelnen Zeh würde ich wie ein Heiligtum behandeln und ausgiebig mit meiner Zunge liebkosen.‘ ‚Na Dann!“ Du würdest schmunzeln. ‚Ich glaube nicht, dass du dir den Kuss verdient hast!‘, würdest du vielleicht sagen, und ich wäre enttäuscht und würde nach Worten ringen. Ich würde nicht undankbar erscheinen wollen. Ich würde nicht quengeln, ich wüsste nicht, ob ich darum betteln sollte oder ob dich das abtörnen würde. Ich wäre mir verdammt unsicher, und dann käme mir der Gedanke, dass du genau das beabsichtigt hättest, weil du mir so weit überlegen bist. Ich würde mir hilflos vorkommen und sprachlos sein.“Svenja war mit dieser vagen Neugier zu Lisa gekommen, und nun wurde sie überwältigt von deren Entschlossenheit sich ihr zu Füßen zu werfen. Svenja überlegte, was sie tun könnte. Natürlich könnte sie Lisas Phantasie in die Tat umsetzen. Eins zu eins. Aber das wäre ziemlich unkreativ. So schnell konnte sie sich auch nichts Besseres einfallen lassen. Das war verdammt sexy, was Lisa ihr da erzählte. Svenja könnte das beim besten Willen nicht toppen. Sie hatte ihre eigene Courage verloren. Wenn das hier ein Spiel war, dann hatte Lisa sie fertig gemacht. Sie war viel weiter gegangen, als Svenja gedacht hätte. Und das nur mit Worten. Vielleicht war sie einfach zu naiv gewesen.„Glaubst du, dass du dir den Kuss verdient hast?“Svenja hatte sich in dem Sessel nach vorne gebeugt und schob Lisa ein weiteres M&M in den Mund. Lisa versuchte die Initiative zurückzugewinnen. „Ich weiß nicht, ob ich es verdient habe. Aber bitte rede nicht so viel! Du hast noch drei M&Ms, wenn ich richtig gezählt habe, und ich möchte nicht, dass du schon gehst. Bitte bleib noch! Das ist alles so schnell gegangen, und ich habe so viele dumme Sachen gesagt. Ich würde dir gerne noch mehr sagen. Kluge Sachen sagen. Aber es ist nicht einfach für mich. Lass mich dir noch mehr erzählen davon, was du mit mir anfangen kannst! Ich bitte dich!“„Du hast dich verzählt. Es sind noch zwei. Und jetzt habe ich noch eins!“ Svenja stand auf, streichelte einmal über Lisas Haare und fütterte sie mit dem vorletzten M&M. Svenja benötigte das letzte M&M, um die letzten Instruktionen zu geben. „Nein!“, rief Lisa. „Geh noch nicht, bitte!“ Sie stemmte sich gegen ihre Fesseln und zerrte trotzig an den Handschellen.Svenja bekam Mitleid. Sie strich Lisa noch einmal über die Haare. Unter der Augenbinde rann Lisa eine Träne ihre Nase entlang hinunter. Aber Svenja blieb hart. „Wenn ich gegangen bin, machst du dir die Handschellen ab. Der Schlüssel liegt auf dem Tisch. Schaffst du das?“Lisa schniefte und nickte. „Sobald du dich befreit hast, sendest du mir eine SMS. Ich schreibe dir meine Nummer auf. Dann weiß ich, dass alles in Ordnung ist und du dich befreit hast.“Sie nickte wieder. Svenja beugte sich vor und sagte sanft:„Ich denke, du hast es dir verdient.“ Svenja steckte das letzte M&M zwischen ihre eigenen Lippen, und dann legte sie ihre auf Lisas. Sie hatte noch nie ein anderes Mädchen geküsst. Nicht ernsthaft. Aber das hier war ernst. Lisas Lippen waren feucht und weich. Svenja roch die Mischung aus Schokolade und Rotwein in ihrem Atem. Lisas Lippen umschlossen das M&M und sie saugte es in den Mund. Aber den Kuss unterbrach sie nicht. Für einen kurzen Augenblick berührten sich die Spitzen ihrer Zungen. Svenja war überrascht und zog sich zurück. Aber sie wollte nicht als die Ängstliche gelten, und so steckte sie ihre Zunge hervor und für einen kleinen Moment berührten sich ihre Zungen noch einmal und Svenja genoss es einfach. Sie erinnerte sich an diesen Song: „I kissed a girl“ und irgendwie war es genauso. Der Kuss dauerte nicht lange. Svenja spürte ihr Herz schneller schlagen, als sie sich von Lisa löste. Sie fühlte sich etwas schwindelig, als sie aufstand. Ihre letzte Tat bestand darin, Lisa die Träne von der Wange zu wischen, dann verließ sie Lisas Wohnung, ohne sich noch einmal umzudrehen.Sie ging durch die dunklen Straßen und atmete die nächtliche Luft ein, als einige Minuten später ihr Handy summte. Sie schaute auf das Display, auf dem stand:„Vielen Dank, Miss Elaine.“Kapitel 4 Es war ein Schuss ins Blaue. Svenja stand vor dem Eingang des Clubs, in dem sie ihre bestandene Prüfung zur Industriekauffrau gefeiert und Dustin getroffen hatte. Es war erst vor ein paar Monaten gewesen, erschien aber für sie lange her zu sein.Sie hatte keinen Grund darauf zu hoffen, dass Dustin da sein könnte. Sie wollte ihn gerne sehen. Diese Sache mit Lisa war doch ein wenig verwirrend gewesen. Svenja war sich nicht mehr sicher, ob es so eine gute Idee gewesen war, zu ihr zu gehen. Sie hatte das Gefühl, dass sie in einen Wettbewerb eingetreten war und sich nur gerade so hatte behaupten können. Wenn ihr diese M&M-Sache nicht eingefallen wäre, hätte Lisa sie mir ihrer Hingabe überrollt. Sie hatte sich offensichtlich viel mehr Gedanken gemacht. Svenja wollte einfach nur ihren Spaß haben. Aber für Lisa war das mehr, sie hatte sich den Kopf darüber zerbrochen, es hatte sie beschäftigt, bedeutete ihr eine Menge. Lisa war der Grund, weshalb Svenja heute vor dem Club stand. Sie wollte es noch einmal mit Dustin probieren. Mit Dustin war es einfacher gewesen. Der war einfach zu durchschauen, der war einfach zu manipulieren. Wenn man nicht viel Stress haben wollte, war er einfach perfekt. Lisa bedeutete einfach einen Haufen Komplikationen. Sie war Arbeitskollegin, und vor allem war sie eine Frau. Svenja wollte sich eigentlich keine Gedanken machen über diese Sachen. Sie hätte kein großes Problem damit, sich zu Frauen zu bekennen, aber…Auf der anderen Seite war Lisa sicherlich spannend und interessant und plötzlich auch sehr attraktiv geworden. Obwohl es spät war, befanden sich nicht viele Leute im Club. Sie wollte nicht den Eindruck erwecken, Dustin zu suchen, aber ihr Blick schweifte über die Leute. In der Dunkelheit war es schwer, Gesichter auszumachen. Nach einigen Minuten entdeckte sie ihn trotzdem, oder sie glaubte es zumindest. Er stand zusammen in einer Gruppe. Keiner von ihnen war ihr Typ. Alle waren muskulös, trugen Klamotten, die sie als peinlich empfand, und alle zeigten ihre Muskeln. Sie lachten, und ihre Körpersprache war ausladend wie die von jungen Männern, die sich etwas zu beweisen hatten.Wenn sie so drüber nachdachte, hatte sie nicht viel Positives über Dustin zu sagen. Aber es ging ja auch nicht um seinen Charakter, und sie tat ihm Unrecht, denn er hatte ja durchaus etwas zu bieten. Svenja nahm ihren Cocktail und schlenderte in die Richtung der Gruppe. Sie stand schon neben Dustin, als der sie endlich erkannte. Seine erste Reaktion war Freude. Er riss die Augen auf und grinste breit, als sei er richtig froh, sie zu sehen. Und im nächsten Augenblick sah er sich ängstlich nach seinen Freunden um, als sorge er sich, dass Svenja ihr Geheimnis ausplaudern könnte. „Hey! Wie geht’s!“, brüllte er über die laute Musik in ihre Richtung. Die Gruppe stand direkt neben einem Lautsprecher, und sie fragte sich, wie man sich nur so strategisch unglücklich positionieren konnte, wenn man miteinander reden wollte. „Das ist Elaine!“, rief er in die Gruppe hinein. Seine Freunde nickten zur Begrüßung und Svenja nickte zurück, als hätte sie irgendwas mit den Leuten gemein. Einer sprach sie an, aber sie verstand kein Wort, nickte nur und sagte irgendwas, das er definitiv nicht verstehen konnte. Er nickte, als stimme er ihr zu.Svenja trat an Dustin heran, zog ihn zu sich herunter und brüllte ihm ins Ohr:„Hast du Lust?“ „Worauf?“„Willst du, dass ich’s ausspreche? Vor deinen Freunden?“„Jetzt sofort?“„Hast du was Besseres vor?“Er sah in die Runde seiner Freunde. „Eigentlich nicht.“„Aber?“„Ja okay. Nichts aber. Ist okay.“„Du kannst es dir ja überlegen. Ich gehe jetzt. Wenn du deine Meinung noch änderst, dann folgst du mir. Wenn nicht, dann eben nicht. Dann war’s das. Klingt das fair?“Er nickte, aber Svenja war sich nicht sicher, ob er sie akustisch verstanden hatte. „Gibst du mir deine Nummer?“, brüllte er. „Dann kann ich dich anrufen.“Sie ignorierte die Frage, als hätte sie sie nicht verstanden. Aber ihr Blick war aussagekräftig genug. Und er fragte nicht nach.Svenja hatte nicht damit gerechnet, dass sie ihn irgendwie überreden müsste. Dass er nicht sofort auf ihr Angebot einging, ärgerte sie. Robert und Lisa waren da motivierter gewesen. Perlen vor die Säue. Der Satz ging ihr durch den Kopf. Es war komplett jenseits ihrer Vorstellungskraft, dass sie nicht interessant genug sein könnte, dass er alles stehen und liegen ließ. So schnell konnte sich die Selbstwahrnehmung doch ändern!Sie verabschiedete sich von den anderen mit einer Handbewegung, die sie für cool hielt. Seine Freunde erwiderten ihren Gruß. Svenja drehte sich um und ging, ohne dass sie sich noch einmal nach Dustin umschaute. Sie war sich sicher, dass er ihr folgen würde. Denn was konnten seine Freunde ihm bieten, wenn sie ihm die Erfüllung seiner sexuellen Wünsche in Aussicht stellte. Er würde nur mal drüber nachdenken müssen. Sie war schon aus dem Club heraus und kurz vor der nächsten Straßenecke und damit verschwunden, als er hinter ihr hergelaufen kam. „Warte! Hey! Warte! Elaine!“Im Club hatte sie es schon gestört, dass er sie als Elaine vorgestellt hatte. Dustin hatte es nicht wissen können, aber für Svenja war Elaine diese geheime Person, deren Namen etwas Besonderes war. Robert und Lisa hatten das besser gemacht. Sie hatten Elaine als Code benutzt. Lisa sogar, um zu zeigen, dass sie ihr Geheimnis kannte und es respektierte. Aber Dustin konnte das ja auch nicht wissen. Er glaubte, dass sie wirklich Elaine hieß.Sie wartete jedenfalls nicht. Dustin sollte sich gefälligst nach ihr richten.„Gibst du mir deine Nummer? Ich habe versucht dich zu finden. Aber du bist echt schwer zu finden. Kommst du öfters her? Ich habe echt versucht, dich wiederzufinden. Naja, jetzt habe ich dich ja gefunden! Wo gehen wir eigentlich hin?“„Du redest zu viel. Wirklich. Alles wird gut, aber bitte nicht so viel reden!“„Okay, okay. Du hast Recht. Ist nur, dass ich dich wirklich gesucht habe und echt froh bin, dass ich dich gefunden habe. Denn ich habe dich echt vermisst, weißt du?“Svenja bevorzugte die Disziplin von Lisa. Sie machte sich auch keine Illusionen, dass sie Dustin mit M&Ms beikommen könnte. Aber sie hatte ihn auch nicht aufgegabelt, um mit ihm zu reden.Sie ermahnte ihn ein weiteres Mal zu schweigen, aber es hatte wenig Erfolg. Sie gingen in den Park wie bei ihrem ersten Treffen, dieses Mal allerdings suchte sich Svenja einen versteckteren Ort am Rande des Parks. Eine Straßenlaterne warf ein wenig Licht auf den Park, und ein Baumstumpf war die einzige Sitzgelegenheit. Aber zumindest würden vermutlich keine Polizisten hier patrouillieren. „Hier? Okay. Hier ist gut. Okay, sag mir, was ich tun soll!“Svenja fand seine Nervosität einerseits spannend, andererseits nervte sie seine Gesprächigkeit.„Ich fände es wirklich gut, wenn du nicht so viel reden würdest! Habe ich schon mal gesagt.“„Okay. Schon klar. Kriege ich hin! Eine Sache noch, und dann bin ich ruhig. Ich bin dir echt dankbar, dass du meinen Freunden nichts gesagt hast. Das muss echt ein Geheimnis zwischen uns bleiben. Verstehst du?“„Hast du irgendein Tuch oder sowas dabei?“„Was? Ein Tuch?“„Ein Tuch, ja.“„Willst du mich wieder fesseln? Ich habe leider keine Krawatte an. Hätte ich das gewusst! Von jetzt an werde ich immer eine anziehen. Ich verspreche es dir!“„Hast du eins oder muss ich dich einen Haufen Gras ausrupfen lassen, das ich dir in den Mund stopfen kann?“„Ich habe leider keins. Tut mir leid.“ Sie seufzte und gab ihm ihres. Ihr Verbrauch an Tüchern war ziemlich hoch in der letzten Zeit. Das hier war ein billiges, um das war es nicht schade. „In den Mund! Das ganze Teil, damit du endlich still bist.“„Jawohl!“Er stellte sich ungeschickt an, wie er es nach und nach in seinen Mund verschwinden ließ, als würde er zu viele Spaghetti auf einmal essen.„Ich hoffe, das bringt dich zum Schweigen!“Dustin grunzte ins Tuch, aber als er merkte, dass er nicht verständlich sprechen konnte, war er still.„So ist es besser. Ich mag dich. Aber du redest zu viel. Viel zu viel. Das nervt.“Er nickte. „So ist es viel besser. Okay, ich erkläre dir, wie es laufen wird: Du tust, was ich sage, wir haben ein bisschen Spaß miteinander, vor allem ich, aber am Ende kommst du auch auf deine Kosten. Was sagst du?“Er nickte. „Weißt du, was ich am meisten an dir mag?“Er zuckte mit den Schultern. „Deine Muskeln. Du hast einen großartigen Körper. Ich mag deine Muskeln. Den will ich sehen. Runter mit den Klamotten!“Sein Striptease war zunächst nicht sehr ansehnlich.„Kannst du dich für mich vielleicht ein bisschen mehr anstrengen?“Dustin gab sich Mühe, sexy auszusehen, als er die Hose öffnete und sie herunterzog, aber es wirkte ungelenk und lächerlich.Trotzdem amüsierte es Svenja, wie er sich für sie anstrengte, wie er sich bemühte, ihr zu gefallen. „Schön machst du das. Komm, zeig mir deine Muskeln! Lass sie für mich tanzen!“Der Aufforderung kam er gerne nach, als er sein Hemd ausgezogen hatte. Er warf sich in Bodybuilder-Posen, die er offensichtlich besser beherrschte und häufiger schon geübt hatte.Er zeigte immer wieder seinen Bizeps, aber sie hatte viel mehr Interesse an seinem Oberkörper und an seinem Sixpack. Immerhin stellte er sich etwas geschickter an als Robert. Nach einer Weile stand er da nur noch in seinen Boxershorts, und Svenja war zufrieden damit, wollte sich nicht durch noch mehr Nacktheit ablenken lassen. Die große Beule in seinen knappen Shorts war ihr nicht entgangen. Sie trat an ihn heran, strich über seine Brustmuskeln.„Du bist wirklich schön. Du bist ein schöner Mann.“Er grunzte ein „Danke“ mit seinem vollen Mund. „Aber du wolltest für mich schweigen.“Er nickte. „Ich möchte, dass deine Muskeln noch mehr zur Geltung kommen.“Aus ihrer Tasche kramte sie eine Feuchtigkeitscreme. „Deine Haut soll glänzen. Ich möchte, dass deine Muskeln im Licht des Mondes richtig leuchten.“Der Mond schien nur schwach, es war die Straßenlaterne hinter ihnen, vor der die Motten flogen, die Licht spendete. Aber der Mond klang romantischer.„Ich werde dich damit einreiben. Und da, wo ich dich berühre, möchte ich, dass du deine Muskeln anspannst. Wirst du das für mich tun?“Er nickte und zeigte auf seine Shorts.„Lass mal, die darfst du anbehalten. Ich will dir ein wenig deiner Würde lassen.“Er nickte wieder, aber weniger enthusiastisch. Sie konnte sehen, dass er enttäuscht war. Auch er hätte sich gerne vor ihr ausgezogen. Auch eine neue Erkenntnis, dass plötzlich alle sich die Klamotten für sie vom Leib reißen wollten. Sie trat hinter ihn, öffnete die Tube mit der Creme und drückte einen großen Klecks heraus, den sie ihm auf die Schulterblätter in kreisenden Bewegungen verteilte. Wie befohlen, spannte er seine Muskeln an, aber ihre Bewegungen waren so zart kreisend, dass er die Körperspannung schnell verlor. Er wollte ihre Bewegungen genießen. Und ihre Berührungen bezirzten seinen Narzissmus bald. Er genoss und zeigte leicht, wie großartig sein Körper war. „Anspannen!“ befahl sie bestimmt, und er gehorchte. Zumindest für einige Augenblicke, denn ihre Berührungen, die nun seinen Rücken herabliefen, brachen seine Konzentration sehr schnell wieder. Angespannt oder nicht, sie genoss es, ihn zu streicheln. Das Licht der Laterne und die Creme ließen seine Haut glänzen und betonten seine Männlichkeit. Es fühlte sich gut an, seine glatte Haut zu streicheln, seine Muskeln zu fühlen, seine Stärke zu spüren. Sie strich über seine breiten Schultern und seine Arme, stieß unter seine Achseln vor, was ihn zusammenzucken ließ, als wäre er kitzelig. Svenja dachte darüber nach, ob sie sich in ihrer Erkundung seines Körpers geistige Notizen machen sollte, aber eigentlich war es ihr egal, welche Berührungen er mochte oder als unangenehm empfand. Es würde eine einmalige Sache. Er bedeutete ihr nichts. Es ging um ihr eigenes Vergnügen. Das war alles. Sie blieb hinter ihm stehen, und ihre Arme reichten um seinen Oberkörper herum, um seine Brustmuskeln einzucremen. Ihre Brüste presste sie an seinen Rücken. Sie spürte seine Wärme.Dabei musste sie näher an ihn herantreten, und ihr Atem traf seinen Rücken. Sie spürte seine Muskeln sich anspannen, wo ihr Atem ihn traf. Dustin lehnte sich zurück, so dass er Svenja berührte, und seine rechte Hand griff nach hinten, um sie an der Hüfte zu berühren. Sie machte einen Schritt zurück, entzog sich ihm und zischte leise:„Nicht anfassen. Nur ich berühre dich. Du fasst mich nicht an. Du gehorchst mir. Mehr musst du nicht tun. Verstanden?“Er nickte, aber er nahm seine Hand nur widerwillig nach vorne. „Du tust, was ich will, und dann kommst du am Ende auch auf deine Kosten. Wenn du dich nicht am Riemen reißen kannst, dann bin ich ganz schnell wieder weg. Das willst du doch bestimmt nicht.“Er schüttelte den Kopf. „Gut.“Sie trat wieder an ihn heran und verteilte mehr Creme auf seiner Brust. Als sie ihn erneut ermahnen musste, die Muskeln anzuspannen, trat sie um ihn herum und stellte sich vor ihn. „Du musst besser gehorchen, sonst passiert so etwas…“Im gleichen Moment rammte sie ihm die Faust recht kräftig in den Magen. Aber der Schuss ging ein wenig nach hinten los, denn Dustin hatte die Bewegung kommen sehen, seine Muskeln angespannt, um den Hieb abzuwehren, und so rammte Svenja ihre Faust in eine ziemlich harte Wand von Muskeln, was sie einigermaßen schmerzte. Dustin schmunzelte und nickte. Sie hatte seinen Spott verdient. Er machte bestimmt Kampfsport oder so. Da konnte sie ihn mit ihrer Mädchenfaust nicht überraschen.„Lach nicht!“, herrschte sie ihn an. „Ich warne dich!“Wie um ihn zu strafen, kratzte sie mit ihren Fingernägeln über seine Brust. Nicht tief genug, um ihn zu verletzen, aber es reichte, dass er seine Miene verzog. „Schön angespannt lassen! Brav machst du das! Du weißt schon, wenn ich mir die Hand an deinem Sixpack verletzt hätte, dann müsstest du dafür büßen!“Er grunzte empört in seinen Knebel.Er war empört, und nun musste Svenja schmunzeln, denn er verstand nicht, was sie damit meinte, und dass das zwischen ihnen nichts als ein Machtspiel war, in dem sie alle Regeln bestimmte und gleichzeitig Richterin und Vollstreckerin war. Lisa hätte es verstanden. Aber Svenja warf ihm auch das nicht vor. Sie ging vor ihm in die Knie und war nun auf Augenhöhe und nur wenige Zentimeter von der riesigen Beule in seinen Shorts entfernt. Aber sie bewegte sich nicht und machte auch keine Anstalten, Dustin seinen Wunsch zu erfüllen. Als der sein Becken nach vorne streckte, ermahnte sie ihn:„Vorsicht, mein Kleiner!“Und dann setzte sie ihre Arbeit fort und verteilte ihre Creme über seine Waden und seine Knie. Sie hatte das Gefühl, dass seine Knie ein wenig zitterten vor Erregung. Welchen Einfluss sie doch auf ihn hatte! Wie scharf sie einen Mann machen konnte! Was für warme Gedanken das waren! Sie ließ sich nun mehr Zeit, als sie seine Oberschenkel streichelte und ihn massierte. Und sie stellte sicher, dass ihre Hände nur ganz langsam und immer nur kurz den Weg nach oben fanden. Das Zittern in seinen Beinen wurde nun unübersehbar, und Dustin hatte seine Körperspannung längst aufgegeben. Stattdessen stöhnte er und murmelte irgendetwas in seinen Knebel.Es war ihr egal. Sie konzentrierte sich auf die Fasern seiner mächtigen Muskeln unter seiner Haut. Um ihn noch heißer zu machen, hauchte sie seinen Schritt an, und als Antwort bekam sie ein Stöhnen von ihm. Ihre Hände erreichten nun sein Becken, sie verschwanden kurz unter seinen Shorts, aber Svenja stellte sicher, dass sie ihn nicht dort berührte, wo er es am meisten wollte. Ein in der Ferne vorbeifahrendes Auto mit kaputtem Auspuff riss sie aus ihrer Faszination mit seinen Muskeln. Sie stand auf, trat nah an ihn heran und flüsterte:„Ich will sehen, wie du es dir besorgst. Ich will zusehen, wie du es dir selbst machst. Tust du das für mich?“Sie war sich sicher, dass das nicht das war, was er sich vorgestellt hatte, aber ihre Worte waren so verführerisch, dass er energisch nickte. Er war schon so erregt, dass er nur noch an seinen Höhepunkt dachte. „Aber vorher will ich noch ein Foto von dir. So schön eingeölt, wie du bist!“Sie nahm ihr Handy heraus und machte ein paar Fotos. Sie dirigierte ihn, und er machte alle Posen, die sie von ihm verlangte. Leider waren die Fotos alle verrauscht, weil es einfach zu dunkel für die Kamera war. Es war auch egal. Sie würde sich die Fotos ohnehin nie mehr ansehen. Es ging ihr nur ums Prinzip.„Runter mit den Shorts!“Svenja hatte sich auf den Baumstamm gesetzt.„Jetzt zeig mir, was du hast!“Dustin gehorchte sofort und fiel vor lauter Enthusiasmus fast hin, als er aus den Shorts stieg. Svenja fand, dass seine Erektion nicht so richtig zum Rest seines Körpers passte, und deshalb schaute sie nicht so genau hin. Sein Körper war massiger als das, was da zwischen seinen Beinen baumelte. Sie ignorierte es. „Bevor du anfängst, komm her!“ Dustins Schritte tasteten sich über den steinigen Boden langsam zu ihr. Svenja nahm aus ihrer Tasche einen Kugelschreiber.„Ich will, dass du mir deine geöffnete Hand hinhältst! Und zwar so!“Sie machte es ihm vor, und er machte es nach. Mit dem Kuli schrieb sie in etwas krakeliger Schrift:„Miss Elaines Spielzeug“ in seine große Handinnenfläche. Er grunzte etwas in sein Tuch.„Du wolltest den Mund halten“, erinnerte sie ihn. „Okay. Schuulihung!“ Das konnte sie trotz seines Knebels gerade noch verstehen.„Du redest schon wieder.“„Schuuhihung!“Es hatte keinen Sinn!Als sie fertig war, zog sie ihr Handy aus der Tasche und machte noch ein Foto von seiner Hand mit der Nachricht darauf. Mit der Taschenlampe des Handys konnte man es ganz gut erkennen.„Ich will, dass du daran denkst, wenn du gleich loslegst! Du bist nichts als Elaines Spielzeug! Ich kann mit dir machen, was ich will. Verstehst du? Wenn deine Hand sich gleich an die Arbeit macht, dann sollte klar sein, dass du mein Spielzeug bist. Deine Hand gehört mir. Und ich kann ihr bestimmen, was sie tun soll. Verstehst du? Wenn ich dir befehle, dass du aufhören sollst, dann tust du das. Klar?“Er nickte.„Zurück auf deine Position.“ Sie dirigierte ihn mit dem Finger, und Dustin gehorchte und tapste zurück.„Okay, fang an. Zeig mir deine Show und denk an die Nachricht in deiner Hand. Die gehört mir, ich bestimme, was sie tut. Aber schön langsam. Lass dir Zeit! Und ich möchte, dass du um Erlaubnis fragst, bevor du kommst. Ist das klar?“„Mmpf“, grunzte er zustimmend und hatte schon begonnen. Svenja betrachtete stolz ihr Werk. Da stand vollkommen nackt ein verdammt muskulöser Typ mitten in der Nacht in einem öffentlichen Park vor ihr. Sein Körper glänzte im falschen Mondlicht, und er holte sich vor ihren Augen und auf ihren Befehl einen runter.Sie konnte es selbst nicht glauben.Sie war fasziniert von seinen Muskeln, die nun alle angespannt schienen, als Dustin sich seiner Arbeit widmete. Es hatte etwas a****lisches, wie die Fasern unter seiner Haut sich bewegten in ihrem eigenen Rhythmus. Und sie hatte diesen starken Körper gebändigt. Mit nichts als ein paar Worten. Sie sah ihm zu, wie er sein Werk verrichtete. Svenja war so fasziniert von den Bewegungen seiner Muskeln, dass sie nicht merkte, wie Dustin sich zu seinem Höhepunkt pumpte, und bevor sie es sich versah, kam er mit einem lauten Grunzen. Vor lauter Anspannung knickte er ein und fiel auf die Knie, und sein Körper gab sich den Eruptionen seines Höhepunktes hin. Er atmete schwer, und seine Brust hob und senkte sich.Er hatte sie vor seinem Orgasmus nicht gewarnt, er hatte sie nicht um Erlaubnis gefragt. Svenja hatte sich das so schön ausgemalt. Dass sie Dustin betteln lassen wollte, kommen zu dürfen. Sie hätte ihm befohlen, aufzuhören, ihn so lange wie möglich an der Klippe zu seinem Orgasmus zu halten, mit ihm zu spielen, ihn zu frustrieren, bis er es nicht mehr ertragen konnte. Sie hätte ihn bis an den Rand des Wahnsinns gebracht, aber es hätte sich für ihn gelohnt. Es wäre der tollste Orgasmus geworden, den er je gehabt hatte. Dann hätte sie ihm den Höhepunkt erlaubt, aber ihm befohlen in seine Handfläche zu kommen. Vielleicht hätte sie ihm nachher befohlen, seine Hand abzulecken, um ihn endgültig zu demütigen. Sie hätte abgewartet, wie er darauf reagiert hätte. Hätte er das alles rundweg abgelehnt, hätte er es zumindest auf seinem Körper verreiben müssen. Sie wäre da flexibel gewesen. Aber all das war nicht passiert, weil er sich nicht unter Kontrolle hatte. Sie stellte sich vor, wie viel besser sein Höhepunkt gewesen wäre, wenn er sich nur ein wenig am Riemen gerissen hätte. Aber er hatte das nicht fertig gebracht. Svenja war enttäuscht. Sie hatte sich mehr erhofft. Sie hatte sogar überlegt, ob sie sich nicht auf ihn stürzen würde, um mit ihm in eine zweite Runde zu gehen. Sie hätte vielleicht mit ihm geschlafen, ihn in sich gelassen. Aber all das war jetzt vom Tisch. Und so bereitete sie ihren Abgang vor. Sie stand auf, nahm sich sein Jeans und kramte in seinen Taschen herum. Schließlich fand sie einen Schlüssel.Dustin war immer noch auf seinen Knien, nach vorne gebeugt und atmete schwer. Er hatte sein Tuch ausgespuckt und murmelte:„Wow, das war extrem! So was habe ich noch nicht erlebt. Du bist so heiß! Weißt du das, Elaine?Sie ignorierte seine Komplimente. „Sieh mich an!“ Er hob den Kopf. „Ich habe hier deinen Schlüssel. Pass genau auf!“Sie warf den Schlüsselbund im hohen Bogen hinter ihn in das Gebüsch.„Mein Schlüssel! Scheiße, was machst du da?“„Hol ihn dir!“„Warum hast du das gemacht? Scheiße!“Er lief vollkommen nackt in Richtung des Gebüschs, um seinen Schlüssel zu suchen. Svenja nutzte die Gelegenheit, um sich aus dem Staub zu machen. Sie verschwand in der Dunkelheit und traf den Entschluss, niemals wieder in den Club zu gehen oder diesen Park zu besuchen. Kapitel 5 Die Situation war ziemlich ähnlich wie bei ihrem letzten Treffen. Svenja trat in Lisas Wohnung und folgte ihr in das abgedunkelte Wohnzimmer. Auf dem Wohnzimmertisch standen wieder eine Flasche Wein und eine Schale mit M&Ms. Dazu lagen fein säuberlich aufgereiht die Spielsachen aus ihrer Tasche auf dem Wohnzimmertisch. Die Handschellen, die Augenmaske, die Feder, die Peitsche mit den vielen Striemen, die Liebeskugeln. Daneben lag noch ein neues Teil. Ein langer, schwarzer Dildo. Und schließlich noch eine kleine Flasche mit Tabasco. Svenja hatte sich wieder in den Ikea-Sessel gesetzt, ohne auf eine Einladung zu warten. Sie machte sich auch nicht die Mühe zu antworten, sondern nickte einfach nur, als Lisa ihr ein Glas Wein anbot. „Was ist das?“ Svenja zeigte auf den Dildo.Lisas Antwort kam verschämt, und Svenja fand, dass sie fast ein wenig zu gespielt devot herüberkam. „Das ist mein… mein Dildo. Ich habe das letzte Mal vergessen, ihn zu erwähnen, als du mich nach meinen Spielzeugen gefragt hast. Ich habe das nicht extra gemacht. Ich habe es einfach vergessen. Ich hoffe, du verzeihst mir das.“Es entging Svenja nicht, was Lisa vorhatte. Sie bettelte um eine Bestrafung. Aber Svenja ignorierte das. Warum sollte sie keinen Dildo haben?„Glaubst du, dass du den heute brauchen wirst?“„Das liegt nicht an mir. Du entscheidest das. Wenn du es willst, dann ja, wenn nicht, dann nicht…“Svenja mochte die Antwort, auch wenn es nicht das war, was sie gefragt hatte. Sie nahm das Weinglas entgegen und nahm einen Schluck, während Lisa zusah und auf eine Antwort von Svenja zu dem Dildo wartete.„Ich hatte dich gefragt, ob du den benutzen möchtest. Aber um deine Frage zu beantworten: Ich denke, wir werden den heute nicht brauchen. Ich habe mich immer noch nicht entschieden, was aus uns beiden wird. Das ist deine große Gelegenheit mich zu überzeugen, dass wir beide eine gute Idee wären. Wenn du mir hier deinen Dildo hinlegst, dann ist es äußerst optimistisch, würde ich sagen, zu glauben, dass der zum Einsatz kommt.“„Okay.“ Svenja spürte die Enttäuschung in ihren Worten, aber sie akzeptierte es. Was sollte sie auch sonst tun?„Erklär mir noch, wofür der Tabasco ist.“„Der ist scharf. Der brennt.“„Ja, okay. Verstehe ich, aber…“Svenja kam sich ein wenig naiv vor, dass sie erst jetzt darauf kam, was man damit noch anstellen konnte. Sie mochte den Gedanken. Tabasco als mildes Folterwerkzeug und Sexspielzeug. Sie nahm einen weiteren Schluck von ihrem Wein. Sie mochte den herben Geschmack auf ihrer Zunge. Dann bedeutete sie Lisa mit einer Bewegung ihres Zeigefingers sich hinzuknien, und Lisa gehorchte. Svenja fing ihren Blick ein, und für einen sehr langen Augenblick sahen die beiden jungen Frauen sich gegenseitig in die Augen. Ohne etwas zu sagen, stellten sie die Beziehung zueinander klar, und Svenja hatte das Gefühl, Lisa in die Seele schauen zu können und dort ihre Dominanz über sie zu erkennen. Es war, als wäre Svenja die Gefängniswärterin zu Lisas Freiheit. Als wüsste Svenja, was Lisa dachte, sagte sie: „Wir sollten dafür sorgen, dass du deinen Platz kennst!“Damit stand sie auf, stellte sich hinter die kniende Lisa und wartete. Sie wartete, nur um Lisa unsicher zu machen. Die traute sich nicht, sich umzudrehen, sondern schaute nervös vor sich. Svenja strich ihr durch die Haare. Es war eine zarte, aber auch irgendwie bedrohliche Bewegung. Lisa konnte sie jedenfalls nicht einordnen.„Weißt du, ich habe mich noch nicht entschieden, was ich mit dir anfangen soll. Oder ob ich überhaupt etwas mit dir anfangen soll. Aber wenn du hier so vor mir kniest, dann gefällst du mir. Das steht dir. Vor mir auf dem Boden zu knien.“„Danke.“„Lass mich dich noch etwas schöner machen.“Svenja nahm die Handschellen vom Tisch und spielte ein wenig mit ihnen. In der Stille ihres Schweigens klangen sie metallisch bedrohlich.„Hast du dich das letzte Mal gut selbst befreien können?“„Kein Problem.“„Fesselst du dich schon mal selbst?“„Manchmal.“„Erzähl mir, wie du es machst.“„Manchmal lege ich sie mir abends an, bevor ich schlafen gehe. Und dann behalte ich sie die ganze Nacht an. Ich kann dann schlecht darin schlafen, denn es ist so ungewohnt, die Hände hinter dem Rücken gefesselt zu haben. Es erinnert mich immer wieder, dass ich gefesselt bin. Es macht mich an. Manchmal reibe ich meinen Unterkörper gegen die Laken. Manchmal, wenn ich Glück habe, dann träume ich sogar davon. Das sind die schönsten Träume. Am nächsten Morgen bin ich dann oft erschöpft, weil ich nicht viel Schlaf bekommen habe. Aber es ist es wert. Es fühlt sich einfach richtig an. Aber es ist auch traurig, wenn man sich selbst fesseln muss, weil man niemanden hat, der das für einen tut.“„Wenn du also auf der Arbeit manchmal schlecht gelaunt bist, dann liegt das daran, dass du schlecht geschlafen hast?“Sie nickte, meinte dann aber: „Ach, ich weiß nicht. Ich finde, ich bin dann besser gelaunt. Müde, aber besser gelaunt. Ich weiß es nicht.“Svenja nahm den linken Arm Lisas. Für Svenja war das eine besondere Berührung. Die erste dieses Abends und wieder ein Schritt hin zu mehr Intimität zwischen ihnen. Sie streichelte mit ihrem Daumen einige Male über Lisas Handgelenk, dann legte sie die Schelle um Lisas Handgelenk und schloss sie.„Zu eng?“Lisa schüttelte den Kopf. Svenja wiederholte die Prozedur mit der anderen Hand. Sie ließ sich Zeit.„Wie fühlt sich das an?“„Mich hat noch nie jemand gefesselt. Ich bin dir so dankbar.“Svenja strich wieder über Lisas Haare. „Ich bin mir nicht sicher, dass das eine gute Idee ist zwischen uns. Dass wir zusammen arbeiten, ist definitiv keine gute Idee. Und ich sage dir ganz ehrlich, wenn du ein Mann wärst, wäre mir das lieber. Ich weiß also nicht, was ich von dir will und was ich von dir erwarten kann. Ich sag dir auch ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob ich auf Frauen stehe. Der Kuss zwischen uns beim letzten Mal. Der war heiß. Ich habe da noch lange dran zurückdenken müssen. Aber will ich mehr? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Sorry, dass ich so offen und ehrlich bin.“Svenja war froh, dass sie hinter Lisa stand und ihr nicht in die Augen sehen musste, denn ihre Beichte war doch sehr persönlich, und sie war sich nicht sicher, ob das ihre Rolle war. Sie sollte doch diese eiskalte Lady spielen, die alles immer unter Kontrolle hatte. „Deswegen solltest du mich heute überzeugen. Ich will wissen, was für mich drin steckt. Was hätte ich von der Sache zwischen uns? Klingt vielleicht irgendwie egoistisch und arrogant und fies. Aber ich weiß es wirklich nicht, und ich habe das Gefühl, dass du dir mehr Gedanken dazu gemacht hast als ich.“„Du könntest einfach mit mir zusammen sein wollen, weil du mich magst.“„Sicher. Ich mag dich auch. Aber du willst ja nicht nur, dass wir ein Paar sind wie alle. Du hast eine besondere Beziehung für uns beide im Sinn. Da will ich wissen, was mir das Besondere bringt. Ich will also wissen, was ich von dem Tabasco habe, den du mir anbietest.“„Was soll ich sagen? Ich soll dich überzeugen, dass du mich lieben sollst?“Svenja stieß das Wort „lieben“ auf. So war das nicht gemeint gewesen. Svenja war auch nicht auf Liebe aus. Das war ganz und gar nicht in ihrem Gedanken. Liebe. Svenja dachte eher an Spaß, den sie haben wollte.„Ich möchte nur wissen, wo der Vorteil für mich als, wie soll ich sagen, Austeilende liegt.“ Sie kam sich ein wenig dumm vor. Die Frage war vielleicht naiv oder einfach nur blöd. Wenn sie erst fragen musste, weil sie es nicht selbst wusste, dann sagte das vielleicht schon alles, und Svenja sollte sich vielleicht eher auf ihre One-Night-Stands in Clubnächten beschränken.Aber Lisa nickte und sagte: „Okay.“, während Svenja sich wieder in den Sessel setzte. Bevor Lisa begann, war Svenja noch etwas eingefallen. “Eine Sache noch. Was trägst du unter deiner Bluse?”„Einen BH.“„Einen schicken?“Sie nickte, als wäre ihr das peinlich.„Hast du den für mich angezogen?“Sie nickte wieder und schaute dabei auf den Boden.”Möchtest du ihn mir zeigen?””Wenn du möchtest.”Svenja fand Lisas Scheu süß, auch wenn ihre Keuschheit sicherlich gespielt war.Svenja erhob sich wieder von ihrem Sessel. „Dann will ich mein Geschenk mal auspacken!“Svenja kniete sich vor Lisa, bedeutete ihr mit ihrem Zeigefinger an Lisas Kinn, den Kopf zu heben, und Lisa gehorchte und sah ihr in die Augen.Svenja nestelte am obersten Knopf von Lisas dunkelblauer Bluse und öffnete ihn. Sie schaute Lisa dabei tief in die Augen.Dieses Mal berührte Svenja Lisa mit größerer Selbstverständlichkeit, und sie hatte das Gefühl, als wäre es Lisa Recht, dass Svenja sich an ihrer Kleidung zu schaffen machte. Sie konnte sich nicht daran erinnern, jemals eine andere Frau ausgezogen zu haben. Definitiv nicht in solch einer knisternden Atmosphäre. Svenja traute sich sogar, einmal prüfend über Lisas BH zu streifen, dabei die Rundungen von Lisas Brüsten zu umfahren und murmelte:„Gefällt mir.“ Aber das war alles mehr eine Mutprobe, die sie sich selbst stellte, denn Svenja war sich immer noch nicht so richtig klar darüber, was sie davon halten sollte, eine Frau sexuell zu berühren. Diese kleine Bewegung ihres Zeigefingers hatte ihr jedenfalls Lust zu mehr gegeben und ihre Unsicherheit ein wenig gedämpft. Sie berührte Lisa mit größerer Selbstverständlichkeit. Lisas Herz schlug derweil schneller, sie ließ das alles geschehen, und man konnte erkennen, wie aufgeregt sie war, auch wenn sie sich nicht bewegte. Lisa genoss ihre Hilflosigkeit. Svenja fragte sich, wie sich das anfühlen musste, diesen Drang zum Gehorchen zu haben. Sie konnte sich das nicht vorstellen, auch wenn sie nun schon einige Begegnungen gehabt hatte mit Leuten, die sich von Svenja herumschubsen ließen, war ihr das alles immer noch fremd. Aber ebenso fremd waren ihr ihre eigenen Gefühle, und was plötzlich diesen Drang in ihr ausgelöst hatte, andere herum zu schubsen.Schließlich öffnete sie den letzten Knopf und der Stoff der Bluse schob sich zur Seite und entblößte noch einen größeren Teil von Lisas Oberkörper. Svenja nutzte die Gelegenheit und strich über Lisas Bauch. Er fühle sich weich und einladend an, und sie hätte ihn gerne noch etwas länger gestreichelt. Dieser Gedanke wehte durch ihr Bewusstsein, wie es sein musste, diesen weichen Bauch zu küssen, ihre Lippen, ihre Zunge darüber fahren zu lassen, vielleicht mit ihrem Bauchnabel zu spielen. Aber auch das war etwas für einen späteren Zeitpunkt. Svenja öffnete Lisas Bluse wie einen Vorhang und musterte ihren Körper. „Sehr einladend!“, flüsterte sie, und Lisa schaute noch keuscher, wenn das überhaupt möglich war.„Danke.“Svenja streifte Lisa die Bluse von der Schulter Sie fiel nicht besonders tief, denn die hinter dem Rücken gefesselten Hände verhinderten, dass Svenja Lisa die Bluse ausziehen konnte. Anfängerfehler, dachte Svenja.Svenja hätte ihr die Bluse vom Leib schneiden können, aber das war vielleicht etwas zu drastisch. Svenja würde sich das definitiv nicht trauen. Svenja strich über Lisas Schulter.„So gefällst du mir schon besser!“„Danke“, hauchte Lisa wieder.„Mir ging es aber nicht darum, deinen in der Tat netten Körper vor mir auszubreiten, sondern ich hatte etwas anderes vor.“Svenja nahm die Peitsche vom Tisch und schwang sie ungelenk umher. Das Teil machte ihr Angst.„Ist das eine neunschwänzige Katze?“„Ich glaube schon.“Svenja ließ die Striemen locker in ihre Handinnenfläche knallen. Es tat nicht weh. Aber sie hatte auch keine Ahnung, wie hart man damit zuschlagen konnte und wohin. Und sie hatte keine Ahnung, ob sie Lisa wirkliche Schmerzen bereiten sollte oder ob das alles mehr symbolisch zu sehen war. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass es Menschen gab, die wirklich auf Schmerzen standen, auch wenn das Internet voll von solchen Leuten zu sein schien. „Erzähl mir von der Peitsche.“„Was soll ich sagen? Ich habe die aus dem Internet.“„Und du schlägst dich damit.“„Manchmal. Ich habe es versucht.“„Um dich zu bestrafen?“„Ich wollte wissen, wie es ist, damit geschlagen zu werden.“„Und, wie ist es?“„Es ist nicht das Wahre, wenn man es selbst machen muss.“„Was magst du daran, geschlagen zu werden?“„Ich glaube die Hilflosigkeit, dass man dem Zorn eines anderen ausgeliefert ist.“„Das macht dich an?“„Glaubst du, dass das falsch ist?“Svenja konnte darauf nichts erwidern und überging die Frage. „Was ist mit den Schmerzen?“„Ich mag sie nicht. Aber darum geht es ja. Dass man bestraft wird. Würde es nicht wehtun, wäre es keine Strafe. Ansonsten will ich sie vermeiden. Wie wohl jeder.“ „Also gut. Dann werden wir das heute mit der Peitsche versuchen. Wenn du etwas sagst, was ich nicht mag, wenn du mich langweilst, wenn du mich ärgerst, dann haue ich dir die um die Ohren, okay?“Lisa nickte: „Okay. Das klingt fair.“Svenja stieß ihre eigene Wortwahl auf. „Um die Ohren hauen“. Das klang schief, aber sie wischte den Gedanken beiseite.„Na dann sollten wir beginnen. Überzeuge mich!“„Was soll ich sagen? Ist das nicht klar? Du bekommst eine Sklavin. Jemand, der dir gehorcht. Ist das nicht toll? Du kannst mit mir machen, was du willst, und ich werde tun, was du willst. Das wollte ich schon immer. Jemandem gehorchen. Möchtest du nicht, dass dir jemand gehorcht? Möchtest du nicht deine persönliche Sklavin? Deine Sexsklavin?“ „Sklavin. Mit Sklaven verbinde ich eigentlich nichts Positives. Bei Sklaven denke ich an Schwarze auf Baumwollfeldern, die für andere hart arbeiten und dafür ausgepeitscht werden. Ich denke bei Sklaven an Sklavenhalter, die ihre Sklaven als ihr Eigentum betrachten und mit ihnen machen können, was sie wollen.” „So meine ich das nicht.”„Selbst wenn ich es so sehe wie du, dann will ich das eigentlich nicht. Ich will nicht ständig über einen anderen bestimmen. Ich will nicht alle Entscheidungen treffen. Wenn ich einen Sklaven will, dann schaffe ich mir einen Hund an. Der liebt mich und macht alles, was ich will, und ich kann mit dem machen, was ich will. Aber ich will keinen Hund. Und eine Sklavin will ich schon gar nicht. Ich glaube, du musst mir was Besseres bieten.“„Ich meine das ja auch nicht wörtlich.” Lisa senkte den Kopf noch weiter, kauerte nun praktisch vor Svenjas Füßen. Svenja spielte mit der neunschwänzigen Katze, ließ die Striemen in ihre Hand klatschen und beschloss, sie an Lisa anzuwenden. Ihre Position mit dem Rücken, den sie so anbot, lud einfach dazu an. Sie beugte sich vor und ließ die Peitsche auf Lisas Rücken fallen. Es war praktisch nur die Schwerkraft, die die Lederstriemen auf Lisas Rücken fallen ließ. Es klang wie ein Augenblick prasselnden Regens. Svenja mochte das Geräusch nicht. Die Riemen ließen allenfalls einen Hauch von Rötung auf Lisas Haut zurück, so vorsichtig handhabte sie die Peitsche. Svenja glaubte, ein Wimmern von Lisa zu hören. Sie war sich nicht sicher. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass sie Lisa wirklich Schmerzen verursacht hatte. Aber trotzdem war sie unsicher und fragte deshalb:„Ist alles in Ordnung?“„Ja… alles in Ordnung. Es ist nur, dass ich mir so gewünscht habe, dass jemand das mit mir macht.“„Das?“„Ja. Du weißt schon, das… mit der Peitsche.“Svenja wusste nicht, was sie davon halten sollte. Dieses Teil in ihren Händen war ihr unheimlich. Sie ließ noch einmal die Peitsche auf Lisas Rücken fallen, aber wieder war es mehr ein Streicheln. „Es tut mir leid, aber ich kann dieses Ding nicht benutzen. Ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll.“ Svenja ließ die Peitsche auf den Boden fallen. „Ist schon in Ordnung. Es muss nicht sein.“, flüsterte Lisa und kroch ein paar Zentimeter nach vorne. Lisa beugte sich über Svenjas Füße und legte kleine Küsse auf ihre Schuhe. Svenja hatte nicht damit gerechnet und sie wünschte sich, dass sie etwas passendere Schuhe trug statt die billigen Sportschuhe, die sie aus Bequemlichkeit angezogen hatte. Sie war schon wieder überholt worden von Lisa. Sie beugte sich vor und strich mit ihren Fingerspitzen über Lisas Rücken, während Lisa weiterhin Svenjas Schuhspitzen mit Küssen bedeckte. Es war eine seltsame Situation. Ein leiser Moment der Intimität. Lisa schien in ihren Gedanken verloren und sich Svenja hinzugeben, ohne mehr zu fordern, sondern nur zu hoffen. Svenja erforschte ihre Gefühle, als ihre Fingerkuppen sanft über den Körper der anderen Frau strichen. Dabei veränderte sie ihre Handbewegung nur leicht, fuhr die Finger ein, so dass es nicht mehr ihre Kuppen, sondern ihre Nägel waren, die Lisas Rücken berührten. Ganz leicht strichen ihre Fingernägel nun über deren Haut, aber fasziniert beobachtete Svenja, wie sich augenblicklich eine Gänsehaut auf Lisas Rücken bildete.„Magst du das?“„Ja.“„Erklär’s mir.“„Deine Nägel sind ein Versprechen. Deine Nägel versprechen mir, dass du nicht nur nett zu mir sein kannst. Dass du vielleicht auch anders sein kannst. Du versprichst mir, dass ich Angst vor dir haben kann.“„Das ist ein Versprechen?“„Für mich ist es eins. Und ich bin dir dafür dankbar, dass du unberechenbar bist. Ich werde versuchen, dir dafür zu danken. Ich weiß noch nicht wie. Ich kenne dich ja noch nicht so gut. Aber ich möchte dich kennenlernen. Und dann möchte ich dir danken für das, was du mir antust. Du sagst, dass du keine Sklavin willst. Das kann ich verstehen. Vielleicht will ich auch keine sein. Du hast Recht. Niemand sollte Sklave sein wollen. Aber ich möchte dir Gutes tun. Ich möchte etwas für dich tun. Ich möchte dir die Wünsche von den Augen ablesen. Ich möchte dich überraschen. Der Praktikant, Robert, der wollte seinen Spaß, und du hast ihm den gegeben. Das ist nett von dir. Aber ich könnte dir so viel mehr geben. Lass uns doch zusammen auf diese Reise gehen. Lass uns zusammen entdecken, was uns Spaß macht und was so alles in uns steckt. Ich glaube, dass wir so viele neue, großartige Dinge über uns herausfinden könnten. Wir müssen ja nichts tun, was wir nicht wollen. Wir stellen ein paar Regeln auf, und wenn einer von uns etwas nicht will, dann machen wir das nicht. Uns steht eine ganze Welt offen. Was sagst du? Lass es uns versuchen! “Lisa war ganz emotional geworden. Sie hatte sich aufgerichtet und sah nun Svenja in die Augen. Die fühlte sich ein wenig überrumpelt von diesem Plädoyer, das aus dem Nichts gekommen war. Svenja fühlte sich in die Enge getrieben, aber gleichzeitig klangen die Worte sehr verführerisch. Es hatte alles so simpel angefangen mit ihren kleinen Spielchen im Park und dann dieser Sache mit dem Praktikanten. Es waren Spielereien ohne Konsequenz, aber auch ohne große Tiefe. Svenja hatte diese Seite an sich gefunden, und nun sah sie sich mit diesem unüberschaubaren Angebot konfrontiert. Lisa schien so viel weiter zu sein als die beiden Männer. Und so viel weiter als Svenja, und das bereitete ihr Sorge, denn sie konnte nicht überschauen, was Lisa vielleicht erwarten würde. Lisas Augen, voller Hingabe, aber auch voller Erwartung blickten sie immer noch an. Svenja musste eine Antwort liefern. Svenja stand auf, kniete sich neben Lisa, setzte ihre spielerischen Streicheleinheiten auf Lisas Rücken fort und flüsterte ihr ins Ohr: „Ich mag es, wie du hier vor mir kauerst. Das steht dir. Mir gefällt das. Du hast Recht, du hast mir verdammt viel zu bieten, und vielleicht werden das ja echt neue Erfahrungen.“ Ihre Finger fanden sich an Lisas Haaransatz wieder und spielten mit ihrem weichen Flaum, wickelten die Haare um ihren Finger. Lisa leistete keinen Widerstand, als Svenja Lisas Kopf sanft aber bestimmt auf den Boden drückte. „Du solltest öfter so vor mir knien. Als mein kleines Geschenk. Verpackt in Handschellen.“Svenja beugte sich hinunter zu Lisa, um ihr in die Ohren zu säuseln. Ihr warmer Atem wehte über Lisas Ohr und ihre Wangen und streichelte diese. Während Svenjas Worte weich und sanft klangen, erforschte ihr Finger immer noch Lisas Rücken, aber sie hatte wieder ihre Krallen ausgefahren, und mit dem Nagel des Zeigefingers drückte sie nun in die Haut, hinterließ eine Linie und drückte damit eine Drohung aus, die den weichen Worten widersprach. Svenja sandte unterschiedliche Messages aus. Sie wollte Lisa verunsichern. Der Nagel von Svenjas Zeigefinger schnitt weiter in Lisas Rücken und traf nun den BH. Erst als Svenjas Hand schon mit dem Verschluss kämpfte, wurde ihr erst bewusst, dass sie dabei war, Lisa weiter auszuziehen, ihr noch mehr ihrer Kleidung zu nehmen. Aber sie hatte nun Mut gefunden, und Svenja hinterfragte nicht mehr, sie handelte einfach. Sie musste ein wenig an dem Verschluss nesteln, und sie fühlte sich an die Männer erinnert, die in der Vergangenheit mit ihrem BH gekämpft hatten. Es wirkte amateurhaft, aber schließlich öffnete sich der Verschluss. Svenja ließ ihn aus den Fingern gleiten, tat sonst aber nichts weiter. Die Spannung des BHs ließ nach, und sie war sich sicher, dass Lisa spürte, wie ihre Brüste nicht mehr durch den Stoff gehalten wurden. Svenjas Finger könnten einfach die Träger von Lisas Schulter schieben und sie so vollkommen entblößen. Spielerisch drückte sie die Träger ein wenig über ihre Schulterblätter, aber dann vergaßen ihre Finger scheinbar ihr Ziel und machten sich wieder daran, ihren Rücken zu erforschen und die Krümmung ihres Rückgrates entlang zu fahren. „Du bist wie ein kleines Geschenk, das ich auspacken darf.“, flüsterte sie. „Was ich alles mit dir anfangen könnte! Du bist schön. Ich bin sicher, das haben dir schon viele gesagt.“Lisa schüttelte fast unmerklich mit dem Kopf. „Nein? Das kann ich fast nicht glauben. Nun, dann bin ich eben die Erste, die das erkannt hat. Du bist schön, du bist unglaublich schön. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie gerne ich jetzt über dich herfallen würde. Wie gerne ich mich auf dich, auf deinen Körper stürzen würde. Du bist verdammt schön, wie du hier vor mir kauerst und dich mir anbietest.“Svenjas Finger fuhr nun über Lisas Schulterblätter und ihre Arme herab, bis zu den Handschellen.„Geht es noch?“Lisa nickte. Svenja hob die Handschellen prüfend und drückte durch die Hebelwirkung Lisas Schulterblätter noch weiter zu Boden. „Wenn du es nicht mehr aushältst, musst du dich melden, okay?“Lisa nickte wieder, sagte aber nichts. Der Zeigefinger machte seine Reise zurück, Lisas Arme hinauf über die Schulter. Er hatte sich dem BH nun wieder zugewandt, und er schob beiläufig die Träger von Lisas Schulter, und diese Träger glitten an ihren gefesselten Armen herab und entblößten ihre Brüste. Svenja konnte sie nicht sehen, aber wenn sie Lisa befehlen würde, aufzustehen oder sich umzudrehen, könnte sie sie betrachten. Aber sie wollte Lisa hinhalten. Svenja wusste, dass Lisa sich ihr nur zu gerne gezeigt hätte. Aber sie wollte sie hinhalten. Es sollte nicht so schnell gehen. Svenja würde an diesem Abend nicht über Lisa herfallen. Sie würde diszipliniert sein, auch wenn es ihr schwer fiele. „Ich kann es gar nicht erwarten, dich zu nehmen“, flüsterte Svenja.„Dann nimm mich!“, flüsterte Lisa. Es kam ganz leise, und wenn Svenjas Kopf nicht ganz nah neben Lisas gewesen wäre, hätte sie es nicht gehört.„Wie bitte?“„Bitte nimm mich! Ich tue, was du willst. Aber bitte nimm mich!“„Meinst du ich sollte das?“Lisa nickte heftig. „Du bist süß.“ Aber dann fügte Svenja noch einen Satz hinzu, der fies war, den sie selbst nicht mochte, aber er passte zu dem Spiel, das sie veranstalteten. „Aber du sagst, dass ich zu bestimmen habe. Dann muss ich wohl bestimmen. Und wenn ich jetzt nachgebe, dann sieht es so aus, als würdest du in Wirklichkeit bestimmen.“Damit stand Svenja auf. „Nein!“, flehte Lisa. „So habe ich das nicht gemeint!“„So ist es aber! Hättest du nichts gesagt, ich wäre vielleicht auf deine Wünsche eingegangen. Aber so… Das wirst du sicherlich verstehen.“Svenja schaute auf das Päckchen vor sich, das sichtlich nervös war. Aus dieser Perspektive sah Lisa noch kleiner aus. Svenja schritt einmal um den Körper vor sich, stellte sich vor Lisa und sagte: „Zum Abschied solltest du mir noch einmal die Füße küssen.“„Zum Abschied? Bitte geh noch nicht!“ „Du bist zu gierig.“„Du musst nicht gehen. Verlass mich noch nicht!“ Lisa versuchte zu Svenja hochzusehen, verdrehte ihren Kopf, aber es gelang ihr nicht.„Du musst noch viel lernen.“, schmunzelte Svenja.„Bitte geh noch nicht! Du bist doch gerade erst gekommen!“„Ich muss wohl ein Machtwort sprechen“, sagte Svenja mit sanfter Stimme. „Wenn ich etwas bestimme, dann musst du das hinnehmen. Ohne Widerworte. Verstanden?“Lisa nickte enttäuscht.„Schön. Und jetzt sei lieb und gehorche. Küss meine Schuhe!“Lisa nickte widerwillig und robbte die wenigen Zentimeter zu Svenjas Schuhen vor, um diese wie befohlen zu küssen. „Brav machst du das!“Svenja schaute hinunter auf Lisa. Aber ihr Blick fiel auch neben die junge Frau auf das Utensil am Boden. Sie zögerte nur einen Augenblick, dann hob sie die Peitsche auf.„Du verdienst aber auch eine kleine Bestrafung.“Während Lisa weiter Svenjas Schuhe mit Küssen bedeckte, ließ diese die Striemen der neunschwänzigen Katze auf Lisas Rücken prasseln. Svenja überwand sich. Es waren immer noch ganz leichte Schläge, mehr Streicheleinheiten, aber es ging auch nicht um Schmerz. Es ging darum, Lisa ihren Platz zu zeigen. So hinterließen die Schläge kaum eine Rötung auf Lisas Körper, aber Svenja war sich sicher, dass sie etwas in Lisas Seele bewirkten. Als sie die symbolische Bestrafung beendet hatte, wandte Svenja sich an Lisa: „Der Schlüssel zu den Handschellen liegt wieder hier auf dem Tisch. Du öffnest sie, wenn ich die Wohnung verlassen habe, und du sendest mir sofort wieder eine Nachricht. Verstanden?“Lisa nickte. „Und dann noch etwas. Wenn du dich befreit hast, dann hast du dir eine Belohnung verdient. Du weißt schon, was ich meine. Hier auf dem Boden an der gleichen Stelle. Und ich möchte, dass du an mich denkst. Ich möchte eine weitere Nachricht von dir, wenn du das erledigt hast. Verstanden?“Lisa sah zu Svenja auf, nickte und lächelte.„Verstanden.“„Dann wünsche ich dir viel Spaß.“Damit verließ Svenja die Wohnung. Sie war noch nicht auf der Straße, als ihr Handy das erste Mal summte. Während Svenja durch die Straßen nachhause ging, dachte sie an Lisa, wie diese in diesem Moment mit sich spielte und an sie dachte. Kapitel 6 Das Büro war ein Problem. Wie sollten sie auf der Arbeit miteinander umgehen? Svenja wollte ihr Privatleben davon trennen. Aber natürlich konnte das nicht so richtig funktionieren, wenn sie Lisa jeden Tag sah und die um sie herumschlich wie eine Katze auf der Suche nach Aufmerksamkeit. Svenja war immer noch an ihrer Karriere interessiert. Sie konnte auf der Arbeit keine Ablenkung gebrauchen. So gab es einige Missverständnisse. Lisa hatte gehofft, dass Svenja jede geheime gemeinsame Minute nutzen würde, um mit ihr zu spielen, sich Ideen zu überlegen, wie sie Lisa peinigen konnte. Aber das war nicht in Svenjas Sinn. Ihre Arbeit war anspruchsvoll, und sie wollte sich lieber auf eine Sache konzentrieren. Überhaupt war sie nicht so unglaublich interessiert daran, ständig Lisa um sich zu haben. Als also Lisa in den nächsten Tagen ständig ankam und Svenja mit Elaine anredete, war das Svenja gar nicht recht. Nachdem das einige Male vorgekommen war, nahm Svenja Lisa zur Seite und klärte sie auf, dass sie kein Interesse an diesen Spielchen hatte. Lisa war offensichtlich enttäuscht, aber sie akzeptierte es. Svenja stellte fest, dass Lisa ihre Arbeit ernster nahm, effizienter wurde, sich mehr einsetzte, sogar mitdachte. Svenja interpretierte das als den Versuch Lisas, sich ihre Gunst zu sichern. Das wäre nicht notwendig gewesen. Svenja war nicht daran interessiert, dass Lisa ihr Leben änderte, um ihr zu gefallen. Wollte sie sich mehr Mühe auf der Arbeit geben, dann war Svenja das Recht, aber es bedeutete ihr nichts. Es war nicht ihre Aufgabe, sich um Lisas Karriere zu kümmern.So rigoros Svenja Arbeit und Privatleben trennen wollte, so wenig war Lisa damit zufrieden, und Svenja fand, dass sie ihr wohl ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken musste. Einige Tage später ergab sich eine Gelegenheit. Die Firma sollte einen neuen Kopierer bekommen. Es sollte ein Großformatkopierer sein, was nichts anderes war als ein Kopierer, der größer als DinA3 drucken konnte. Der anvisierte konnte DinA1. Ein Riesenteil, das ziemlich teuer wäre. Svenja sah nicht so richtig den Sinn dieser Anschaffung, aber der Chef hatte es sich in den Kopf gesetzt, und damit war die Aufgabe an Svenja gegangen, solch ein Gerät zu besorgen. Sie hatte einige Zeit damit verbracht, Geräte zu recherchieren, mit Vertretern zu sprechen und schließlich die Lieferung und den Aufbau zu arrangieren. Die Firma, für die man sich schließlich entschieden hatte, war leider nicht die kompetenteste, daher kostete es Svenja eine ganze Reihe von Anrufen und viele Nerven, bis das Gerät endlich da stand, wo es hin sollte. Es musste dann allerdings noch einmal umgestellt werden, und der Service musste noch zweimal anreisen. Als das Gerät endlich einigermaßen funktionierte, war Svenja ziemlich genervt. Während sie am Telefon in der Warteschleife der Firma hing, hatte sie allerdings recht viel Zeit, und die hatte sie genutzt, um einen Racheplan zu entwickeln. Sie musste sich rächen, und weil sie sich schlecht an dem Kopierer rächen konnte, sollte Lisa ihren Frust ausbaden. Grimmig. So konnte man Svenjas Stimmung am besten beschreiben. Sie fand, dass eine Bestrafung fällig war. Und es wäre doch nett, wenn Svenja nicht nur den Kopierer bestrafte, sondern dazu auch noch Lisa mit einbezöge, obwohl die gar nichts angestellt hatte und total unschuldig war. Aber Lisa wollte nun einmal bestraft werden, und der Kopierer wollte es nicht. „Kannst du heute länger bleiben?“ Svenja hatte sich hinter Lisa gestellt, die an ihrem Rechner saß. Lisa antwortete nicht sofort, und Svenja wusste nicht, ob Lisa aus Widerwillen zögerte, weil sie keine Überstunden machen wollte. Daher fügte sie hinzu: „Elaine will dich sehen.“Spielerisch hatte Svenja ihren Zeigefinger eingesetzt, hatte sie damit am Hals gestreichelt, und als sie den Namen Elaine erwähnte, drückte sie ihren Fingernagel in Lisas Nacken. Lisa zuckte ein wenig zusammen, und Svenja spürte wieder die Gänsehaut auf Lisas Nacken.„Bewahre dir deine Gänsehaut auf. Die wirst du noch brauchen!“Mit diesen Worten und ohne eine Reaktion abzuwarten, drehte Svenja sich um und ging wieder in ihr Büro.Sie waren die letzten in der Firma. Die Verwaltung war längst leer, in der Produktion war niemand mehr. „Kommst du bitte?“ Svenja gab sich Mühe, ihre Stimme kühl und professionell klingen zu lassen. Sie ging vor in den Kopierraum. „Du hast den neuen Kopierer schon gesehen?“„Habe ich.“„Das ist ein Großformatkopierer. Weißt du, was das ist?“„Ein Kopierer, der besonders groß kopieren kann?“„Wir brauchen den, um Kopien von Produktionsplänen anzufertigen.“Lisa nickte. „Früher mussten wir für so etwas zum Copyshop. Das fällt jetzt weg.“Lisa nickte wieder. „Ich weiß, ich habe das bisher immer gemacht. War nervig.“„Danke für den Hinweis, weiß ich natürlich.“ Svenja schmunzelte innerlich, nach außen aber klang ihre Stimme emotionslos. „Weil du sicherlich mehr als irgendwer sonst in der Firma von diesem Ding profitieren wirst, habe ich dich auch hinzugezogen. Finanziell rechnet sich diese Maschine im Leben nicht. So viel können wir in zehn Jahren im Copyshop nicht ausgeben, dass sich das Gerät amortisiert. Aber scheinbar können wir damit angeben, und du musst nicht mehr bei Wind und Wetter raus, wenn wir eine Kopie brauchen. Ich denke, das wird deine Arbeit massiv vereinfachen.“Lisa nickte. „Wir haben heute zwei Aufgaben. Erstens: Es ist sehr wichtig, dass wir die Farben kalibrieren. Nur, wenn die Farben ganz exakt wiedergegeben werden, können wir den Kopierer sinnvoll einsetzen.“ Lisa nickte wieder. Svenja war nicht klar, ob Lisa schon verstand, wie unsinnig diese Aufgabe war. Das Ding musste nicht hundertprozentig farbtreu sein. Aber damit hatte der Vertreter so penetrant geworben, dass Svenja sich das gemerkt hatte.„Zweitens: Ich hatte mit der Beschaffung ziemlich viel Arbeit. Es hat mich Zeit und Nerven gekostet. So viel Zeit und Nerven, dass ich zur Erhaltung meiner Arbeitsmotivation meine Emotionen, wie soll ich sagen, reinigen sollte. Mit anderen Worten, ich habe sehr viel Lust, diesen Scheißkopierer zu bestrafen. Da es aber albern ist, seine Emotionen an einer Maschine auszulassen, finde ich es sinnvoller, meine Wut an dir auszulassen.“Ihre Worte klangen gestelzt und wenig echt, aber sie hatte das so eingeübt und war zufrieden mit ihrer kalten Sprache.„Oh. Okay.“„Da du wie gesagt am meisten von dem Kopierer profitieren wirst, finde ich das nur fair.“„Klingt logisch.“„Sehr schön. Ich freue mich, dass du das auch so siehst. Dann wollen wir beginnen. Bitte zieh dein T-Shirt aus.“Die Aufforderung überraschte Lisa.„Hier?“„Wo sonst?“„Okay.“Ihre Körpersprache verriet, wie unangenehm ihr das war. Der Ort war sicherlich nicht sonderlich stimmungsvoll. Ein kalter Raum, der nur funktional war, mit weißen Wänden und kaltem Neonlicht. Ein paar weiße Schränke mit Büromaterial, ein alter Kopierer, ein großer Tisch, eine Schneidemaschine und ein wenig wie ein Thron wirkend an einer Wand der riesige neue Kopierer. Kein Ort für ihre Spielchen. Aber Lisa war nur kurz überrascht, dann kam sie dem Befehl nach. Sie fasste den Saum ihres Shirts und zog es langsam über ihren Kopf. Svenja genoss den Anblick, wie Lisas Brustkorb sich bog, ein wenig schlangenhaft und sehr sinnlich. Sie war sich sicher, dass Lisa für sie eine kleine Show hinlegte. Lisa stand nun da mit nacktem Oberkörper, nur der BH bedeckte sie noch. Sie stand unsicher da und wusste nicht, wohin mit ihren Armen. Svenja stand im Gegensatz zur Nervosität Lisas hingegen ruhig da, betrachtete den Körper ihrer Untergebenen in dem kalten Licht und genoss den Anblick und Lisas Nervosität. „Ziehst du bitte auch den BH aus?“Lisa nickte. Es war natürlich keine Frage.Lisa griff hinter sich, öffnete den Verschluss, brachte dann ihre Arme wieder nach vorne und umfasste die beiden Körbchen. Sie zögerte ein wenig, dann ließ sie ihre Arme sinken und den BH von ihrem Körper gleiten.Natürlich hatte Svenja schon viele Frauen oben ohne gesehen, aber noch nie hatte sie einer Frau befohlen, sich vor ihr zu entblößen, und noch nie hatte sich eine Frau für sie so erotisch ihres BHs entledigt. Svenja starrte sie unverhohlen an, und Lisa trat unsicher von einem Bein auf das andere. Sie fand es erregend, wie Lisa sich zierte, obwohl sie sich absolut sicher war, dass das alles gespielt war. Aber es verstärkte eben noch einmal ihr Machtspielchen.„Es geht darum, dass wir die Farbnuancen des Kopierers abgleichen. Man sagt, dass man Farbtreue besonders gut bei menschlicher Haut beurteilen kann.“ Das war natürlich alles Quatsch. „Bitte hebe die Klappe hoch und beuge deinen Oberkörper über die Kopierscheibe.Lisa gehorchte, ging zu dem Kopierer, hob den Deckel und beugte sich ein wenig ungeschickt über die Scheibe. „Bitte lege deinen gesamten Oberkörper drauf.“Es waren kalte Anweisungen in einem kalten Raum. Lisa sollte sich auch so fühlen. Kalt behandelt wie bei einer ärztlichen Untersuchung. Nüchtern, sachlich, peinlich.„Hält der mein Gewicht denn aus? Nicht, dass wir den kaputt machen.“„Der Gebrauchsanweisung nach auf jeden Fall.“Svenja war an Lisa herangetreten. Ihre Hand hatte Lisas Hals umfasst und presste ihren Oberkörper wenig zärtlich auf das Glas, bis ihr Oberkörper mit einem Teil ihres Kopfes auf der riesigen Glasfläche lag. In der kalten Umgebung fühlte ihr Körper sich erfreulich warm und weich an. Dann fuhr Svenja mit ihrer Hand Lisas Rückgrat entlang und presste deren Körper auf den Kopierer. An der kleinen Wölbung über ihrem Po hielt sie einen Moment inne. Dann entschloss sie sich, über Lisas Jeans zu streichen, über ihren Po. Ihre Hand fuhr tiefer, über die Jeans und ihre Finger und fanden ihren Weg zwischen Lisas Schenkel. Sie ruhten auf Lisas Beckenboden für einen langen Augenblick, und Svenja war einerseits über ihren Mut erstaunt, dass sie Lisa an dieser intimen Stelle berührte, andererseits hatte sie das Gefühl, dass Lisa sich gegen Svenjas Hand presste und die Berührung begrüßte. Schließlich fuhr Svenjas Hand zurück über Lisas Po, ihren Rücken und zurück zu ihrem Hals. Svenja ließ ihre Hand an Lisas Hals. Mit der anderen bediente sie den Kopierer.„Augen zu!“Der Kopierer erwachte mit einem mechanischen Summen zum Leben, und die Lampe fuhr Lisas Körper ab. Es war eine technische Bewegung, aber Svenja stellte sich vor, wie genau und detailreich die Maschine Lisas Körper abtastete.Langsam kam die Kopie aus der Maschine. „So, du kannst wieder aufstehen. Stell dich bitte mit dem Rücken da an die Wand!“Lisa folgte den Anweisungen, wie man einer Ärztin folgt.„Dann wollen wir mal sehen!“Svenja hatte die riesige Kopie im Maßstab eins zu eins neben Lisa an die Wand geheftet und stellte sich vor ihre Kollegin. Ihr Blick wechselte zwischen der Kopie und Lisas Körper hin und her. Immer noch mit dieser demütigenden Sachlichkeit. Als übe Lisas Körper keinerlei Reiz aus, als wäre Svenja komplett immun. „Auf den ersten Blick sieht das alles ganz realistisch aus. Aber wir sollten mal genauer schauen!“Svenja beugte sich über das Poster und begutachtete eine Stelle über Lisas Bauchnabel.„Was ist das? Ist das ein Fleck? Eine Unreinheit? Schauen wir mal!“ Sie wandte sich Lisas Körper zu, kniete sich vor sie und suchte die Stelle auf Lisas Bauch. „Ist das ein Fleck oder ein Muttermal?“ „Ein Muttermal, glaube ich.“ Lisas Stimme klang winzig in dem kalten Raum.Svenja strich über Lisas Bauch, über das Muttermal, kratzte einmal leicht mit ihrem Fingernagel darüber, als wäre sie sich nicht sicher.„Du hast Recht. Es ist kein Fleck. Es ist ein Muttermal. Die Kopie gibt die Farbe ziemlich gut wieder. Schauen wir uns die Schatten an. Wie gibt der Kopierer deine Brüste wieder? Mal sehen!“Sie schaute sich das Poster wieder an.„Deine Brüste sind symmetrisch, das muss man dir lassen. Aber wie steht es mit den Schatten? Die Kopie gibt die Farbübergänge recht gleichmäßig wieder. Wie sieht das Original aus?“Sie beugte sich ganz nah an Lisas Brüste und fuhr mit ihrem Zeigefinger an der Unterseite ihrer Brüste entlang. „Ich denke, die Farbwiedergabe ist in Ordnung. Sag mal, warum sind deine Brustwarzen eigentlich so hart?“Es war wieder eine kalte Bewegung, mit der Svenja über Lisas Brustwarzen strich. Wieder eine erste Berührung für Svenja und wieder ein Schritt weiter. „Ist dir kalt?“„Die Glasscheibe ist kalt. Aber ich glaube, es liegt noch eher an etwas anderem, dass meine Nippel hart sind.“„So?“Aber Svenja fragte nicht weiter, als interessiere sie die Erläuterung nicht. „Okay. Ich denke, damit wären wir durch. Zum nächsten Schritt. Als Nächstes müssten wir die Farbechtheit bei Farbmischungen überprüfen.“Svenja zog aus ihrer Tasche einen ziemlich roten Lippenstift. „Nehmen wir den hier. Wir sollten irgendwas auf deine Brust schreiben. Hast du einen Vorschlag?“Lisa überlegte einen Moment und flüsterte dann mit wackeliger Stimme: „‘Schlampe‘ vielleicht.“„Schlampe? Ich finde, das steht dir nicht. Du bist doch keine Schlampe. Du solltest dich nicht selbst so abwerten. Wie wäre es mit: Elaines Spielzeug. Das klingt verspielt und nett und irgendwie respektvoller. Trifft die Sache aber. Was hältst du davon?“Lisa nickte. Was sollte sie auch sonst tun?„Das ist besser. Elaines Spielzeug. Das gefällt mir.“Svenja dachte sich, dass Lisa das quasi sagen musste. Sollte sie ihr etwa widersprechen? Svenja nahm die Kappe des Lippenstifts ab und schrieb in großen Buchstaben quer über ihren Oberkörper.„Hast du ein Handy dabei?“„Sicher, warum?“„Frag nicht, gib‘s mir!“Lisa zog ihr Handy aus der Tasche. „Mach’s an!“Sie gab den Pin ein und reichte es Svenja.„Ich mache ein Foto… Wegen der Farbechtheit.“Natürlich stimmte die Farbe des Fotos von dem Handy farblich überhaupt nicht mit Lisas Haut überein. Aber darum ging es ja auch nicht. „Was hältst du davon?“ Svenja hielt ihr das Handy hin, aber Lisa wusste nicht, was sie erwidern sollte, und so nickte sie nur.„Sieht gut aus.“„Findest du? Wenn du magst, dann schick mir das doch.“Dustin hatte sie nicht die Kontrolle über sein Foto gegeben, und sie hatte ihm nicht die Wahl gelassen, ob er es ihr überlassen wollte. Aber Dustin hatte auch keinen Sinn für die Feinheiten ihrer Spielchen. Lisa traute sie da mehr zu. Diese nickte dann auch. Dustins Fotos hätte sie auch nicht mehr haben wollen. Lisas schon.„Mache ich.“ Svenja merkte, dass Lisa noch etwas sagen wollte, sich aber zurückhielt. „Was? Spuck es aus!“„Und wenn ich darf, dann sehe ich mir das jeden Tag an, um mich daran zu erinnern, was ich bin: dein Spielzeug.“Svenja lächelte, ihr gefiel die Antwort.„Eigeninitiative ist immer gut. Aber genug gequatscht. Wir sind noch lange nicht fertig. Jetzt zurück zum Kopierer!“Svenja packte Lisa am Arm und zog sie wie ein ungezogenes Kind zum Kopierer zurück. Sie drückte sie wieder auf die Glasfläche. Das sollte hier nicht zu vertraut werden zwischen den beiden. Svenja wollte die Kühle des Raums beibehalten.„Augen zu!“Der Kopierer summte wieder kalt und mechanisch, und Svenja kontrollierte Lisa, was symbolisiert wurde durch die Hand, die Lisa auf den Kopierer drückte.Als die Kopie aus der Maschine kam, zog sie Lisa von dem Kopierer, aber sie schaute nur kurz auf den Druck. Lisas Körper war wieder schön abgebildet, aber dieses Mal war ihr Kopf auch mit abgelichtet, aber in einer wenig attraktiven Position. Ihr Gesicht war grotesk auf die Glasplatte gepresst.Stattdessen kommentierte sie etwas anderes: „Sieh dir mal die Sauerei an, die du da auf dem Kopierer gemacht hast.“Der Lippenstift war auf dem Glas verschmiert und gleichzeitig war der Abdruck von Lisas Oberkörper, inklusive ihrer Brüste zu erkennen.„Hast du etwa gesabbert? Diese Fettabdrücke auf dem Glas! Dir ist schon klar, dass du das alles wegmachen wirst?“Wieder so eine Demütigung. Lisa nickte mit gesenktem Blick.„Es tut mir leid.“„Das sollte es auch. Stell dir vor, das sieht einer, was du hier nach der Arbeitszeit mit dem Kopierer veranstaltest! Undenkbar!“ Der Lippenstift auf Lisas Brüsten war verschmiert. Svenja fand, dass Lisa verdammt sexy aussah. Wie um ihr zu helfen, wischte sie einige Male über ihre Brust und verschmierte den Lippenstift noch mehr. „Du hast dich ja total eingesaut, und jetzt habe ich es an den Fingern! Na toll. Sieh dir das an!“ Sie hielt Lisa ihre roten Finger hin, dann wischte sie über Lisas Lippen und übertrug den Lippenstift auf ihren Mund, aber auch auf ihrem Gesicht verschmierte sie ihn. „Wie du aussiehst!“Svenja war sich nicht sicher, ob sie nicht zu weit ging. Sie konnte Lisas Verhalten noch nicht so ganz deuten. Und sie wollte Lisa auf keinen Fall ernsthaft beleidigen oder kränken. Nach kurzer Überlegung unterbrach sie das Spiel. „Ist alles okay?“, fragte sie.Lisa nickte. „Ich meine es ernst. Ist alles okay mit dir? Kannst du noch, möchtest du noch weitermachen?“Lisa nickte. „Bitte mach weiter.“„Okay! Du siehst übrigens verdammt sexy aus“, flüsterte Svenja und verließ ihre Rolle für einen Moment. Lisa lächelte schüchtern. Das Kompliment tat seine Wirkung. „Dankeschön. Aber bitte mach weiter.“Und damit war Svenja schon wieder in ihrer kalten Stimme.„Wir müssen die Responsetime des Kopierers testen. Weißt du, was das heißt?“Lisa schüttelte den Kopf.„Wie lange dauert es vom Betätigen des Druckknopfes bis zur Kopie.“„Okay.“„So richtig viel weißt du wirklich nicht.“„Tut mir leid.“„Weißt du, wie wir das testen?“Sie schüttelte wieder den Kopf und seufzte, als hätte sie es mit einem Kleinkind zu tun.„Ich habe hier ein Lineal. Wir werden sehen, wie groß der Zeitunterschied zwischen dem Drücken des Kopierers und der Kopie ist. Verstehst du?“„Ich glaube nicht so ganz.“„Ist auch egal. Du wirst schon sehen! Beug dich wieder über den Kopierer!“Lisa gehorchte. „Dein Kopf muss auf jeden Fall auf das Glas!“Svenja zog Lisa am Bund der Jeans zurück, bis sie die richtige Position eingenommen hatte. Ein weiteres Mal strich sie über Lisas Po, und ein weiteres Mal führte sie diese Bewegung bis in Lisas Schritt, wo sie ihre Hand einen Augenblick verweilen ließ.Sie hatte nun eine Idee. Eine, die ihren ganzen Mut erforderte. Svenja machte diese ganze Sache ziemlich an. Das alles war verdammt erotisch. Besser, als sie es sich in der Warteschleife am Telefon mit dem Techniker des Kopierers ausgemalt hatte. Aber diese ganze sexy Atmosphäre in dem kalten Kopierraum beflügelte ihre Phantasie, und sie wurde mutiger. Die Frage beylikdüzü escort war, ob Svenja zu mutig war für Lisa. Die musste schließlich mitspielen. Aber Lisa schien schon viel weiter zu sein. Es war Svenja, die ihren Mut zusammenkratzen musste. Dabei hatte sie ihre Hand schon an der intimsten Stelle von Lisas Körper, getrennt nur durch zwei Kleidungsstücke. Lisas Jeans und den Slip darunter.Svenja ließ ihre Hand aus Lisas Schritt zurück den Po hoch, den Rücken entlang und zum Hals gleiten. In dieser Bewegung hatte Svenja Zeit gehabt, ihre Entscheidung zu treffen.„Das geht so nicht! Das geht so echt nicht. Für diese Sache musst du dich ruhig verhalten. Du wackelst zu viel herum!“„Tut mir leid. Ich versuche, still zu halten.“„Ich glaube nicht, dass das funktionieren wird. Ich denke, wir müssen dich irgendwie fixieren.“„Fixieren?“„Fesseln! Damit du auf dem Kopieren nicht rumrutschst.“„Oh.“„Oder glaubst du, dass du stillhalten kannst?“Ihre Antwort kam wieder ganz klein, aber ohne zu zögern.„Ich denke, Fixieren ist eine gute Idee.“„Schön, dass du das auch so siehst! Aber womit?“Bevor Lisa irgendeine Antwort geben konnte, die Svenja nicht gefiel, sprach sie weiter:„Was für Unterwäsche trägst du?“„Einen normalen Slip. Nichts Besonderes.“„Okay, dann nehmen wir den, um dich zu fesseln. Du kannst damit nachher auch den Kopierer sauber machen. Einverstanden?“Sie nickte und lächelte dabei. „Gut, dann zieh ihn aus!“Lisa hatte schon die Hand am Knopf ihrer Jeans, als Svenja dazwischen ging:„Doch nicht hier! Geh aufs Damenklo oder zumindest raus. Ich will dich hier nicht splitternackt herumlaufen sehen! Wir sind hier auf der Arbeit!“Lisa senkt den Kopf und verließ den Raum. Damit wäre die Frage geklärt, ob Svenja zu weit ging. Lisa war viel williger zu gehorchen, als Svenja es war zu befehlen. Aber Svenja wollte schließlich das Tempo bestimmen. Sie bereute ihre letzten Worte ein wenig, denn eigentlich hätte sie Lisa mittlerweile ganz gerne splitternackt herumlaufen sehen. Svenja war immer noch ein wenig zögerlich, aber auf dem richtigen, wenn auch langsamen Weg. Es gab keinen Grund, die Dinge zu überstürzen.Lisa kam nach kurzer Zeit zurück, in ihrer kleinen Faust hielt sie das Stück Stoff. Sie hielt es Svenja hin, schaute dabei aber zu Boden, als wäre ihr das peinlich.Svenja nahm den Slip, entfaltete ihn hielt ihn Lisa hin. Svenja hätte gerne gefühlt, ob sich an dem Stoff schon Zeichen von Lisas Erregung finden konnten. Aber sie hatte noch nicht genug Mut gefunden, um den Stoff auf Feuchtigkeit zu untersuchen. Das erschien ihr immer noch zu intim, auch wenn sie sicher war, dass Lisa nichts dagegen hätte.„Steck deine Handgelenke durch die Beinlöcher!“Lisa tat es, und Svenja wickelte so lange Tesakrepp um den Schritt, bis Lisas Hände einigermaßen zusammengebunden waren. Svenja zog Lisa wieder zum Kopierer. Sie ließ Lisa ihre gefesselten Hände heben und ihren Oberkörper auf die Glasfläche legen. Eigentlich wollte sie Lisas Hände festhalten, um ihr zu zeigen, dass sie Svenja ausgeliefert war, aber dazu hätte sie drei Hände benötigt. Ein Planungsfehler, der ihr erst in diesem Moment auffiel.Sie strich mit ihrer Hand erneut über den Oberkörper, fuhr wieder über den Po und zwischen Lisas Schenkel. Sie bildete sich ein, dass ihr Po sich nun ohne Unterwäsche anders anfühlte, dass sie unter dem Stoff der Jeans mehr spürte. Aber sie war sich nicht sicher. Dafür war sie sich nun sicher, dass Lisa sich ihrer Hand entgegenreckte und sich ganz offensichtlich an ihr rieb. Svenja ließ es einen Augenblick geschehen. Wenn es Lisa Freude bereitete, dann sollte sie den haben. Aber nach einigen Augenblicken versagte sie ihr diese Freude wieder:„Sag mal, juckt dich irgendwas, oder warum bewegst du dich so komisch?“ Lisa antwortete nicht, sie war zu beschämt. Svenjas Hand verabschiedete sich von Lisas Schritt und wanderte zurück Lisas Körper hinauf. Nach dieser ganzen Fesselungseskapade drückte Svenja nun aufs Tempo. Sie nahm sich das Lineal, ließ es mit einem kräftigen Schlag einmal durch die Luft zischen. „Dann wollen wir mal die Synchronität überprüfen!“Svenja startete eine Kopie und haute Lisa fast gleichzeitig mit dem Lineal kräftig auf den Po. Die zuckte zusammen, erschrak und verzog das Gesicht, während das Licht des Kopierers über ihren Körper glitt. Als Svenja sich die Kopie ansah, war sie allerdings unzufrieden.„Das müssen wir nochmal machen. Ich möchte den Moment einfangen, in dem dein Gesicht den Kontakt mit dem Lineal widerspiegelt. Das hat noch nicht geklappt! Streng dich bitte mehr an!“So beugte sie Lisa noch einige Male über den Kopierer um diesen unsinnigen Test durchzuführen und sie immer wieder mit dem Lineal zu schlagen und den Kopierknopf zu betätigen. Schließlich war sie zufrieden: „Was macht dein Hintern?“ Svenjas Hand begab sich wieder auf ihre Reise, und wieder endete sie zwischen Lisas Schenkeln.„Geht es noch? Tut es nicht zu weh?“„Nein.“„Bestimmt nicht?“„Es ist schön so.“Svenja spürte wieder, wie Lisa ihren Rumpf gegen ihre Hand drückte, und nun in ganz offensichtlich rhythmischen Bewegungen. Svenja fand, dass Lisa sich ihre Hand verdient hatte, und nicht nur beließ sie diese da, sie passte sich dem Rhythmus von Lisas Bewegungen an und verstärkte ihn so.Sie hatte eigentlich nur vorgehabt, dies für wenige Augenblicke mitzuspielen, aber als aus Lisas Mund kleine stöhnende Laute drangen, war sie so fasziniert, dass sie ihr das Vergnügen nicht rauben wollte. Stattdessen verstärkte ihre Hand nun den Rhythmus, den Lisas Becken vorgab. Mit ihrer anderen Hand streichelte sie über Lisas Haare. Das Keuchen wurde lauter. Schlangenhaft hob und senkte sich ihr Oberkörper nun. Diese Bewegungen wurden immer ausladender, immer schneller. Svenja fand es faszinierend, wie Lisa sich in solch einer Umgebung so gehen lassen konnte, und sie fühlte sich ein wenig außen vor gelassen, als unbeteiligte Zuschauerin, allein in dem Kopierraum, während Lisa in einer anderer Welt ihrer eigenen Lust verschwunden war. Svenja wollte sie aus dieser Welt nicht vertreiben, ihr aber zeigen, dass sie auch noch da war.Svenja beugte sich über Lisas Kopf und flüsterte ihr ins Ohr:„Gut machst du das. Mach weiter.“ Als Antwort bekam sie lediglich ein Wimmern. „Du siehst unglaublich sexy aus! Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie heiß du aussiehst! Du hast Recht. Wie so eine kleine Schlampe!“Svenja mochte das Wort immer noch nicht. Es hinterließ diesen bitteren Geschmack auf ihren Lippen, aber sie benutzte es, weil es Lisas Wort war, weil sie es sich ausgesucht hatte, um sich zu charakterisieren. Es musste Svenja nicht gefallen, es sollte Lisa gefallen.Und Lisa reagierte auch mit einem Wimmern darauf. „Was bist du? Sag es mir!“„Deine kleine Schlampe… Dein Spielzeug… Elaines Spielzeug.“„Möchtest du mich stolz machen?“Lisa hatte die Augen geschlossen, aber sie nickte. „Sag es!“„Ja, ich möchte dich stolz machen.“„Dann zeig mir, welche Macht ich über dich habe!“Svenja verstärkte ihren Griff zwischen Lisas Schenkeln. „Zeig mir, dass du hier auf dem Kopierer kommen kannst.“Lisa seufzte.Svenjas Stimme wurde leiser, sie hauchte nun nur noch, machte sich unwiderstehlich: „Dann zeig es mir! Zeig mir, was ich dir bedeute! Zeig mir, wie heiß ich dich machen kann!“ Ihr Keuchen war nun eine Antwort. Sie atmete schwer. „Zeig mir, dass du mir nicht widerstehen kannst. Zeig mir, wie sehr ich dich anmache. Zeig mir, wie scharf du bist!“Svenjas Kopf war so nah an Lisas, dass Lisas Atem über ihr Gesicht strich.„Zeig es mir! Zeig mir deine Ergebenheit. Zeig mir deine Hingabe!“ Lisas wimmern wurde immer lauter, und es bestand kein Zweifel, dass sie sich nicht mehr lange unter Kontrolle haben würde.„Halt es noch zurück. Halt es zurück! Für mich.“Der Laut aus Lisas Kehle war eine Melange aus Lust und Widerspruch.„Nur noch einen Augenblick. Einen Augenblick noch. Damit würdest du mich umso stolzer machen. Und es wird für dich umso schöner. Einen Augenblick noch.“Svenja spürte, dass Lisa es nicht mehr lange zurückhalten konnte, und so gab sie nach:„Komm! Komm jetzt und denk dabei an mich!“ Im gleichen Moment bäumte sich Lisas Körper auf, als die Wellen des Orgasmus über sie schwappten. Alle Fasern ihres Körpers spannten sich an, all ihre Muskeln. Lisa war so in sich versunken, dass sie nicht einmal mitbekam, wie Svenja den Kopierknopf drückte und das kalte Licht des Kopierers immer wieder über ihren nackten Oberkörper strich, um Lisas Höhepunkt zu dokumentieren. Schließlich lag Lisa erschöpft auf der Platte des Kopierers. Die Glasoberfläche war verschmiert von dem Lippenstift und den Abdrücken von Lisas Haut und einem Speichelfaden.Svenja stand eine Weile neben ihr, streichelte ihre Haare und über den Rücken. Die Fremdheit, die Svenja zuvor noch gefühlt hatte, war nun verschwunden. Denn sie hatte ihrer Kollegin einen Höhepunkt verschafft. Konnte es mehr Intimität geben? Sie betrachtete sich den Körper ihrer Kollegin. Deren Atem beruhigte sich langsam, aber Svenja übernahm weiterhin die Initiative.„Das war verdammt heiß! So etwas habe ich noch nie erlebt. Du kannst dir gar nicht vorstellen, was du mir hier für eine Show abgeliefert hast!“Lisa öffnete ihre Augen, sah Svenja an und lächelte.„Danke. Ich habe sowas auch noch nicht erlebt.“„Wirklich nicht? Ich dachte, dass das deine Spezialität ist, dass du dich ständig auf Kopierern zum Höhepunkt reitest!“„Nein, das mache ich nur für dich!“„Süß, wie du das sagst. Soll ich dir runterhelfen?“„Wenn du magst.“Svenja half Lisa, deren Hände immer noch vor ihr gefesselt waren, auf. Sie war erst ein wenig wackelig auf den Beinen, erholte sich aber schnell wieder. Svenja führte Lisa zurück an die Wand, an der sie zu Beginn ihres kleinen Spiels hatte stehen müssen, aber nun half sie Lisa, sich hinzusetzen.„Dann lass uns mal die Kunstwerke ansehen!“ Sie holte die großformatigen Kopien aus dem Papierschacht und setzte sich neben Lisa, dann legte sie ihren Arm um ihre Schulter. Es war mehr eine Geste alter Freundinnen als irgendetwas Sexuelles. Nur die gefesselten Hände Lisas erinnerten sie daran, dass die Beziehung zwischen ihnen immer noch nicht gleich war.Lisa legte ihren Kopf an Svenjas Schultern und zusammen sahen sie sich die Fotokopien an. „Dein Körper sieht verdammt sexy aus, wie er hier so auf die Glasplatte gedrückt ist!“„Der sieht schlimm aus. Total unförmig!“„Ach komm! Das stimmt doch gar nicht! Schau mal hier. Jetzt fängt dein Orgasmus an!“„Oh Gott, wie ich aussehe! Mein Gesicht! Wie peinlich! Gucke ich wirklich so?“„Bist du verrückt, du siehst total heiß aus! Schau doch mal!“„Gucke ich wirklich so, wenn ich komme? Ich werde nie mehr einen Orgasmus haben. Das kann ich der Menschheit nicht antun, dass sie mich so sieht!“„Ich denke, ob du Orgasmen hast oder nicht, das bestimme ich von jetzt an!“„Dann bitte, bitte, bitte, keine Fotos mehr! Ich möchte in Zukunft einen Sack über dem Kopf haben, wenn ich kommen muss!“„Ich glaube, das kannst du vergessen. Du hast ein süßes Gesicht, das will ich sehen! Und du solltest dich auch daran gewöhnen.“„Bitte nicht!“„Wir werden jetzt zwei Poster aussuchen. Eins wirst du in deiner Wohnung aufhängen, eines werde ich in meiner aufhängen.“„Oh nein! Ich will nicht in meiner Wohnung hängen!“„Niemand wird dich erkennen. Von deinem Gesicht ist nur dein Mund zu sehen.“„Wir sollten die Dinge verbrennen! Jetzt sofort!“„Du weißt gar nicht, wie teuer die Kopien sind. In Farbe und so groß! Und ich spreche nur vom Material und nicht vom Kunstwert.“„Kunstwert? Eher Kackwert!“„Jetzt stell dich nicht so an!“Sie gingen alle Poster durch und entschieden sich schließlich für zwei.„Du solltest die noch signieren.“„Mit deinem Lippenstift?“„Gute Idee.“„Hättest du eigentlich nicht einen schöneren besorgen können als dieses grelle Rot? Ist der nicht arg billig? Ich bin nicht die Expertin, aber ich meine nur.“„Sag mal, du bist aber sportlich unterwegs! Kritik an meinem Geschmack? Kann ich gar nicht haben. Soll ich dich noch einmal über den Kopierer legen?“„Tut mir leid!“, flüsterte Lisa demütig, aber Svenja hatte das Gefühl, dass Lisa nichts gegen eine zweite Runde hatte. Aber sie saßen so schön beieinander. „Muss es nicht.“ „Obwohl, das mit dem Kopierer könntest du noch einmal wiederholen. Wenn ich mal unartig war.“Svenja lächelte. „Okay. Ich werde dran denken. Aber der Lippenstift steht dir gut! Du siehst ein bisschen schlampig damit aus, aber auch sexy. Willst du sehen?“ Svenja machte ein Foto von dem mit Lippenstift verschmierten Mund Lisas und zeigte es ihr.„Gruselig!“„Ich finde, das steht dir. So ein bisschen verrucht und billig.“„Ich bin also billig? Na vielen Dank!“„Jetzt zick nicht! Du weißt, was ich meine! Und jetzt signiere das Poster. Ich finde ein Kuss sähe schick aus.“Svenja stand auf, schob eines der Poster vor Lisa, die sich auf dem Boden kauerte, und drückte ihren Mund auf das Poster, und Lisa, immer noch an den Händen gefesselt, fügte sich sofort wieder in die unterwürfige Rolle, die ihr so gefiel, und gehorchte.„Streng dich an!“, forderte Svenja sie auf.Aber der Abdruck war zu schwach, fast nicht zu sehen.„Da müssen wir noch einmal ran. Komm her!“Svenja zog den Lippenstift hervor und schmierte ihn wenig sanft und wenig genau auf Lisas Mund. „Was machst du da?“„Stillhalten! Sonst verschmiere ich alles!“ „Das tust du doch jetzt schon! Soll ich das nicht besser selbst machen?“„Dein Mund gehört mir. Deine Lippen gehören mir, und wenn ich die anmalen will, dann tue ich das auch!“„Okay. Tut mir leid!“„So. Das sieht perfekt aus!“Svenja machte ein weiteres Foto von Lisa.„Oh Gott. Das ist schlimm!“„Mir gefällt es. Und darauf kommt es doch an.“„Wenn du das sagst.“„Sage ich. Und jetzt noch mal: Küss das Poster!“Sie drückte Lisas Kopf wieder auf das Poster. Aber dieses Mal bekam sie einen einigermaßen guten, wenn auch etwas verschmierten Abdruck hin und das auf beiden Postern.„Sieht gut aus, findest du nicht?“„Okay. Du hast Recht. Aber wäre es nicht schön. Wenn du es auch signieren würdest?“„Vielleicht keine schlechte Idee. Dann brauchen wir aber noch mehr Lippenstift.“Svenja nahm den Lippenstift wieder hervor, viel war nicht mehr übrig, und sie schmierte den Rest auf Lisas Mund. Und dann presste sie ihre Lippen auf Lisas und ihre Hände hielten Lisas Kopf fest, als wäre sie ihr Besitz, und das fühlte sich für beide toll an.Svenja schmeckte den Lippenstift. Er fühlte sich künstlich und falsch an. Billig, wie Lisa es genannt hatte. Aber der Lippenstift war ohnehin nur ein Vorwand für den Kuss, den Svenja wollte. Als Svenjas Zunge in Lisas Mund vorstieß, fühlte sie Lisas weiche Zunge und verlor sich in dem süßen Kuss. Am Ende war auch Svenjas Gesicht von dem Lippenstift verschmiert, und sie bekam nur einen schwachen Abdruck auf die Poster. Aber das war auch nicht wichtig in diesem Moment. Sie kehrte gerne zu Lisas Lippen zurück.Kapitel 7 „Weißt du, was mich stört?“„Nein. Erzähl’s mir!“„Ich finde, dass unsere Beziehung nicht so ganz ausgeglichen ist.“„Kann ich verstehen. Aber ist das nicht genau das, was unsere Beziehung ausmacht? Dass du das Sagen hast und dass ich dir folge?“„Ja schon, aber so meine ich das nicht.“„Sondern?“„Wenn ich mal so Orgasmuszählen mache, dann gewinnst du haushoch.“„Du meinst, dass ich mehr Orgasmen hatte als du? Vielleicht bin ich einfach weniger verklemmt als du?“„Definitiv nicht. Ist das nicht komisch? Wir machen so Spielchen, bei denen ich über dich bestimme, aber du kommst immer zum Höhepunkt und ich nie.“„Und das stört dich?“„Es fällt mir nur auf. Sollte ich nicht am meisten profitieren von der ganzen Sache? Wenn ich dir befehle, was du zu tun hast und so.“„Vielleicht liegt’s an deinem Führungsstil?“ „Meinem Führungsstil? Wie kommst du darauf?“ Svenja und Lisa saßen auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes, wo sie ihre Mittagspause verbrachten. Es war kein sehr heimeliger Ort. Schwarze Dachpappe, Blitzableiter und kleine Pfützen mit grünem –Algen-Wasser, das abgestanden roch. Aber zumindest waren sie allein und ungestört, konnten die Sonne auf sich scheinen lassen und hatten eine gute Aussicht auf die Umgebung. Unter ihnen waren die Geräusche der Maschinen aus der Produktion zu hören, aber es war mehr ein angenehmes Hintergrundrauschen, das ihr Gespräch nicht störte.„Naja, es liegt doch an dir, was du mit mir anstellst. Ein Wort von dir und ich liege zwischen deinen Schenkeln. Aber das Wort hast du bisher noch nicht gesagt. Du bestimmst doch. Wenn du nicht kriegst, was du willst, dann liegt das an deinem Führungsstil, würde ich sagen.“Da hatte Lisa absolut Recht, dieses Wort hatte Svenja noch nicht gesagt. Es war ein langsamer Weg dorthin, aber sie wollte ihr eigenes Tempo gehen. Vielleicht brauchte Svenja einen kleinen Schubser, und den wollte sie Lisa überlassen. „Ich würde auch gerne einmal alles fallen lassen. Ich würde mich auch einmal gerne zurücklehnen und nichts tun.“„Ich soll dich… wie soll ich sagen, herumkommandieren?“„Nein. Du sollst genau das Gegenteil machen. Du sollst mir einen netten Abend bereiten. Mit Schweinkram und allem. Ich will mich mal nicht um alles kümmern müssen.“„Ist das so eine Arbeit, mich zu quälen?“„So meine ich das nicht. Aber ich möchte mir mal keine Gedanken machen müssen. Mach du das doch mal!“„Okay. Was möchtest du denn? Was soll ich tun?“„Das weiß ich doch nicht! Das ist deine Sache! Du sollst das entscheiden!“„Das ist aber schwierig! Du bist die Chefin. Da kann ich ja nicht einfach so bestimmen, was du tun sollst.“„Was ist daran schwierig? Das muss ich jeden Tag machen. Jeden Tag, an dem wir Sauereien miteinander machen, muss ich mir Gedanken machen, was ich mit dir anstellen soll. Jeden Tag muss ich mir den Kopf zerbrechen. Das ist auch nicht leicht!“„Naja, jeden Tag ist ja nun auch ein wenig übertrieben. Mehr einmal die Woche.“„Einmal die Woche muss ich mir den Kopf zerbrechen, was ich mit dir anstellen soll. Jede Woche einmal! Weißt du wie schwierig das ist? Da ist es ja nun nicht zu viel verlangt, wenn du das auch mal tust. Überrasch mich einfach!“„Ja gut. Aber ich meine, du bist die Chefin. Woher weiß ich, was ich tun darf und was nicht? Ich will dir ja nicht blöd kommen.“„Das Gleiche muss ich mich aber auch immer fragen. Ich muss mich auch immer fragen, was ich mit dir machen kann und was nicht.“„Aber dir kann es ja ganz egal sein, ob es mir gefällt oder nicht, was du mit mir machst.“„Ich überlege mir jedes Mal ganz genau, was dir gefallen könnte und was nicht! Darum geht es doch, dass es dir gefällt. Es geht mir in erster Linie darum, was dir gefällt.“„Okay, du hast ja Recht. Ich werde mir Mühe geben. Was darf ich denn alles und was nicht?“„Lisa, du fängst an mich zu nerven! Du überlegst dir was, und damit sind wir durch mit dem Thema.„Okay. Verstanden!“Sie schwiegen eine Weile nebeneinander und genossen die Aussicht. „Themawechsel. Erinnerst du dich noch an unsere Radtour?“„Total.“In den vergangenen Wochen waren sie sich näher gekommen. Svenja hatte immer wieder mit Lisa irgendwelche Sachen gemacht. Sie waren noch nicht ein richtiges Paar, aber sich auch nicht mehr ganz fremd. Der bisherige Höhepunkt war diese Radtour gewesen. Svenja hatte sie vorgeschlagen, und Lisa war sofort Feuer und Flamme gewesen. In dem Wald vor der Stadt hatten sie halt gemacht, um ein Picknick zu veranstalten. Lisa hatte das Essen vorbereitet, und eine Kühlbox dabei gehabt-mit allerlei Köstlichkeiten. Svenja hatte auch einen kleine mitgebracht, die allerdings mysteriös mit einem Vorhängeschloss verriegelt war. „Was ist da drin?“ hatte Lisa gefragt, als Svenja sie abholte.„Nichts.“„Nichts?“„Nichts, was dich was angeht.“„So wie du das sagst, habe ich das Gefühl, dass mich das doch etwas angeht, was da drin ist.“„Kann schon sein, dass du was mit dem Korb zu tun hast. Aber da ist wirklich nichts drin.“„Warum solltest du einen leeren Korb mitnehmen? Und warum sollte der verschlossen sein?“„Du wirst einfach Geduld haben müssen und es zur rechten Zeit herausfinden!“, hatte Svenja gesagt, war in die Pedale gestiegen und Lisa davon geradelt. Lisa hatte immer mal wieder gebettelt, zu erfahren, was in dem Korb sei, und Svenja hatte immer wieder betont, dass er leer sei.„Das glaube ich dir einfach nicht!“„Wenn ich es dir doch sage!“„Du lügst!“„Du wirst es ja sehen!“„Wann?“ „Zur gegebenen Zeit.“„Ich finde, die Zeit ist jetzt gegeben.“„Vertrau mir, das würdest du nicht wollen.“„Was?“„Dass ich es dir jetzt zeige.“„Ach nein?“„Vertrau mir einfach.“„Das ist leicht gesagt.“Es ging noch eine Weile hin und her zwischen den beiden, aber Svenja war hart geblieben. Sie fuhren in ein kleines, abgelegenes Wäldchen mit einem winzigen Teich. Es war so eine Art Geheimtipp, den Svenja mal irgendwann entdeckt hatte. Svenja führte Lisa an eine Stelle am Ufer, das mit Moos überwuchert war. Zusammen befreiten sie die Stelle von Unkraut und Zweigen und machten es sich gemütlich.„Zeigst du mir jetzt, was in dem Korb ist?“„Also gut. Komm her!“Svenja zog den Schlüssel heraus, der an einer Kette hing, öffnete das Schloss, zögerte alles ein wenig heraus, um die Spannung zu erhöhen und öffnete dann den Korb. „Der ist ja echt leer!“„Habe ich doch gesagt!“„Verstehe ich nicht. Warum bringst du einen leeren Korb mit auf ein Picknick?“„Was meinst du?“„Keine Ahnung, sag‘s mir!“„Für deine Klamotten!“„Meine Klamotten?“„Genau. Die kommen da rein.“„Meine… du meinst, ich soll mich hier ausziehen. In aller Öffentlichkeit?“„Hier sind nur ein paar Vögel, und die stehen nicht auf dich.“„Und wenn einer vorbeikommen sollte? Ich meine, ein Mensch?“„Das hier ist ein Geheimtipp. Den kennt niemand.“„Das steht in den Reiseführern auch immer, und wenn man dann zu so einem Geheimtipp geht, dann wimmelt der von Touristen.“„Also ich finde, hier wimmelt nichts!“„Okay. Im Moment wimmelt nichts. Aber wer weiß, wann die Wimmelei losgeht!“„Sollte es wirklich noch wimmeln, dann sind hier genug Büsche, hinter denen du dich verstecken kannst. Oder du machst einfach FKK.“Lisa sah Svenja ratlos an.„Das ist dein Ernst oder nicht?“„Ich möchte gerne mit meiner Freundin ein Picknick machen und sie dabei nackt sehen. Ich finde das nicht außergewöhnlich.“Es war das erste Mal, dass Svenja Lisa sie als ihre Freundin bezeichnete. Nicht eine Freundin, sondern ihre. Svenja sah in Lisas Augen, dass sie die Bedeutung dieses Wortes auch verstanden hatte. „Und du?“„Was ist mit mir?“„Ziehst du dich auch aus? Das wäre nur fair!“„Bist du wahnsinnig? Ich will doch nicht, dass mich hier einer nackt sieht!“Svenja hatte den Satz so schwungvoll geäußert, dass Lisa wieder kurz davor war, einen Rückzieher zu machen. Aber schließlich konnte Svenja sie doch dazu überreden, und Lisa begann sich langsam ihrer Kleider zu entledigen. „Ein bisschen mehr Mühe könntest du dir schon geben!“Svenja spornte Lisa an, und die legte schließlich eine nette Show hin, die vage an einen Striptease erinnerte und sehr viel eleganter daher kam als das, was Dustin für sie veranstaltet hatte. Schließlich lagen alle von Lisas Kleidungsstücken vor ihr und Lisa stand vollkommen nackt vor Svenja. Es war ihr sichtlich unangenehm. Sie versuchte ihre Blöße zu bedecken, aber Svenja befahl ihr, die Hände wegzunehmen:„Komm schon, du hast einen sexy Körper, dafür musst du dich nicht schämen!“„Ich bin nicht so ein Flittchen. Ich bin es einfach nicht gewohnt, mich vor anderen auszuziehen.“ „Auch nicht vor deiner Freundin?“Sie schauten sich für einen Moment in die Augen. „Auch nicht vor meiner Freundin.“„Da wirst du dich aber dran gewöhnen müssen.“„Das werde ich wohl.“Lisa nickte und Svenja nickte zurück. „Ich möchte, dass du deine Klamotten selbst in die Tasche steckst und verschließt.“ „Wirklich?“„So als Zeichen dafür, dass du mir vertraust.“Lisa sah Svenja an und musste schlucken.„Okay.“Svenja war mindestens ebenso aufgeregt, als Lisa in einer fast schon feierlichen Prozedur ihre Kleider sauber gefaltet in die Kiste legte und das Schloss verriegelte.„Setz dich neben mich!“„Wow, das ist aber verdammt weich hier!“„Du kannst das ja besonders gut beurteilen mit deinem nackten Hintern.“„Willst du es mir nicht nachmachen?“„Lass mal, ich bin nicht so ein Flittchen, das sich immer die Klamotten vom Leib reißen muss.“Lisa schaute säuerlich. „Lass uns picknicken!“Das taten sie, und sie hatten eine schöne Zeit zusammen. Für einige Zeit fiel es nicht auf, dass Lisa und Svenja eine besondere Beziehung zueinander hatten. Aber Svenja zog Lisa einige Mal auf mit ihrer Nacktheit:„Hörst du das auch?“„Was?“„Ich glaube, das sind Schritte!“„Wo?“„Ich glaube, von da hinten!“„Oh, Gott! Gib mir meine Klamotten!“„Keine Chance. Würdest du sowieso nicht schaffen!“„Was mache ich jetzt?“Svenja hatte danach einige Schwierigkeit, Lisa zu beruhigen und ihr zu versichern, dass sie Lisa nur veräppelt hatte. Lisa wollte das einfach nicht glauben.„Scheiße, scheiße, scheiße! Was mache ich jetzt! Wer kann das sein? Wenn mich einer hier so sieht!“ „Da ist niemand! Wirklich nicht! Ernsthaft.“„Das sagst du jetzt! Um mich zu beruhigen! Oh Mann!“Svenja fiel nichts mehr ein, und so packte sie Lisa, drückte sie auf das weiche Moos und warf sich auf sie. Sie packte Lisas Handgelenke und drückte mit ihrem eigenen Lisas nackten Körper zu Boden, sodass diese sich nicht mehr bewegen konnte. Und dann presste sie ihre Lippen auf Lisas. Der Kuss beruhigte Lisa, aber Svenja spürte immer noch ihre Nervosität, und so flüsterte sie ihr ins Ohr: „Ich bedecke dich mit meinem Körper, und wir knutschen hier so lange rum, bis wir wieder allein sind, okay? Sollte wirklich einer vorbei kommen, wird niemand sehen können, dass du nackt bist. Ich bin deine Decke, ich bedecke dich, ich passe auf, dass keiner was sieht, was er nicht soll!“Und obwohl niemand da war, der sie beobachten konnte, taten sie das genauso und wälzten und küssten sich auf dem weichen Moos, und Stück für Stück entledigte sich auch Svenja ihrer Kleider, bis sie nur noch in ihrem Slip und BH war. Sie hatte sich vorgenommen, dass sie Lisa gestatten würde, zwischen Svenjas Schenkel zu kriechen und sie mit ihrer Zunge zu verwöhnen. Aber irgendetwas hatte Svenja zurückgehalten. Es war ihre Feigheit, ihr mangelnder Mut. Am Ende hatte Lisa sich hinter sie gesetzt und mit ihrer Hand verführt. Lisas Finger hatten sie überall gestreichelt, und Svenja hatte sich in diesen Berührungen verloren, war in eine Welt eingetreten, die so neu war. So sanft und zart war, dass sie ein wenig Angst bekam vor den Gefühlen, die Lisa ihr bereitete. Zunächst fühlte es sich falsch an. Es waren die falschen Finger, die falsche Sachen mit ihrem Körper anstellten. Das lag bestimmt daran, dass es weibliche Finger waren. Aber bald schon hatten sie Svenja überzeugt, dass es nicht falsch war, dass es egal war, wessen Finger das waren, dass es nur darum ging, was sie taten, und was sie taten, war gut. Daran gab es nichts auszusetzen.Svenja ließ sich auf die Finger ein, und Lisa bezauberte sie mit ihren Berührungen.Es war anders als mit Männern. Definitiv. Schwer zu beschreiben, selbstverständlicher, entspannter, es erschien ihr, als wäre Lisa in ihrem Kopf, in ihrem Schoß, in ihr. Als tat sie etwas mit ihr, das verboten sein sollte, als hätte sie eine Magie entdeckt, mit der sie Svenja beherrschen konnte. So etwas war ihr mit Männern noch nie passiert. Sie spürte den warmen Körper Lisas an ihrem Rücken, ihre Brüste, die harten Brustwarzen, die ihre Schulterblätter triezten, als sie sich von ihr umarmen ließ und ihre Körper sich berührten, als müsste Lisa ihr Trost spenden nach diesem Höhepunkt. „Möchtest du deine Klamotten zurück?“, hatte Svenja gefragt, als sie später immer noch eng umschlungen auf den Teich schauten.„Ist schon okay. Ich habe mich dran gewöhnt. Ich finde es schön so. Nackt zu sein vor dir. Wenn es dir gefällt.“„Ich finde dich total heiß so, hier in dem Wald! Wie in so einem alten Gemälde.“„Wirklich?“„Total wirklich!“Und dann hatte Svenja sich revanchiert und Lisa das gegeben, was diese ihr geschenkt hatte, und als Lisa ihren Höhepunkt erlebte, hatte Svenja unbemerkt und etwas verschämt deren Feuchtigkeit von ihren Fingern geleckt, um zu erfahren, wie das schmecken würde. Erst am späten Nachmittag hatte Svenja Lisa ihre Kleidungsstücke wieder zurückgegeben, nachdem sie sie betteln und flehen hatte lassen.Als sie zurückradelten, hatten beide das Gefühl, dass ihre Beziehung sich verändert hatte, tiefer geworden war.Kapitel 8 Es war Samstagabend, und Svenja war aufgeregt, als sie die Türklingel drückte. Sie trug einen weiten und kurzen Rock, der ihre Knie gerade so bedeckte: Lisa hatte ihr den Rock aufgetragen, was Svenja in ihrer Freizeit nur sehr, sehr selten trug. Sie wusste nicht, worauf sie sich da eingelassen hatte. Diese Idee, Lisa das Ruder zu überlassen und sie bestimmen zu lassen, kam ihr nun seltsam vor. Sie hatten abgemacht, dass Lisa die Dinge an diesem Abend in die Hand nehmen würde. Es erschien ihr zuerst eine nette Idee gewesen zu sein, aber je länger sie darüber nachgedacht hatte, desto weniger war sie sich sicher, was eigentlich passieren würde an diesem Abend. Sie konnte sich einiges vorstellen, aber wollte sie das auch alles? Svenja hatte immerhin die dominante Rolle eingenommen, weil sie da die Kontrolle hatte. Und nun sollte sich das drehen? Lisa hatte sie noch einmal gefragt, wie weit sie gehen dürfe, und Svenja hatte ihr einen Blankoscheck ausgestellt:„Mach mal, ich werde mich schon melden, wenn mir irgendwas nicht passt.“„Okay“, hatte sie gesagt. „Ich lasse mir was einfallen. Aber ich werde unsere Rollen nicht infrage stellen. Du wirst immer noch diejenige sein, die das Sagen hat.“Wie das gehen sollte? Svenja war selbst gespannt. Lisa erwartete Svenja bereits an der Wohnungstür.„Komm doch bitte herein.“, meinte sie mit sanfter Stimme.Svenja folgte ihr in das bereits bekannte Wohnzimmer. Es war wie bei ihren vorherigen Besuchen in gedämpftes Licht getaucht. Svenjas Blick fiel auf den Wohnzimmertisch. Sie sah Bekanntes wie die neunschwänzige Katze dort und die Augenmaske. Es war ein seltsamer und neuer Gedanke, dass sie die Medizin selbst spüren sollte, die sie zuvor Lisa selbst verabreicht hatte. Für einen kleinen Augenblick bekam sie sogar Angst, denn sie wollte mit Peitschen nichts zu tun haben, hatte sie nur widerstrebend eingesetzt und wollte sie definitiv nicht auf ihrem eigenen Leib spüren. Aber was all diese Sorge wegwischte, war die Überzeugung, dass sie Lisa vertraute. Und damit verschwand der Gedanke wieder.Daneben lagen zwei Essstäbchen, fein säuberlich auf einer Serviette drapiert. Svenja fragte sich, was es damit auf sich haben mochte, und welche Spielchen man mit Essstäbchen veranstalten konnte. Auch wenn die beiden Stäbchen akkurat und symmetrisch da lagen, fast wie Operationsbesteck, bereiteten sie ihr keine Sorge. Mehr irritierte sie der Bierhelm, der ziemlich groß und deplatziert daneben stand. Sie konnte sich nicht vorstellen, den tragen zu müssen. Dieser alberne Helm widerstrebte ihr mehr als die neunschwänzige Katze, die ihr viel mehr Unbehagen bereiten könnte. Svenja warf einen Blick auf das Wacken-Poster an der Wand und fragte sich, ob sie irgendwelche Saufspiele würde mitmachen müssen. Es beruhigte sie ein wenig, dass auf dem Tisch eine Flasche Sekt mit zwei Gläsern stand. Es war ein Asti Spumante. Ziemlich süß, nicht so Svenjas Ding, trotzdem vielleicht für den Anlass geeignet.Aber sie sagte zu all dem nichts. Sie vertraute Lisa immerhin und zweitens war sie ja nun in einer anderen Rolle an diesem Abend. Sie wollte sich überraschen lassen. „Also, was wird heute Abend passieren?“, fragte sie betont locker, vielleicht etwas zu laut. „Ich würde dich heute gerne in meine Welt mitnehmen.“ „Okay.“„Und dir zeigen, wie das so auf meiner Seite aussieht. Wenn du nichts dagegen hast natürlich nur.“„Natürlich nicht!“„Okay. Schön. Dann würde ich dich bitten, dich in den Sessel zu setzen.“Jetzt erst sah Svenja, dass allerlei Seile auf dem Boden lagen. „Sind die für mich?“„Setz dich doch erst. Du musst dir keine Sorgen machen.“ Lisas Stimme klang ein wenig zu klein für die geänderte Situation. Nicht sehr dominant, nicht sehr überzeugend. Aber das war nun einmal Lisas Stil.„Kein Problem. Tue ich auch nicht! Ich habe kein Sorgen. Überhaupt nicht.“ Das war ein Satz zu viel gewesen. „Vielleicht ein Schlückchen Sekt? Zur Entspannung?“„Wenn du ein Schlückchen mittrinkst.“„Gerne.“Svenja setzte sich in den altbekannten Sessel und sah Lisa zu, wie die die Sektflasche öffnete und die beiden Gläser füllte. „Auf einen spannenden Abend!“Sie stießen an, sahen sich dabei in die Augen und tranken.„Also, was hast du mit mir vor?“„Ich würde dich gerne fesseln. Es ist mehr symbolisch. Du könntest dich locker selbst befreien, aber es soll dir das Gefühl geben, das ich habe, wenn du mich fesselst.“„Na gut.“„Leg die Hände einfach auf die Armlehnen.“Lisa hob eines der Seile vom Boden auf, es hatte bereits eine Schlinge. Das andere Ende lief unter dem Armsessel entlang und kam auf der anderen Seite wieder hervor. Lisa steckte Svenjas Arm hindurch und zog die Schlinge zu. Mit dem anderen Seil machte sie es genauso.„Wie fühlt sich das an? Ist es nicht zu eng?“Svenjas Arme waren nun an die Armlehne gebunden. Vermutlich würde sie sich wirklich befreien können, aber es war ihr unmöglich, die Arme zusammen zu bringen. „Ist okay. Schicke Knoten hast du da gemacht.“„Ich habe mich ein wenig mit Fesseln und Knoten und so beschäftigt. Japaner sind darin ganz gut.“„Okay. Du bist also eine kleine Expertin.“„Jetzt noch die Beine. Ich würde gerne deine Knie fesseln.“„Na dann bin ich gespannt.“Ein weiteres Seil mit einer Schlinge lag vor ihren Füßen, das hinter dem Sessel verschwand und auf der anderen Seite wieder hervorkam mit einer weiteren Schlinge am Ende. Lisa nahm Svenjas Schuhe ab. Sie hätte sich ein kleines Kompliment für die Ballerinas gewünscht, die sich extra für diesen Abend gekauft hatte, weil sie keine Schuhe hatte, die nicht zu formell waren, sondern für einen geschmackvollen, legeren, sexuellen Anlass geeignet waren. Sie waren auch nicht teuer gewesen. Aber Lisa hatte anderes im Sinne, und Svenja konnte ihr das nicht übel nehmen. Gerade war sie dabei, die Schlinge um Svenjas Füße zu legen und sie hochzuziehen bis zu ihren Knien. Dann machte sie das Gleiche mit dem anderen Bein. Svenja wollte schon einwenden, dass diese Fesselung unlogisch war, denn sie konnte ihre Beine ohne Probleme auseinander bewegen. Aber sie sagte nichts. Sie fand es nett, dass Lisa ebenso wie sie Planungsfehler machte. Es machte sie sympathisch. „Was passiert jetzt, wo du mich gefesselt hast, und ich dir ausgeliefert bin?“„Du solltest das nicht so sehen, dass du mir ausgeliefert bist. Es soll dir nur so ein bisschen vermitteln, wie es sich anfühlt, wenn man nicht alles unter Kontrolle hat.“„Okay.“„Du klingst, als wärst du nicht ganz entspannt.“„Nein, alles in Ordnung.“„Du brauchst keine Angst zu haben. Du vertraust mir doch, oder?“„Natürlich.“„Wenn du mit irgendwas nicht einverstanden bist, dann sag einfach irgendwas Abtörnendes. Irgendwas von der Arbeit. Steuerprüfung oder Inventur, und dann höre ich sofort auf. Einverstanden?„Steuerprüfung? Das ist wirklich abtörnend. Okay. Aber alles ist in Ordnung.“„Na gut. Steuerprüfung ist unser Wort.“„Gut.“„Trink noch ein Schlückchen zur Entspannung!“Lisa nahm Svenjas Glas, setzte es ihr an den Mund, und bevor sie protestieren konnte, musste sie auch schon schlucken, damit der Sekt ihr nicht aus dem Mund lief. Svenja musste gehorchen. Wenn das eine Lektion für sie war, dann hatte sie die durchaus verstanden.„Ich würde dir gerne noch die Augen verbinden. Weil ich dir die Sinne rauben will und dich ein bisschen überraschen will, und damit du dich auf deine Gefühle konzentrieren kannst und nicht so abgelenkt bist. Ist das in Ordnung?“Svenja nickte, aber Lisa hatte die Augenbinde da schon über ihre Augen gelegt.„Super.“Und schon war Svenja von Dunkelheit umgeben. „Letzte Sache noch. Du hast den Bierhelm schon gesehen. Der kommt von einem Festival. Ich habe ihn geschenkt bekommen, aber noch nie benutzt. Ich meine, was für ein albernes Teil! Aber man muss sowas ja mal benutzen, bevor man es wegwerfen kann. Also darfst du es jetzt einsetzen, dann kann ich das Ding wegwerfen. Du kannst deine Hände ja nicht bewegen, weil ich dich gefesselt habe, aber trotzdem möchtest du ja ein bisschen Sekt schlürfen.“ „So dringend ist es wirklich nicht.“„Doch, doch. Du bist ja immer noch die Chefin hier, und da hast du dir den Sekt verdient.“„Den ich wie so eine richtige Kennerin durch den Strohhalm sauge?“„Jemand wie du macht das doch mit unglaublich viel Stil.“„Ganz bestimmt.“Sie setzte Svenja den Helm auf und steckte ihr den Strohhalm in den Mund. „Ich sehe bestimmt wie ein totaler Idiot aus.“„Wenn ich dich so ansehe, dann siehst du von den Füßen bis zum Hals total scharf aus. Fesseln stehen dir. Aber du hast Recht, der Hut ist keine so tolle Entscheidung. Still halten, ich schütte noch was Sekt nach.“„Wäre nicht nötig.“„Ich will mir ja nicht vorwerfen lassen, dich nicht genug zu bewirten. Nicht, dass du mich noch bestrafst oder so.“„Dafür, dass du mich den albernen Helm tragen lässt, wirst du sicherlich noch büßen!“„Es sieht dich ja keiner. Und nebenbei hat der auch eine Funktion, die vielleicht später ins Spiel kommt.“„Wie die Essstäbchen auf dem Tisch?“„Genau. Aber jetzt hast du genug gejammert.“„Verzeihung.“Svenja hörte in die Stille, aber es dauerte einen Moment, bis Lisa sich neben die gefesselte Svenja auf den Boden setzte. Sie lehnte sich an Svenjas Beine. Lisas Haare kitzelten an ihren Unterschenkeln. „Wie fühlt sich das an? So gefesselt und mir ausgeliefert, so hilflos.“„Ungewohnt.“Svenja prüfte die Stärke der Fesseln.„Ungewohnt gut?“„Einfach ungewohnt. Ich kann mir vorstellen, dass das ganz nett sein kann. Hilflos und so. Aber ich glaube, für immer wäre das nichts für mich.“„Wir werden sehen. Ich möchte dir gerne erzählen, wie ich dazu gekommen bin. Warum ich gerne unterwürfig bin.“„Würde ich sehr gerne hören.“„Na gut. Okay. Habe ich noch nie jemandem erzählt. Ich muss da also erst reinkommen. Als Kind hat das schon angefangen. Als ich ein kleines Mädchen war. Ich erinnere mich, dass wir mit den Jungs Cowboys und Indianer gespielt haben. Und ich wollte immer gefangen und gefesselt werden, so als gefangene Squaw. Es war ganz harmlos und hatte nichts Schweinisches oder so. Ich meine, wir waren Kinder. Aber irgendwie wollte ich das damals schon. Gefesselt sein. Ich habe mich auch erst viel später wieder daran erinnert. Ich wollte schon immer, dass die Jungs mich fesseln, und ich wollte mich in den Fesseln winden und hilflos sein. Haben sie leider nicht gemacht, denn es machte ihnen viel mehr Spaß, mit Pistolen hintereinander her zu laufen und sich gegenseitig zu erschießen. War also eher frustrierend für mich. Naja, so ist die Kindheit. Frustrierend. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass Jungs noch nie so richtig wussten, was ich will.“ Sie lachte. „Komisch nicht? Ich meine, wir waren damals noch Kinder. Das muss also irgendwie in einem stecken. Wie ist es bei dir? Hast du vorher schon einmal irgendwas Dominantes an dir entdeckt?“Svenja dachte nach, aber sie konnte sich nicht erinnern, dass sie mal irgendwann zuvor eine dominante Ader gespürt hatte. Es war wirklich diese Sache mit Dustin in dem Club nach ihrer bestandenen Prüfung, mit der alles begonnen hatte. Und da waren noch Alkohol und andere Gefühle im Spiel gewesen. Svenja kam sich etwas seltsam vor, in die Dunkelheit zu sprechen und ihr Gegenüber nicht zu sehen.„Nein, ich kann mich echt nicht erinnern. Ist total neu für mich.“„Für mich auch. Komisch, nicht wahr. Ich habe mir damals auch nichts dabei gedacht, und es ist mir wie gesagt auch erst später wieder eingefallen.“„Wie ging’s weiter?“„Das nächste Mal ist noch nicht so lange her. Vor ein paar Jahren. Mein zweiter Freund. Irgendwie mochte ich es, wenn er mit mir machte, was er wollte. Ich wollte dominiert werden. Ich lag immer unten, wenn wir es machten. Ich wand mich unter ihm, und ich mochte es, wenn er meine Arme mit seinen Händen aufs Bett drückte. Aber er verstand nicht, was ich von ihm erwartete. Er verstand es einfach nicht, und ich konnte es ihm auch nicht sagen. Damals war es noch nicht so wichtig für mich. Es war keine große Sache. Es wäre nur schöner gewesen, wenn ich etwas hilfloser gewesen wäre, wenn er mir das Gefühl gegeben hätte, dass ich ihm ausgeliefert wäre. Ich wäre gerne seine kleine Dienerin gewesen, die ihm gehorcht. Natürlich nur im Bett. Komisch, so ein Gedanke, nicht? Ich habe mich auch gefragt, ob das so gesund ist. So von wegen, dass man sich als Frau dem Mann nicht unterordnen sollte. Ich meine, ich fühle mich ja Männern oder sonst wem nicht unterlegen. Aber im Bett dann doch? Das ist seltsam oder nicht?“ Svenja nickte. „Dann habe ich die Seiten gewechselt. Hin zu Frauen. Es war jetzt keine bewusste Entscheidung. Ergab sich einfach. Aber ich gebe zu, ich war neugierig, und ich hatte das Gefühl, dass Frauen vielleicht besser verstehen oder so. Frauen sind sensibler. Sagt man zumindest. Ich weiß es nicht. So groß ist der Unterschied nicht, finde ich. Wir sind zusammen auf ein Festival gefahren, waren Teil einer Clique. Marie hieß sie. Wir kannten uns vorher nur so vom Sehen. Ich war mehr Teil dieser Clique als sie. Wir waren eine Gruppe von neun Leuten, und wir wollten zusammen nach Wacken. Sie und ich waren die einzigen Mädchen. Die Jungs wollten, dass wir uns alle ein großes Zelt teilen. Aber ich wollte nicht drei Tage lang immer um die rum sein. Ich wollte auch mal ein wenig Privatsphäre haben. Also entschieden Marie und ich uns, zusammen ein kleines Zelt zu nehmen. Die Jungs waren ein bisschen sauer, glaube ich, weil sie alle so offen und frei sein wollten und vielleicht hofften, dass wir was mit ihnen anfangen würden. Aber nee. Keine Chance. Ich wollte doch nicht ihre Lusttante werden.“„Lusttante? Was ist das denn für ein Wort?“ „Na ja, eine Lusttante eben. Zu der man kommen kann, wenn man in dieser Stimmung ist und ein bisschen Entspannung braucht. Mir würden auch noch fiesere Wörter einfallen, aber lassen wir es bei Lusttante. So was wollte ich nicht sein. Außer natürlich für dich. Deine Lusttante bin ich ziemlich gerne!“Lisa bewegte ihren Kopf und ihre Haare streichelten über Svenjas Beine. Svenja wollte sie dafür loben und mit ihrer Hand über Lisas Kopf streicheln, aber ihre Hand wurde durch die Fesseln gestoppt. Sie stemmte sich einmal gegen die Fesselung, aber die war zu stark. Sie hatte ihre Hilflosigkeit vergessen und war wieder daran erinnert worden.Lisa begann nun auch langsam, mit ihren Fingern über Svenjas Fuß zu streicheln. Spielerisch, aber ihre Absicht war eindeutig. Ihre Worte sollten durch Berührungen unterstrichen werden.„Marie und ich also in einem Zelt. Ich wurde dann ihre Lusttante. In der ersten Nacht schon. Wir hatten ein bisschen was getrunken. Nicht so viel wie die Jungs. Wir waren was angeschickert. Als wir in unser Zelt krochen, fragte sie mich, ob wir uns einen Schlafsack teilen könnten. Wir hatten auf ihrem gesessen, und da hatte wohl jemand Bier drauf verschüttet. Meinte sie jedenfalls. Der wäre jedenfalls jetzt nass, und sie wollte nicht im nassen Bier liegen. Na gut. Wer will das schon? Also ließ ich sie in meinen Schlafsack. Ich war jetzt nicht so ganz naiv, und auf so ein bisschen Kuscheln hatte ich mich auch eingestellt. Gefreut sogar. ‚Kann ich was näher kommen? Mir ist echt so ein bisschen kalt‘, meinte sie. Ihr Atem roch nach Bier und Zigaretten. Nicht so ganz mein Ding. Ihr Körper war verschwitzt, und es war nicht dieser frische Schweiß, sondern schon dieser etwas penetrantere. Aber es machte mir nichts. Ich fand es trotzdem toll. Dass sie mir so nah war, dass ich sie riechen konnte. Wie sie wirklich war. Intim und so. Nicht so fake nach Parfum und Chemie. Sie schmiegte sich an mich. Löffelchen. Ihre Beine an meine. So kalt fühlte sie sich nicht an. Aber ihre Beine waren irgendwie weich. Meine, ich erinnere mich noch, nicht so. Ich hatte die länger nicht rasiert. Ich hatte jetzt nicht damit gerechnet, da irgendwas mit irgendwem anzufangen. Man kann sich ja auch nicht immer wie einen Bonsai behandeln und ständig an sich rumschneiden. Meine Beine waren also igelig. Nicht eklig, aber igelig. Übrigens, deine sind ganz glatt und weich.“Sie strich über Svenjas Unterschenkel bis hoch zu ihren Knien und sogar ein wenig höher. Nicht viel höher, aber hoch genug, dass Svenja überrascht war. Aber schnell war Lisas Hand schon wieder verschwunden. Svenja hätte sie dort gerne noch länger gehabt. Aber sie hatte eben nichts zu sagen in dieser Situation, sondern war auf das angewiesen, was Lisa ihr schenkte. Svenja atmete einmal durch: „Ich habe sie auch rasiert. Ich wollte nicht igelig sein.“„Mit anderen Worten, du erwartest, das heute was passiert?“„Ich glaube, das überrascht dich nicht.“ „Na gut.“„Erzähl mir mehr von deiner Marie, die sich an dich schmiegt und dich in die Geheimnisse der sapphischen Liebe einführt.“„Sapphische Liebe?“„Lesbische Liebe. Anderes Wort.“„Du bist die Kluge von uns beiden.“Beide lachten. „Wirklich? Was bist du dann von uns beiden?“„Weiß ich noch nicht.“„Die Lusttante.“„Einverstanden. Die Kluge und die Lusttante. Elaine und Lisa.“„Ich finde, du brauchst auch ein Pseudonym. So wie ich mit Elaine.“„Elaine und die Lusttante.“„Ich glaube, darüber müssen wir uns noch mal unterhalten.“„Okay, meine kleine Sapphierin. Ich finde lesbisch klingt so hässlich. Lääsbisch! Bääh! Sapphisch. Besser. Aber auch irgendwie so ein wenig Hippie oder so. Das klingt nach Frauen, die sich nicht die Beine rasieren.“„Jetzt wieder zurück zum Wortporno. Mach mich mit deiner Marie scharf. Das ist doch der Plan!“ „Marie, ja. Sie fühlte sich warm und weich an. Anders eben. Ich hatte bislang nur mit Männern gelöffelt. Sagt man das so? Die haben haarige Beine. Da erwartet man nicht viel. Aber ihre waren weich. Ich entschuldigte mich für die Stoppeln an meinen. Sie meinte, das mache ihr nichts. Zum Beweis streichelte sie über meine Unterschenkel, meine Schmirgelpapierunterschenkel. Dann sagte sie in dieser Schlafzimmerstimme: ‚Weißt du, meistens haben Frauen am Oberschenkel weniger Haare.‘ Und dann strich sie über meine Oberschenkel. Und sie hatte Recht. Das fühlte sich nicht so peinlich an. Sie berührte mich da. Nur so außen, aber so schnell hatte ich noch nie eine fremde Hand auf meinen Schenkeln gehabt. ‚Hier ist es viel weicher!‘, meinte sie mit ihrer Sexstimme. ‚Darf ich da bleiben?‘ Ich nickte. Und dann sagte sie diesen einen Satz, der mich total umwarf: ‚Bitte darum!‘ Es war einfach so daher gesagt, aber für mich klang das wie ein Befehl. Und das war alles, was ich wollte. Dass mir jemand befahl. Ich setzte also meine unterwürfigste Stimme auf und flüsterte: ‚Bitte lass deine Hand da und mach weiter. Bitte, bitte!‘ Ich fand, das war ein so richtig eindeutiges Signal, dass ich tat, was sie wollte und dass ich wollte, dass sie mit mir anstellte, was sie wollte. Ihre Hand streichelte meine Oberschenkel, dann wanderte sie hoch über meinen Slip, unter mein Shirt, über meinen Bauch. ‚Hier sind keine Haare.‘, sagte sie. ‚Besser?‘, fragte ich. ‚Besser. Und wie ist es da unten? Ziemlich schnell und nur ganz kurz streichelte sie über meinen Slip in meinen Schoß. Es war nur ganz kurz, aber ich zuckte zusammen. Vor Überraschung. Ich fühlte mich überrumpelt. Das ging alles verdammt schnell. Von stoppeligen Unterschenkeln bis in meinen Schoß in nur wenigen Sekunden. So machen Männer das auch. Aber sie machte es besser. Bei ihr fühlte sich das nicht so verzweifelt und hormongesteuert an. Bei ihr fühlte sich das so an, als wäre das selbstverständlich. Als hätte ich ihr mit meinem ‚Bitte Bitte‘ einen Blankoscheck gegeben. Als dürfe sie alles mit mir machen. Und das gefiel mir. ‚Ganz ruhig‘, säuselte sie mir ins Ohr. ‚Ganz ruhig. Ich werde nichts tun, was du nicht willst.‘ Aber ich wusste gar nicht, was ich wollte. Und ich wollte mir auch keine Gedanken darüber machen. Ich wollte einfach nur da liegen und sie machen lassen. Als hätte ich nicht zu bestimmen, was mit mir passiert. Als wäre das alles ihre Sache. Als könne sie das alles entscheiden, und ich hätte nichts zu bestellen.“Lisas Hand streichelte immer noch über Svenjas Beine. Und als sie von dieser Bewegung Maries in Lisas Schoß berichtete, da war Lisas Hand ein zweites Mal Svenjas Schenkel hochgewandert, war dort einen Augenblick geblieben, etwas länger als beim letzten Mal. Svenja hatte ihre Schenkel geöffnet, was wegen der vermasselten Fesselung ihrer Knie kein Problem darstellte. Aber Lisa hatte ihre Hand dann wieder zurückgezogen. Svenja war enttäuscht, aber eben auch hilflos. „Bitte lass sie da!“, hatte sie einmal gesagt, aber Lisa hatte darauf nicht reagiert. Mit den verbundenen Augen fühlte sich alles viel intensiver an, und Svenja dachte über ihre Worte nach, die dieses Ausgeliefertsein ausdrückten. So schön verzweifelt hatte sie noch nie ‚bitte‘ gesagt. Und Lisa schwieg zu ihrem Flehen.Svenja hätte gerne reagiert, hätte etwas gemacht, hätte Lisa gestreichelt, sich revanchiert. Aber ihre Hände waren an die Armlehne gefesselt, und sie verstand, was Lisa da mit ihr anstellte. Sie reduzierte Svenja zu einer passiven Figur. Sie erzählte weiter:„‘Mach mit mir, was du willst‘, meinte ich. Marie sollte keine Rücksicht auf mich nehmen. Ihre Hände strichen zurück zu meinem Bauch, dann höher, berührten die Unterseite meiner Brüste, aber nicht meine Nippel. Sie ließ mich zappeln. ‚Das werde ich!‘, versprach sie. ‚Das werde ich! Ich werde mit dir machen, was ich will‘ Und ich schmolz wieder dahin. Das waren die Worte, die ich hören wollte. Genau das! Aber wir waren trotzdem nicht auf einer Wellenlänge. Ich wollte, dass sie mich nahm, als hätte ich keinen eigenen Willen. Aber sie ließ mich hängen, ließ mich zappeln. Ihre Hand bewegte sich mal, streichelte mich, dann stoppte sie wieder, bis ich ihr meinen Körper entgegenreckte. Sie lachte, aber sie verstand nicht. Ich wollte nicht hingehalten werden, ich wollte genommen werden. Ich drehte ihr schließlich meinen Kopf zu, damit sie mich küssen konnte. Sie hob ihren, aber so, wie wir zusammen lagen, konnte sie gerade mal meinen Mundwinkel erreichen und so leckte ihre Zunge über meinen Mund. Dann lachte sie laut über diese ungelenke Berührung, und ich war frustriert. ‚So geht das nicht!‘, rief sie, und schwang ihr Bein über mich und richtete sich auf, bis sie auf mir lag. Sie oben, ich unten. Genau das wollte ich! Sie presste ihren Mund auf meinen, und sie küsste mich. Ich wollte, dass sie mich küsste, aber eigentlich küssten wir uns wie zwei Menschen, die sich lieben. Ihre Zunge überfiel meinen Mund nicht, drang nicht in mich ein. Sie beherrschte mich nicht, wie ich es mir gewünscht hätte.“Wieder und nur für einen kleinen Augenblick Lisas Hand, die über die Innenseite von Svenjas Schenkeln glitt und dann wieder verschwand und wieder ihre Unterschenkel, ihre Kniekehlen und andere Stellen an ihrem Bein streichelte. Nun bäumte Svenja sich fast in den Fesseln auf, rebellierte gegen das viel zu schnelle Verschwinden ihrer Hand:„Oh, Mann! Bitte mach doch weiter!“Aber Lisa ging nicht darauf ein, sondern erzählte einfach weiter: „Es war schön, ich mochte, was sie da mit mir veranstaltete. Es war anders als mit Männern. Nicht weil sie sensibler oder so war, es fühlte sich nur anders an. Irgendwie richtiger. Ich weiß es nicht, ich kann das nicht beschreiben. Manchmal denke ich, dass ich das Memo nicht bekommen habe, in dem steht, was der Unterschied ist zwischen Sex mit Männern und mit Frauen. Manche machen da so einen Aufstand drum, aber eigentlich ist der nicht so riesig, finde ich.“Svenja war sich nicht sicher, ob sie zustimmen sollte. Vor wenigen Wochen noch hätte sie widersprochen, aber es schien ihr immer mehr so, als hätte sie das Memo verlegt.„Es war toll, es war schön. Ich genoss es. Wir trieben es miteinander. Aber ich hätte es eben besser gefunden, wenn sie es mit mir getrieben hätte. Wenn sie es mir besorgt hätte, oder wie man das alles so ausdrückt. Verstehst du?“Svenja nickte.„Hast du eigentlich noch genug Sekt in deinem Helmchen?“Svenja hatte den ganz vergessen, und eigentlich interessierte er sie auch nicht. Der Strohhalm berührte gerade so ihre Lippen. Sie zog ihn mit ihren Zähnen in den Mund und saugte etwas Sekt an. Er perlte süß auf ihrer Zunge.„Möchtest du auch was trinken? Von dem ganzen Erzählen musst du doch einen ganz trockenen Mund haben.“„Na gut!“Svenja hörte, wie Lisa aufstand und spürte dann ihren Atem auf ihrem Gesicht, ganz nah. Mit ihren Zähnen zog Lisa nun den Strohhalm aus Svenjas Mund, und ihre Lippen berührten sich dabei wie zu einem Kuss. Svenja hörte, wie Lisa daran saugte. Svenja beugte sich etwas vor, bis ihre Lippen sich wieder berührten. Dann drang ihre Zunge in Lisas Mund und ihre Lippen saugten etwas von dem süßen Sekt in ihren Mund, während sie sich küssten. Svenja spürte, wie in einem kleinen Rinnsal der Sekt aus ihrem Mund, ihr Kinn, ihren Hals hinunter lief und schließlich von ihrer Bluse aufgesaugt wurde, und sie konnte nichts dagegen tun, sondern nur den Weg spüren, den die Tropen auf ihrer Haut nahmen. Schließlich entzog sich Lisa ihr, und Svenja beugte sich so weit vor, um den Kuss nicht zu verlieren, bis ihre Fesseln sie wieder stoppten. Ihre Bewegungen waren so ruckartig, dass sie wenig später spürte, wie der klebrige Sekt aus dem Bierhelm geschwappt war und nun über ihren Kopf lief. „Grrr!“, stöhnte sie frustriert. „Komm zurück! Was machst du da mit mir? Komm her!“„Willst du, dass ich zurückkomme?“„Ja, verdammt! Küss mich!“„Also gut. Du bist eigentlich die Chefin. Aber im Moment ja wohl nicht so richtig. Einen Kuss bekommst du!“Lisas Lippen waren plötzlich wieder da, und fast schon aggressiv presste Svenja ihre auf Lisas, und am liebsten hätte sie Lisa umarmt, zu sich gezogen und nicht mehr losgelassen. Aber so lief das nicht. Nach einem kurzen Augenblick entzog sich Lisa wieder.„Ich möchte dir nur zeigen, wie süß diese Frustration ist, wenn man nicht das bekommt, was man so gerne haben möchte.“„Das gelingt dir ziemlich gut.“„Danke! Übrigens, wo wir jetzt schon so eine Unterbrechung haben. Ich habe noch etwas vorbereitet. Ich hoffe, du hast Hunger mitgebracht.“„Hunger? Ich habe nur Hunger nach dir! Vergiss alles andere!“„Es geht ganz schnell. Ist nur, weil ich mir das so schön überlegt habe. Und ich habe es selbst gemacht!“„Du denkst jetzt echt ans Essen? Bist du wahnsinnig?“„Miss Elaine, nicht nörgeln. Du erinnerst dich, dass du gefesselt bist. Da solltest du schon ein bisschen vorsichtig sein. Ich könnte dich auch einfach da sitzen lassen und dann bekämst du nichts und wärst frustriert und so. Das wäre ja auch nicht schön!“„Dann würdest du aber auch nicht das kriegen, was du willst, und dann wärst du auch frustriert.“„Ich könnte mich hier schön hinsetzen, meinen Dildo holen und ohne dich ganz viel Spaß haben. Stundenlang. Und dein Spaß läge nur darin, mir beim Spaßhaben zuzuhören.“„Stelle ich mir auch spaßig vor. Aber gut, ich will deine Pläne hier nicht sabotieren. Dann bring mal das Eisbein oder was auch immer du dir da überlegt hast.“„Dafür, dass du hier so gefesselt bist, benimmst du dich aber ziemlich forsch!“Einen Augenblick später spürte Svenja, wie ihre linke Brustwarze zwischen Lisas Fingern gezwirbelt wurde.„Au!“, schrie sie mehr aus Überraschung als wegen des Schmerzes. „Es tut mir leid! Ich wollte nicht forsch sein. Es tut mir leid! Echt. Bitte, bitte, lass los!“„Du lernst ja doch. Jetzt will ich meinen Willen durchsetzen, und deshalb essen wir! Keine Diskussion mehr!“„Wie du befiehlst.“„Gefällt mir, wie du lernst. Du bist ja auch die Kluge von uns beiden.“„Und im Moment auch noch deine Lusttante.“„Ich hol das Essen. Dauert auch nur eine Sekunde. In der Zwischenzeit kannst du noch was Sekt schlürfen. Svenja spürte, wie Lisa ihr Sekt in den albernen Helm eingoss und ihr den Strohhalm wieder zwischen die Lippen steckte. Dann verschwand sie in der Küche, und Svenja saß allein da, blind und gefesselt. Schließlich kam Lisa wieder. „Ich hoffe, das kappt jetzt. Ich habe mir das so schön überlegt.“ „Vielleicht solltest du die Erwartungen nicht allzu sehr in die Höhe treiben. Ich meine ja nur so. Von wegen Enttäuschungen und so.“„Du hast Recht. Mund auf!“Svenja gehorchte, und Lisa schob ihr ein Stück Sushi zwischen die Lippen.Svenja kam sich ein bisschen dumm vor, weil sie sich gefragt hatte, wofür die Essstäbchen gut gewesen waren. Sie hatte an irgendwelche Folterwerkzeuge gedacht. Dabei waren es nur Essstäbchen gewesen. „Schmeckt‘s? Habe ich selbst gemacht. Was eine ziemliche Arbeit ist. Den Reis so hinzukriegen, ist wirklich nicht einfach!“„Sehr lecker!“ Sushi stand nicht an erster Stelle auf der Liste von Svenjas Lieblingsgerichten, aber es passte irgendwie zum Anlass. Besser als Eisbein mit Knödeln.„Wasabi?“„Danke, geht schon!“„Nein, nein, Wasabi solltest du definitiv probieren. Und Ingwer auch. Definitiv. Das ist quasi der Clou von dem Ganzen!“„Na dann will ich das definitiv!“„Prima! Du musst dich nur ein wenig nach vorne beugen.“Svenja gehorchte, nahm den Kopf langsam nach vorne und stieß schließlich auf etwas Hartes. Es machte den Mund auf und saugte langsam die Wasabipaste von Lisas Brustwarzen. Die Paste brannte in ihrem Mund, aber Svenja konzentrierte sich darauf, Lisas Brust zu küssen und mit ihrer Zunge die harte Brustwarze zu umspielen. „Und jetzt noch ein wenig Ingwer!“ Wie Svenja erwartet hatte, durfte sie die Ingwerstücken von Lisas anderer Brust auflecken.„Sehr erotisch. Und sehr lecker! Hast du auch noch was Sojasauce für mich?“ „Na klar! Aber die müsste ich holen.“„Ist auch nicht so wichtig. Ich dachte nur.“„Nein, nein, kein Problem! Eine Sekunde!“Sie verschwand und war sofort wieder da. „Ich habe eine Idee! Kopf nach vorne!“Svenja gehorchte und Lisa drückte Svenjas Kopf zwischen ihre Brüste. „Zunge raus!“Es wurde dann eine Sauerei, als Lisa die Sojasauce zwischen ihre Brüste laufen ließ und Svenja sie aufleckte. Die Hälfte entging Svenja, sodass die Flüssigkeit in den Bund Lisas Jeans lief.„Das mit den Essensspielchen müssen wir noch was üben.“„Ich fand die Sache mit Wasabi und Ingwer nicht schlecht. Die Sojasauce war eine kleine Schweinerei.“„Möchtest du noch was?“„Nein Danke. Später vielleicht. Können wir vielleicht weitermachen? Du machst mich ziemlich scharf. Wasabischarf. Wenn du weißt, was ich meine.“„Du hast ja Recht.“„Tust du mir einen Gefallen?“„Der Gefesselten, mir Ausgelieferten?“„Du hast mich eben an deinen Brüsten lutschen lassen. Ich nehme an, du hast dein Shirt dafür ausgezogen. Bleib doch so.“„Du kannst mich doch gar nicht sehen.“„Aber ich stelle es mir vor, wie du da mit nacktem Oberkörper vor mir kniest. Allein der Gedanke ist schön.“„Also gut. Weil du die Chefin bist. Aber ich würde sagen, Auge um Auge. Was hast du unter der Bluse an?“„Einen BH?“„Einen schicken?“„Er passt zum Slip.“„Extra für mich?“ „Absolut.“„Wenn ich dir meine Brüste zeige, auch wenn du sie nicht sehen kannst, dann will ich, dass du deine Bluse öffnest, wenn ich dann auch deine Brüste noch nicht sehen kann.“„Das ist nicht so richtig logisch, oder? Aber ich verstehe, was du meinst. Deal. Aber meine Hände sind gefesselt. Du müsstet mir helfen.“ „Kein Problem.“Einen Augenblick später spürte Svenja den Atem Lisas ganz nah an ihrem Gesicht und ihre Hand auf ihrer Wange. Sie streichelte kurz über Svenjas Gesicht und rutschte dann ihren Hals hinunter bis zu dem obersten Knopf ihrer Bluse. Einen Knopf nach dem anderen öffnete Lisa die Bluse, strich auch über Svenjas Brüste und legte so ihren Oberkörper frei. Und Svenja fühlte sich an den Abend erinnert, als sie das gleiche mit Lisa angestellt hatte.„Ich weiß, was du da gerade tust.“„Gefällt es dir?“„Sehr.“„Mir hatte es auch gefallen, was du mit meinem Körper veranstaltet hast. Und im Moment gefällt mir, was ich mit dir mache, und wie du hilflos bist und dich meinen Berührungen nicht entziehen kannst.“„Ich würde mich dir gar nicht entziehen wollen.“Eine Weile streichelte Lisa Svenjas Oberkörper noch, bevor sie sich wieder zu ihren Füßen setzte und ihren nackten Oberkörper an Svenjas Beine schmiegte.„Wir waren noch nicht ganz fertig.“„Hast du noch eine Sexstory mit deiner Marie?“„Leider nicht. Es war nur eine kurze Sache. Wir waren so was wie ein Paar auf diesem Festival. Liefen die ganze Zeit Hand in Hand herum und knutschten in der Öffentlichkeit und so. Ist eigentlich nicht so mein Ding, aber auf so einem Festival sind alle locker, und da traut man sich mehr. Und die Leute kümmert es auch nicht. Da sind keine verbitterten Rentner, die Stress machen wegen jedem Scheiß. Da sind alle tolerant. Ich war verliebt in sie, und sie in mich. Aber es dauerte nur einen Tag. Wir waren zu unterschiedlich. Eine Eintagsliebe. Am Abend gingen wir uns schon ein wenig auf den Keks. Gegenseitig. Wir tranken was und stiegen dann wieder gemeinsam in den Schlafsack und schliefen miteinander. War schön, kann ich nicht anders sagen. Aber nicht so schön wie beim ersten Mal, und wir merkten beide, dass wir nicht zusammenpassten. Es musste nicht gesagt werden. Als wir am nächsten Morgen aufwachten und uns in die Augen sahen, da wussten wir beide, dass es aus war. Allein der Gedanke, dass wir noch einen Tag zusammen miteinander verbringen mussten… Wir wollten das beide nicht und haben dann stillschweigend miteinander Schluss gemacht. Sie hat sich einen anderen Typen gekrallt, und ich habe den Tag mit den Jungs verbracht. Das war es. Kein Stress oder so, mehr so eine Stille Vereinbarung. In der letzten Nacht schlief jede von uns im eigenen Schlafsack.“ „Klingt trotzdem traurig.“„Nein, das war okay.“„Erzähl mir noch eine nette Geschichte. Ich möchte deine Hände wieder auf meinen Beinen spüren.“„Oh, sorry.“ Lisas Hand begann wieder Svenja zu streicheln.„Ich habe leider keine Geschichte mehr. Ich bin nicht gerade die Madame Casanova, die schon alles erlebt hat.“ „Kann ja noch kommen.“„Nur noch eine Sache habe ich. Die Sache mit dir.“„Mit mir?“„Wie ich dich kennengelernt habe.“„Das wird nicht so wahnsinnig spannend werden, aber erzähl doch. So lange deine Hand dabei im Spiel ist, höre ich dir gerne zu.“„Selbst wenn sie es nicht wäre, müsstest du mir zuhören.“„Verstanden!“Lisas rieb ihre nackte Schulter an Svenjas Bein und ihre Hand erforschte Svenjas Kniekehle. „Nicht kitzeln!“„Würde ich nie tun.“Lisa platzierte einen sanften Kuss auf Svenjas Knie.„Am Anfang habe ich dich nicht gemocht. Karriereflittchen. So habe ich dich genannt. Eine, die ganz schnell hoch will und dafür alles tut, weil sie sonst nichts im Leben hat. So eine mit Ideen und Zielen und einem Plan.“„Das ist aber hart.“„Na ja, ganz falsch ist es ja nicht. Aber lass uns darüber nicht streiten.“Lisa küsste Svenjas Knie erneut und noch einmal ein bisschen mehr an der Innenseite ihrer Kniescheibe und noch einmal neben der Kniescheibe und beim nächsten Kuss musste Svenja schon ihre Schenkel auseinander nehmen, um Lisa zwischen ihren Beinen Platz zu machen. „Nicht böse sein! Ich habe meine Meinung über dich ja geändert. 360 Grad und so.“„Bei 360 Grad hättest du eine Drehung hingelegt und wärst wieder bei deiner ursprünglichen Meinung.“Lisa biss ihr spielerisch in die Schenkel.„Klugscheißerin!“„Sorry!“„Okay. Vergeben.“Lisas Hand fand die Stelle, in die sie gerade noch gebissen hatte und verrieb sanft den Speichel immer weiter Svenjas Schenkel hinauf.„Als ich dann mitbekommen habe, was du mit diesem Robert angestellt hast, da war ich sofort hin und weg. Super eifersüchtig auf den. Ich wollte das auch, was du ihm gabst. Der Typ war gerade mal einen Tag da und durfte schon vor dir auf die Knie gehen! Ich meine, wie unfair ist das denn? Nach einem Tag schon hast du ihr Elaine vorgestellt, von der ich nicht mal wusste, dass es sie überhaupt gibt!“„Du fandst ja, ich wäre ein Karriereflittchen. Vor denen geht man auch nicht in die Knie.“„Ich weiß noch, als ich an deinem Büro vorbeigekommen bin und das gesehen habe, da habe ich mir alles Mögliche vorgestellt. Wie du einen Fehler entdeckst und sagst, dass ich das nie lerne, und dass du mir Manieren beibringen müsstest. Du hättest: ‚Steh auf‘ gesagt, und ich hätte erst ein bisschen rumgezickt. Von wegen, dass du mir nichts zu sagen hättest. Aber du hättest mich am Arm gepackt und hochgerissen. ‚Steh gefälligst auf, wenn ich mit dir rede!‘, hättest du gebrüllt, und ich wäre so überrascht gewesen, dass ich nichts dagegen hätte tun können. Ich hätte dir gehorcht. ‚Ja, Miss Elaine‘, hätte ich vielleicht gestammelt. ‚Weißt du, was so kleine faule Miststücke wie du brauchen?‘ hättest du mich gefragt. Und ich hätte nichts gesagt, weil ich echt Angst gehabt hätte. ‚Antworte mir gefälligst!‘ hättest du gebrüllt, und du wärst so sauer gewesen, dass ein Speichelfaden aus deinem Mund auf meine Wange geflogen wäre.“„Das ist aber wenig romantisch.“„Ich fand das nachher total romantisch. Unser erster Kuss, dachte ich. Zumindest irgendwie. Deine Spucke auf meiner Wange. Ich war mit verdammt wenig zufrieden. Das hier. Hier gerade. Was wir hier veranstalten. Nicht in meinen wildesten Träumen! ‚Antworte mir gefälligst!‘ wären deine Worte. ‚Ich weiß nicht‘, hätte ich gestammelt. ‚Faule Miststücke wie du verdienen eine Trachtprügel.‘ Du hättest mit einer Handbewegung meinen Schreibtisch leer geräumt. Alles wäre auf den Boden gefallen. ‚Das hebst du nachher alles wieder auf!‘, hättest du gesagt. Dann hättest du mich am Hals gepackt und an die Wand gedrückt. Und du hättest dich ganz nah an mich gedrückt, dass unsere Brüste sich fast berührt hätten. Dir wäre es nicht aufgefallen, weil du so in Rage gewesen wärst, aber ich hätte meinen Oberkörper etwas nach vorne geschoben, bis sie sich berührten. Nur damit sich unsere Brüste berührten, unter einem Haufen Stoff zwar, aber egal. Und ich hätte dir in die Augen gesehen und gedacht, dass ich noch nie so wütende und noch sie so schöne Augen gesehen hätte wie deine.“„Welche Farbe haben meine Augen?“„Ist das ein Test? Sie sind graublau. Mehr blau als grau. Habe ich Recht?“Svenja lächelte.„So schön finde ich die Farbe nicht, aber mach weiter.“„Du hast tolle Augen! Deine Hand hätte meinen Hals nicht fest umklammert, aber als ich schlucken wollte, hätte mein Adamsapfel gegen sie gedrückt, und mein Herz hätte noch schneller geschlagen. Du wärst ganz nah an mich herangetreten und hättest gesagt: ‚Wenn du noch einmal deine Arbeit so schlampig ablieferst, dann ist hier aber die Hölle los.‘ Und dann hättest du mir zwei Ohrfeigen gegeben. Keine heftigen. Solche, die zeigen sollen, wer das Sagen hat. Die, die in der Seel wehtun, nicht im Gesicht.“Lisas Hand war wieder Svenjas Schenkel hochgekrochen. So hoch war sie noch nicht gewesen. Nur noch Zentimeter entfernt von dem Ziel. Svenja hielt die Luft an, um keine Sekunde, keinen Millimeter zu verpassen. Ihr Herz schlug nun auch bis in ihre Kehle, und sie fühlte sich leicht, aber trotzdem war da diese Schwere in ihrem Unterleib. Dieses Bedeutungsschwangere. Es waren nur Finger unter ihrem Rock, aber es war noch so viel mehr. Und sie hoffte, dass Lisa es nicht beenden würde, nicht weiterreden würde. Sie wollte es, wie sie es noch nie gewollt hatte. Sie wollte es mehr, als sie sich hatte vorstellen können.„Lass sie da!“„Was hast du gesagt?“„Lass sie da. Da, wo sie jetzt ist. Deine Hand. Lass sie da. Bitte.“„Du bittest mich?“„Ich bitte dich.“Lisas Hand kroch noch ein Stück weiter und streichelte langsam.„Würdest du betteln?“„Ja, ich würde auch betteln.“Lisa sagte darauf nichts. Aber ihre Finger kreisten immer noch auf Svenjas Schenkel.„Weißt du, ich will nicht, dass du bettelst. Ich wollte dir nur zeigen, wie ich mich fühle, und wie toll es ist, an meiner Stelle zu sein. Ich möchte nicht, dass du bettelst. Ich möchte betteln, und ich möchte nicht, dass sich zwischen uns etwas ändert. Die Fesseln sind für mich. Die sind nicht für dich, die sind es nur heute. Aber ich will dich natürlich auch nicht hängenlassen. Keine Sorge. Eine Sache habe ich noch!“Lisa nahm die Hand weg und stand auf.„Nein, lass sie da. Mach weiter! Keine Unterbrechung mehr. Bitte!“„Schhh, ganz ruhig!“Lisas Mund erschien vor Svenjas Lippen und sie küssten sich leidenschaftlich.Schließlich entzog sich Lisa ihr, und Svenja grunzte wieder frustriert.„Dauert nicht lange!“ Lisa trat hinter den Armsessel und plötzlich mit einem Ruck zog sie an den Fesseln um Svenjas Knie, und nun wurden ihre Schenkel auseinander gezogen. Lisa verknotete das Seil, und Svenja fühlte ihre Schenkel nun fast ein wenig obszön gespreizt. Ihr Rock war hochgerutscht, und Svenja stellte sich vor, was für einen Anblick sie Lisa da gerade bieten musste. Mit gespreizten Beinen an einen Sessel gebunden. Wenn nur nicht dieser alberne Helm wäre, der ihr langsam schwer wurde.Die Fesselung war doch nicht falsch gewesen, dachte Svenja, aber sie wäre nicht notwendig gewesen. Für Lisa hätte sie ihre Schenkel auch freiwillig geöffnet. Ihr wurde in diesem Moment bewusst, wie sehr sie Lisa zwischen ihren Schenkeln haben wollte. Wie sehr Lisa sie überzeugt hatte, dass sie das wollte. Lisa drückte ihr etwas in die rechte Hand. Es war die neunschwänzige Katze. „Wenn ich etwas falsch mache, wenn ich es nicht richtig mache, wenn dir irgendwas nicht gefällt, dann möchte ich, dass du mich damit dirigierst.“Svenja konnte gerade mal ihr Handgelenk bewegen. Es reichte für einen halbherzigen Schlag, zu mehr aber nicht.„Wenn du nicht bald weitermachst…“, stöhnte Svenja.Als nächstes spürte sie Lisas Atem auf ihren Schenkeln. „Darf ich?“„Was fragst du?“„Ich möchte deine Erlaubnis.“„Du darfst! Ich erlaube es dir!“ „Irgendwelche besonderen Wünsche?“„Mach es! Jetzt!“Lisas Kopf verschwand zwischen Svenjas Schenkeln, und Lisa zögerte es nicht länger hinaus. Sie schob Svenjas Slip beiseite und ging zielstrebig zur Sache. Als Svenja nach kurzer Zeit zu ihrem lange verdienten Höhepunkt kam, war der so heftig, dass der Sekt aus dem lächerlichen Bierhelm über ihren Kopf das Gesicht hinunter floss. Es war ihr egal, und sie bekam es nicht mal mit. Sie spürte nur das, was da in ihrem Unterleib vorging, was zwischen ihren Schenkeln passierte. Sie war sich nicht mal sicher, ob sie ihren Höhepunkt nicht zu laut herausgeschrien hatte. Sie bäumte sich gegen die Fesseln auf und empfand diese als Halt gebend. Es war seltsam.„Ich habe hier eine ziemliche Sauerei veranstaltet“, entschuldigte sich Svenja später. „Nicht nur da oben. Auch hier unten!“„Wirklich?“„Wirklich.“„Tut mir echt leid.“„Das muss es nicht.“„Möchtest du probieren?“Lisa stand auf und als sie Svenja küsste, schmeckte diese ihren Geruch auf Lisas Gesicht, und sie fand das unglaublich scharf. „Bindest du mich bitte los?“, meinte Svenja schließlich. „Warum?“Svenja sah Lisa lange an.„Ich möchte mich bei dir revanchieren. Damit du schmecken kannst, was ich gerade schmecke.“Lisa nickte und gehorchte:„Jawohl… Miss Elaine.“Ende

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